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Gut leben mit Hashimoto Das ganzheitliche Selbsthilfeprogramm von Feldkamp, Joachim (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.12.2017
  • Verlag: Trias
eBook (ePUB)
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Gut leben mit Hashimoto

Schluss mit Mythen und Gerüchten. Wer Hashimoto-Thyreoiditis hat, weiß: Diese Autoimmunerkrankung zu behandeln, ist eine Herausforderung. Die chronische Entzündung führt erst zu einer Über-, dann zu einer Unterfunktion - und zu ganz unterschiedlichen Symptomen, was die Diagnose und Behandlung erschwert. Der renommierte Schilddrüsenexperte PD Dr. med. Joachim Feldkamp klärt Sie umfassend über das Erkrankungsbild auf und zeigt Ihnen, was Sie selbst für Ihre Schilddrüse tun können: - Soll ich Nahrungsergänzungsmittel nehmen oder nicht? - Bringt der Verzicht auf bestimmte Lebensmittel Besserung? - Was kann ich tun, wenn ich trotz Schilddrüsenhormongabe und guten Werten mit Müdigkeit, Depressionen, Gewichtszunahme oder Haarausfall kämpfe? PD Dr. med. Joachim Feldkamp, Chefarzt am Klinikum Bielefeld und 1. Vorsitzender im Beirat von Forum Schilddrüse e.V., setzt sich für die Aufklärung von Betroffenen von Schilddrüsenerkrankungen ein. Er hat tausende Patienten mit Hashimoto-Thyreoiditis behandelt. Ihm ist wichtig, mit falschen Fakten und Mythen rund um dieses Thema aufzuräumen und den Patienten kompetente Hilfe anzubieten. Er arbeitet mit Selbsthilfegruppen zusammen und kennt aus seiner täglichen Praxis die Fragen, Wünsche und Nöte der Patienten Neben seiner klinischen Tätigkeit und eigenen Forschungsprojekten arbeitet er in Kooperation mit der Arbeitsgruppe von Prof. Schott an der Universität Düsseldorf an den Grundlagen der Entstehung der Hashimoto-Thyreoiditis sowie deren Folgen für die Betroffenen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 144
    Erscheinungsdatum: 13.12.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783432104508
    Verlag: Trias
    Größe: 4510 kBytes
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Gut leben mit Hashimoto

1 Was ist eine Hashimoto-Thyreoiditis?

Die Hashimoto-Thyreoiditis gehört zu den gutartigen Erkrankungen der Schilddrüse. Benannt wurde sie nach dem japanischen Arzt Hakaru Hashimoto.

Hashimoto hat erstmals im Jahre 1912 in der Deutschen Medizinischen Wochenschrift über die Erkrankung berichtet. Der Begriff "Thyreoiditis" setzt sich aus dem griechischen Wort für "Schilddrüse", thyreoidea , und der Endung "itis" zusammen. Wird diese Endung an einen medizinischen Fachbegriff angehängt, ist von einer Entzündung die Rede. Dies trifft auch für die Hashimoto-Thyreoiditis zu. Diese Erkrankung führt zwar nicht zu den klassischen Zeichen einer Entzündung, wie wir sie von anderen Organen kennen. Eine Rötung, Fieber oder starke Schmerzen, wie sie sonst bei Entzündungen auftreten, sind nicht typisch. In der Schilddrüse lassen sich jedoch in der feingeweblichen Untersuchung unter dem Mikroskop viele weiße Blutkörperchen als Zeichen einer Organentzündung nachweisen. Neben der entzündlichen Veränderung der Schilddrüse liegt eine Aktivierung des Immunsystems vor. Es kommt zur Bildung von Abwehr-Eiweißen, die sich gegen Strukturen der Schilddrüse richten können - man spricht hier von einer Autoimmunreaktion. Die Folge kann dann eine Unterfunktion der Schilddrüse sein, die die typischen Beschwerden hervorruft.
1.1 In welchen Formen tritt Hashimoto auf?

Hashimoto beschrieb ursprünglich eine Schilddrüsenentzündung, die mit einer Vergrößerung des Organs einherging. Die autoimmun bedingte entzündliche Erkrankung der Schilddrüse, die wir in Deutschland mit dem Namen Hashimoto verbinden, wird im englischen Sprachraum meist nur als autoimmune Thyreoiditis bezeichnet. Dieser Begriff ist eigentlich treffender, da die Erkrankung nicht immer mit einer Schilddrüsenvergrößerung einhergeht. Viele Patienten mit einer Hashimoto-Thyreoiditis erleiden im Verlauf ihrer Erkrankung eine Unterfunktion der Schilddrüse. Das ist aber nicht immer so.

Bei einem Teil der Betroffenen werden nur die typischen Antikörper im Blut erhöht gemessen oder

es findet sich ein typischer Ultraschallbefund. Beide Gruppen haben meist keine Beschwerden.

Die Erkrankungsform, die Hakaru Hashimoto beschrieben hat, geht mit einer Struma (Schilddrüsenvergrößerung) einher. Sie kann bleibend sein oder im Verlauf dazu führen, dass die Schilddrüse schrumpft.

Die Form der autoimmunen Schilddrüsenerkrankung mit einer sich deutlich verkleinernden Schilddrüse wurde 1878 zuerst von William Miller Ord beschrieben. Der britische Arzt war also noch vor Hashimoto der eigentliche Erstbeschreiber der autoimmunen Schilddrüsenentzündung.

Zweifellos besteht eine Hashimoto-Thyreoiditis, wenn eine Unterfunktion bei gleichzeitig erhöhten Schilddrüsenantikörpern vorliegt. Aber auch bei normaler Schilddrüsenfunktion können die Antikörper erhöht sein. Von einer Hashimoto-Thyreoiditis spricht man erst, wenn die Antikörper ein Mehrfaches des oberen Normalwertes erreichen und gleichzeitig das typische Ultraschallbild vorhanden ist. Eine leichte Antikörpererhöhung allein kommt bei 5-7 % der Normalbevölkerung ohne Krankheitswert vor. Auch Menschen mit Schilddrüsenknoten weisen gelegentlich eine leichte Erhöhung der Antikörperwerte auf.
1.2 Wie häufig kommt Hashimoto vor?

Die Folge einer Hashimoto-Thyreoiditis ist oft die Unterfunktion der Schilddrüse. Die Hashimoto-Thyreoiditis ist fast die einzige Erkrankung, die bei Erwachsenen zu einer dauerhaften Unterfunktion der Schilddrüse führt. Andere Erkrankungen, die eine Unterfunktion verursachen, sind entweder angeboren und daher schon seit der Kindheit bekannt, oder sie sind absolute Raritäten. Insgesamt leiden in Deutschland zwischen 1 und 2 % der Bevölkerung an einer Schilddrüsenunterfunktion. Frauen sind etwa 10-mal häufiger von der Hashimoto

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