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Depression - Raus aus der Abwärtsspirale Ein Ratgeber für Betroffene, Angehörige, Helfer und Interessierte. von Schmitt, Rainer (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 31.07.2015
  • Verlag: Schulz-Kirchner Verlag GmbH
eBook (ePUB)
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Depression - Raus aus der Abwärtsspirale

Depressionen gehören heute zu den häufigsten Erkrankungen in der westlichen Welt und sie breiten sich weiter aus. Woran das liegt, weiß niemand ganz genau. Obwohl es spezifische Risikofaktoren gibt, kann es jeden treffen. Nicht jedes Traurigsein ist aber mit einer Depression zu verwechseln, es gehört zu unserem normalen Gefühlsleben dazu, auch einmal bekümmert zu sein. - Länger anhaltende niedergedrückte Stimmung - Freud-, Interesse- und Gefühllosigkeit - Kraft- und Antriebslosigkeit jedoch sind Anzeichen einer ernsten Erkrankung. Sie wirken sich auf das gesamte Erleben und Funktionieren eines Menschen aus und führen in eine ausweglos erscheinende Abwärtsspirale. Der vorliegende Ratgeber zeigt Wege auf, wie Sie diesen Teufelskreis verlassen können und informiert Sie über: - Ursachen, Risiken und Formen/Verläufe einer Depression - Behandlungsmöglichkeiten dieser Erkrankung - Techniken, die Sie selbst anwenden können, um aus einer Depression herauszukommen - Techniken, wie Sie gesund bleiben können - Formulare zu Ihrer Unterstützung - Adressen und Literatur

Rainer Schmitt, M.A. Health Administration, Dipl. Ergotherapeut, ist seit 1992 in psychiatrischen Sektoren tätig und hat seit 2007 die Gesamtleitung Ergotherapie an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Bethel im Evangelischen Krankenhaus Bielefeld inne. Von 2001 bis 2008 war er nebenberuflich Dozent an einer Fachschule für Ergotherapie und zwischenzeitlich auch Gastdozent an der FH Nordhessen. Diverse Vortragstätigkeiten und ehrenamtliches Engagement im DVE runden sein Arbeitsgebiet ab. Seine fachlichen Schwerpunkte liegen in der stationären, teilstationären und ambulanten ergotherapeutischen Behandlung von Depressionen, Angst und Zwangserkrankungen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 72
    Erscheinungsdatum: 31.07.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783824899609
    Verlag: Schulz-Kirchner Verlag GmbH
    Größe: 837kBytes
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Depression - Raus aus der Abwärtsspirale

Formen und Verläufe von Depressionen

Wie schon erwähnt sind die Erscheinungsbilder der Depression vielfältig, sowohl in ihrer Symptomatik als auch in den Verläufen. Eine früher übliche Einteilung nach der vermuteten Ursache, ob sie von inneren - endogenen - Ursachen ausgelöst oder von äußeren Bedingungen her reaktiv bzw. neurotisch-fehlangepasst entstehen, ist heute überholt, weil das multifaktorielle Geschehen besser zur Erklärung dient. Stattdessen werden gemäß dem Einteilungssystem ICD-10 der WHO die Depressionsarten nach ihren Symptomen, ihrer Dauer und Schwere sowie ihrem Verlauf beschrieben. Zur Kategorisierung werden als Abkürzung Ziffernfolgen verwendet, beispielsweise steht F32.0 in der ICD-10 für eine Leichte depressive Episode. Solch eine Ziffernfolge finden Sie z. B. auf einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung Ihres Arztes, denn seine Diagnose muss immer eine ICD-10 Kategorie enthalten, wenn er seine Leistungen mit Kostenträgern abrechnen will.

Da in unserem Gesundheitssystem die Verwendung der ICD-10 (insbesondere bei psychischen Störungen) obligatorisch ist, beziehen sich alle weiteren Ausführungen auf dieses Klassifikationssystem.
TIPP: Einen schnellen Hinweis, was Ihr Arzt mit den Ziffern diagnostiziert hat, erhalten Sie, wenn Sie diese einfach in eine Internetsuchmaschine eintippen. Genau und offiziell nachzulesen ist die Diagnose unter www.dimdi.de , dem Dokumentationsinstitut des Bundesgesundheitsministeriums.
Depressionen zählen zu den sogenannten affektiven Störungen. Damit ist gemeint, dass sie in Zusammenhang mit Stimmungs- und Aktivitätsveränderungen stehen. Zu dieser Gruppe gehören auch Störungen, die sich in einer krankhaften Übersteigerung von Antrieb, Stimmung und Aktivitäten ausdrücken, die Manien, welche der Depression entgegengerichtete Symptome zeigen.

Es gibt ein Krankheitsbild, das beide affektiven Pole beinhaltet, die bipolaren affektiven Störungen mit wechselnden Phasen von depressiven und manischen Episoden. Kommen ausschließlich depressive oder manische Phasen vor, werden sie jeweils als unipolar bezeichnet.

Dieser Ratgeber befasst sich hauptsächlich mit den unipolaren Depressionen. Ein Exkurs zu den bipolaren Störungen und damit auch zur Manie ist dennoch erforderlich, weil sich manchmal Depressionen zum anderen Pol hin entwickeln können. Dieser Exkurs erfolgt im Unterkapitel "Weitere Depressionsarten".

Wann aber wird nun konkret von einer behandlungsbedürftigen Depression, im Unterschied zur Umgangssprache und normalen Stimmungsschwankungen, ausgegangen?

Als Voraussetzung für eine klinische, bedeutsame Depression gilt:

Dauer der Symptomatik: mindestens 2 Wochen ununterbrochen

Hauptsymptome liegen während der meisten Zeit des Tages vor:

Depressive Verstimmung/Niedergeschlagenheit

Verlust von Interesse und Freude

Verlust von Antrieb und Energie, hohe Ermüdbarkeit

Zusatzsymptome:

Verminderte Konzentration und Aufmerksamkeit

Vermindertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen

Selbstvorwürfe, Schuldgefühle

Pessimistische Zukunftsperspektiven

Suizidgedanken, Selbstverletzung oder Suizidhandlung

Schlafstörungen

Appetitverlust und Gewichtsveränderung

Psychomotorische Hemmung oder Agitiertheit

Der Schweregrad ergibt sich aus der Anzahl und der Kombination der Symptome:
Leichte Depression: mind. 2 Hauptsymptome und 2 Zusatzsymptome Mittelgradige Depression: mind. 2 Hauptsymptome und 3 bis 4
Zusatzsymptome Schwere Depression: Alle 3 Hauptsymp

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