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Born to Walk Den natürlichen Gang neu entdecken von Earls, James (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.03.2016
  • Verlag: Meyer & Meyer
eBook (ePUB)
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Born to Walk

Born to Walk beschäftigt sich mit dem Prinzip des aufrechten Gangs. Es beschreibt die richtige Art zu gehen und die dafür zugrunde liegenden biomechanischen Prinzipien. Das Fasziennetz des Körpers steht dabei im Fokus. Der Autor verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz und sieht den Körper als Summe verknüpfter Einzelteile an. Earls Ziel ist es, dem Menschen einen effizienten, natürlichen Gang wiederzugeben, der von vorneherein in der Evolution begründet liegt. James Earls ist Autor, Dozent und Physiotherapeut und spezialisiert in Myofascial Release. Earls ist Direktor des Instituts für Ultimate Massage and Solutions, UK, und beliebter Dozent bei Konferenzen und praktischen Workshops in der ganzen Welt. Außerdem ist er regelmäßiger Autor für die führenden Bodywork-Magazine.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 255
    Erscheinungsdatum: 07.03.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783840336072
    Verlag: Meyer & Meyer
    Größe: 6175 kBytes
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Born to Walk

Einleitung

Der Mensch ist das Modell der Welt.

Leonardo da Vinci, ca. 1480

Leonardo da Vincis bekannte Zeichnung der menschlichen Proportionen, "Der vitruvianische Mensch", ist ein ausdrucksstarkes Symbol, das die Beziehung zwischen Architektur und Anatomie widerspiegelt und Künstlern sowie Architekten über die Jahrhunderte hinweg als Inspirationsquelle diente (siehe Abb. 0.1). Gleichzeitig weist es aber auch so eindeutig wie kaum etwas anderes darauf hin, was die Forschungsarbeit im Bereich der Anatomie in den letzten 3.700 Jahren einschränkte.

Wir können da Vinci jedoch keinen Vorwurf machen. Er zeichnete das Symbol zu einem Zeitpunkt in der menschlichen Geschichte, als wir es nicht besser wussten. Die Skizze war wahrscheinlich sogar die Verkörperung des zeitgenössischen Wissens der Renaissance. Da Vinci konkretisierte und veranschaulichte die von Vitruv beschriebenen idealen Beziehungen zwischen menschlicher Anatomie, dem Göttlichen und dem Universum.
Abb. 0.1:
"Der vitruvianische Mensch" von Leonardo da Vinci, ca. 1487.

Zusammen mit dem Begleittext stellt es die idealen menschlichen Proportionen dar und wird manchmal auch als "Kanon der Proportionen" oder "menschliche Proportionen" bezeichnet.

Vitruv schrieb etwa 20 v. Chr. Er erhielt von Kaiser Augustus den Auftrag, das gebeutelte Römische Reich umzugestalten und ihm neues Leben einzuhauchen. Vitruv wollte ein neues Konzept für die Gestaltung von Städten und Gebäuden einführen und Augustus wollte einen "Corpus": ein Werk, das die Erneuerung des Reichs zusammenfasste. Das Ergebnis war Vitruvs De architectura libri decem (Zehn Bücher über Architektur) . Es war das erste Werk, das sich mit der Rolle und dem Ziel eines Architekten auseinandersetzte und versuchte, viele der nötigen Elemente der Architektur zu definieren.
Abb. 0.2:
Die Speerträgerstatue (Doryphoros) des griechischen Bildhauers Polykleitos entstand zwischen 450 und 400 v. Chr. Viele bezeichneten sie als Beispiel für die idealen Proportionen eines Menschen, u.a. auch der einflussreiche Arzt Galen etwa 600 Jahre später, Vitruv und schließlich da Vinci.

Vitruvs zentraler Lehrsatz war, in der Biologie habe die schöpferische Natur als Architekt gewirkt: Universelle Naturgesetze hätten die menschliche Anatomie herbeigeführt, sodass wir eine Karte des Makrokosmos in unserem Körper trügen. Der Körper sei im wahrsten Sinne des Wortes eine minor mundus , eine kleine Welt, und spiegle daher das Universum wider. Aus dieser Annahme folgerte er, der Architekt solle die Weisheit und die Proportionen des Körpers auf architektonische Entwürfe und Werke übertragen: "Kein Tempel kann ohne Symmetrie und Proportion eine vernünftige Formgebung haben, wenn seine Glieder nicht in einem bestimmten Verhältnis zueinander stehen, wie die Glieder eines wohlgeformten Menschen." [1]

Mit der Zeichnung des vitruvianischen Mannes wollte da Vinci seine Anatomiekenntnisse, sein Verständnis des Göttlichen sowie sein Wissen über Mechanik und Architektur unter Beweis stellen. Indem er die menschliche Gestalt mit dem Kreis und dem Quadrat umschloss, stellte er die göttlichen und die irdischen Beziehungen des Körpers dar. Da der Kreis leicht nach oben versetzt ist, bildet der Nabel sowohl das geometrische als auch das physiologische Zentrum. Das Problem hierbei ist, dass er mit den Hilfsmitteln seiner Zeit arbeitete: einem Zeichendreieck und einem Zirkel. Dadurch legte da Vinci einen Grundstein für die falsche Vorstellung von Anatomie in der modernen Welt: Er stellte eine geometrische Perfektion von Anatomie dar, die mit den Hilfsmitteln und Methoden des Bauwesens im 15. Jahrhundert verbunden werden würde.

Viele Jahrhunderte lang diente der menschliche Körper als Modell für die Architektur. Er wurde als Inspirati

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