text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Das Geburtsbuch Vorbereiten - Erleben - Verarbeiten von Imlau, Nora (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.06.2016
  • Verlag: Beltz
eBook (ePUB)
20,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Das Geburtsbuch

Vom Kaiserschnitt bis zur Hausgeburt breitet Nora Imlau das gesamte Spektrum des Gebärens aus und geht besonders auf die Emotionen der Mutter ein - vor, bei und nach der Geburt. Einfühlsam und mit großer Fachkenntnis hilft dieses Buch, das einzigartige Erlebnis vorzubereiten und nachklingen zu lassen. Schwangere können heute vieles selbst bestimmen. Aber nicht alles. Bei jeder Geburt werden Sehnsüchte erfüllt und Vorstellungen enttäuscht. Nora Imlau zeigt, wie der Balanceakt individuell gelingt, sich optimal vorzubereiten und gleichzeitig achtsam zu sein für alles, was körperlich und seelisch passiert. Denn jede Geburt bringt auch eine veränderte Frau zur Welt. Nora Imlau ist Ressortleiterin bei der Zeitschrift "Eltern" und erfolgreiche Buchautorin. Mit Herbert Renz-Polster schrieb sie den Bestseller "Schlaf gut, Baby!" Seit vielen Jahren engagiert sich die dreifache Mutter für die Rechte von Schwangeren und Hebammen. Weitere Informationen unter www.nora-imlau.de.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 288
    Erscheinungsdatum: 10.06.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783407222435
    Verlag: Beltz
    Größe: 6766 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Das Geburtsbuch

Birth Matters - Warum unsere Geburten so wichtig sind

Jede Geburt verändert

"Es ist nicht egal, wie wir geboren werden" - vor dreißig Jahren war dieser Satz des französischen Frauenarztes Michel Odent eine echte Provokation. Denn in der gesamten industrialisierten Welt hatte sich zu diesem Zeitpunkt eine Geburtshilfe durchgesetzt, die nur ein Ziel kannte: Hauptsache, Mutter und Kind überleben. Unter welchen Umständen, schien nebensächlich. Eine Geburt sollte schließlich nicht schön sein, sondern vor allem sicher. Oder?

Seither hat sich viel getan: Die "Geburt ohne Gewalt", die der Gynäkologe Frédérik Leboyer in den 1970er Jahren in einem viel gelesenen, emotionalen Plädoyer forderte, hielt in mehr und mehr Kreißsäle Einzug. Partner durften nun zur Geburt mitkommen. Schwangere Frauen bekamen zusehends individuelle Hebammenunterstützung statt Rasur, Einlauf, Lachgas und Dammschnitt. Neugeborene wurden unmittelbar nach der Geburt nicht mehr auf den Po geklapst, damit sie besser atmeten, sondern kamen stattdessen gleich zu Mama auf die Brust.

Doch eins hat sich nicht verändert: Wie die Mutter die Geburt erlebt, ob sie sich dabei unterstützt oder alleingelassen, gestärkt oder geschwächt fühlt, wird heute noch oft als Nebensache betrachtet. "Hauptsache gesund", bekommen Frauen nach schwierigen Geburten zu hören, als sei das das Einzige, was zählt: Mutter und Kind gesund, alles gut. Dabei wissen wir heute: Die Geburten der eigenen Kinder gehören zu den prägendsten Erfahrungen im Leben einer Frau. Der Schmerz und die Kraft, die Angst und die Zuversicht, die Unterstützung und die Einsamkeit, die wir in diesen Stunden und Minuten spüren, graben sich tief in unsere Seele ein. Nie sind wir verletzlicher als in diesem Moment, in dem wir die Kontrolle über unseren Körper zu verlieren scheinen. Nie sind wir offener als in einer Zeit, in der wir uns im wahrsten Wortsinn bis zu den Grenzen des Erträglichen hin öffnen müssen, um einem anderen Menschen das Leben zu schenken. Und nie sind wir empfänglicher für Botschaften über uns selbst als an der Schwelle des Mutterseins: So stark kann ich sein, so schwach darf ich sein - diese Selbsterkenntnisse aus der Zeit der Geburt bestimmen unsere allerersten Gefühle als Mutter, als Frau, die ein Kind geboren hat.

Von Ina May Gaskin, der US-amerikanischen Pionierin einer frauenfreundlichen Geburtshilfe, ist der berühmte Satz überliefert, dass man Qualität in der Geburtshilfe stets daran erkennen kann, ob sich die Gebärende wie eine Göttin fühlt. Tut sie das nicht, wird sie nicht richtig behandelt. Stellt sich die Frage: Wie fühlen sich Frauen bei uns unter der Geburt? Hier eine kleine Auswahl an Antworten junger Mütter:

"Ich habe mich stark wie eine Löwin gefühlt, als könnte ich alles schaffen!"

"Ich kam mir vor wie ein dummes Schulmädchen, das ohne Hilfe der Ärzte gar nichts gebacken kriegt."

"Ich habe mich wie eine Kriegerin gefühlt: mutig und zu allem bereit!"

"Ich fühlte mich total elend und alleingelassen, wie ein ausgesetztes Waisenkind."

"Nach meinem Kaiserschnitt fühle ich mich wie eine Versagerin, die nicht einmal geschafft hat, ihr Kind aus eigener Kraft zur Welt zu bringen."

"Ich fühlte mich wie ein Marathonläufer, der kurz vorm Ziel aufgeben will - und es dann mit letzter Kraft doch noch über die Zielgerade schafft!"

Diese Aussagen zeigen: Frauen erleben ihre Geburten nicht nur extrem unterschiedlich - ihr Geburtserleben prägt auch ihr Selbstbild. Empfinden sie sich als Kriegerin, Löwin oder Marathonläuferin, schwingt in diesen Beschreibungen Stärke und Ausdauer, Kraft und Selbstbewusstsein mit. Erleben sich Frauen hingegen bereits an der Schwelle zum Muttersein als Versagerinnen, empfinden sie die Geburt ihres Kindes als einen Mome

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen