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Gelenkerkrankungen Arthrose, Arthritis, Gicht, Rheuma. Alle wichtigen Behandlungsmethoden aus Schulmedizin, Naturheilkunde und Homöopathie. Vorbeugen, erkennen, therapieren, Spätfolgen verhindern von Rieger, Berndt (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.03.2016
  • Verlag: Herbig
eBook (ePUB)
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Gelenkerkrankungen

Der Schlüssel zu mehr Beweglichkeit und Lebensfreude: Schmerzende Gelenke sind in jedem Alter ein weitverbreitetes Übel. Doch was kann noch durch eine Änderung des Lebensstils gelindert werden und ab wann sind Medikamente oder gar eine Operation notwendig? Der Facharzt für Innere Medizin Dr. med. Berndt Rieger erklärt, wie man mit Naturheilkunde und Homöopathie Gelenkschmerzen beikommen kann. Er schildert ausführlich, welche Therapien bei Arthrose, Arthritis, Gicht und Rheuma möglich sind und erläutert aus langjähriger Praxiserfahrung, wie ganzheitliche Ansätze die klassischen Maßnahmen verstärken. Denn das Wichtigste für Patienten ist: alle Möglichkeiten ausschöpfen.

Dr. med. Berndt Rieger, Jahrgang 1962, ist Internist mit eigener, vorwiegend naturheilkundlicher Praxis in Bamberg und Autor erfolgreicher Gesundheitsratgeber. Bei Herbig sind erschienen 'Die Schilddrüse', 'Die Prostata', 'Venenschwäche', 'Bluthochdruck', 'Das Heilwissen der Mönche und Kräuterhexen', 'Hashimoto und Basedow', 'Der Schüßler-Salze-Stufenplan für Ihr Kind' und 'Schlaganfall'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 160
    Erscheinungsdatum: 18.03.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783776682465
    Verlag: Herbig
    Größe: 2533 kBytes
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Gelenkerkrankungen

Gesunde Gelenke

Wenn wir von Gelenken sprechen, meinen wir bewegliche Verbindungen zwischen einem oder mehreren Knochen. Davon gibt es in unserem Körper gleich mehrere Hundert, und ein großer Teil von ihnen sind einfache, "unechte" Gelenke, auch Haften genannt. Dabei handelt es sich um knorpelige oder bindegewebige Verbindungen, die übrigens aufgrund der Einfachheit ihrer Beschaffenheit sehr robust und nur selten von krankhaften Veränderungen betroffen sind. 99% der Gelenkbeschwerden spielen sich nämlich im Bereich der "echten" Gelenke ab. Diese haben einen Gelenkspalt, und die Enden der Knochen sind mit Knorpel überzogen, um Druck und Stoß auffangen und abfangen zu können. Zugleich müssen sie glatt sein, denn nur so sind geschmeidige Bewegungen möglich.

Die echten Gelenke sind entwicklungsgeschichtlich gesehen Neuentwicklungen, vielleicht nicht gerade Prototypen, kommen aber doch erst seit einigen Hundert Millionen Jahren bei Lebewesen vor und werden von der Evolution wahrscheinlich in Zukunft noch einige Updates erhalten müssen, um weniger krankheitsanfällig zu sein. Die gegenwärtige Konstruktion sieht so aus: Diese Gelenke haben eine bindegewebige Kapsel, die das Innere schützt und ihm auch eine gewisse mechanische Stabilität verleiht. Die Innenseite der Kapsel ist weich und feucht. Sie produziert die Gelenkschmiere, ein hoch kompliziertes Stoffgemisch, das nicht nur die Knorpeloberfläche glatt halten, sondern auch den Knorpel nähren soll. Die Gelenkschmiere in ihrer Menge und Zusammensetzung hat einen großen Einfluss auf das Wohlergehen eines Gelenks. Die Knochenenden sind mit einem Knorpel überzogen, zum Großteil handelt es sich dabei um hyalinen Knorpel, der chemisch gesehen zu 70% aus Wasser besteht, der Rest sind schwefelreiche, saure Proteoglykane, darunter die Hyaluronsäure. Der Knorpel hat keine Nerven und keine Blutgefäße, weshalb es für den Körper schwierig ist, Knorpelschäden zu registrieren und mit seinen Reparaturmechanismen zu beheben.

Wenn wir Gelenke, ihre Bedeutung und ihre Aufgaben für den menschlichen Körper verstehen wollen, sollten wir jetzt mal einen Schritt zurücktreten und einen Blick auf alle Lebewesen werfen, beginnend mit Einzellern, die entwicklungsgeschichtlich noch zwischen der Tier- und Pflanzenwelt stehen und aus denen heraus sich die Komplexität der Lebewesen dieser Erde entwickelt hat. Wir erkennen bei dieser Betrachtungsweise sehr rasch, dass das Leben auf der Erde über Hunderte Millionen von Jahren ganz ohne Gelenke auskam. In der Mehrzahl waren es Pflanzen, die sich an ihrem Standort verwurzelten, ihr Leben an dieser Stelle zubrachten und je nach Umfeldbedingungen gediehen oder verdarben. Sie konnten sich nur insofern differenzieren, als sie im Laufe der Zeit lernten, sich gegen Unwirtlichkeiten durch bestimmte Maßnahmen zu wappnen wie zum Beispiel durch die Einlagerung von Mineralien. Andere Maßnahmen bestanden darin, den Stoffwechsel so zu entwickeln, dass Farb- oder Lockstoffe entstanden, die manche Tiere anlockten, deren Beweglichkeit die Pflanzen für sich nutzen lernten. Oder es entstanden Giftstoffe, mit denen sich diese beweglichen Tiere abwehren ließen. Fortpflanzung und Ausbreitung dieser Pflanzenarten konnten nur stattfinden, indem man sich der Beweglichkeit des Windes anvertraute, seine Samen verstreute oder sie in Früchte packte, die von beweglichen Tieren gegessen und wieder ausgeschieden wurden.

Man kann sich den Neid einer Pflanze auf diese Fortbewegungsmöglichkeit der Tiere vorstellen, denn mit der Beweglichkeit ist eine höhere Form des Lebens möglich, tun sich für die Tiere, die damit ausgestattet sind, neue Horizonte auf, erschließen sich neue Welten. Die Beweglichkeit eines Lebewesens aber hängt direkt mit der Ausbildung von Gelenken zusammen, denn ohne sie wird man sich wie beispielsweise die Qualle im Wesentlichen Meeresströmen anvertrauen müssen, um weiterzukommen, oder man muss sich wie die Schnecke auf eine

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