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Jede Geburt ist einzigartig 50 Geschichten über die elementarste Erfahrung des Lebens von Friedrich, Jana (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.03.2019
  • Verlag: mvg Verlag
eBook (ePUB)
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Jede Geburt ist einzigartig

Das unglaublichste Wunderwerk der Natur Die Geburt eines Kindes ist das wohl emotionalste Erlebnis im Leben einer Frau und stellt sie vor vielen Fragen. Die erfahrene Hebamme Jana Friedrich begleitet seit über zwanzig Jahren Frauen, die ihre Babys zu Hause, im Kreissaal, spontan oder durch einen Kaiserschnitt zur Welt bringen. In diesem Buch versammelt sie die bewegendsten Geburtsberichte: 50 verschiedene Frauen erzählen authentisch und ergreifend, welche Emotionen, Gedanken, aber auch Schwierigkeiten sie begleitet haben. Mit ihren einfühlsamen und fundierten Erklärungen zu den Berichten hilft Jana Friedrich schwangeren Frauen, sich auf das einzigartige Ereignis einzustellen oder auch die bereits erlebte Geburt zu verarbeiten. Die kraftvollen Fotografien der Geburtsfotografin Josephine Neubert unterstützen werdende Mütter und Väter, sich auf das Unvorhersehbare einzulassen - gelassen und in freudiger Erwartung. Das Buch umfasst darüber hinaus: - eine Anleitung für den persönlichen Geburtsplan, - einen praktischen Fragebogen für den ersten Besuch in der Klinik oder im Geburtshaus, - eine Traumgeburtskarte, in der die eigenen Wünsche für die Geburt festgehalten werden. Die Arbeitsblätter helfen dabei, die eigenen Gedanken für die Geburtsvorbereitung in der Schwangerschaft zu ordnen, die Angst vor der Geburt in den Griff zu bekommen und alle wichtigen Informationen stets griffbereit zu haben. Mit einem Vorwort von Nora Imlau Jana Friedrich arbeitet seit 1998 als Hebamme. Sowohl in der Freiberuflichkeit, als auch in der Klinik, betreut sie tagtäglich Familien in der Vorsorge, bei Geburtsvorbereitungskursen, durch die Geburt und im Wochenbett. Seit 2012 bloggt sie, sehr erfolgreich auf Hebammenblog.de. Ihr erstes Buch 'Das Geheimnis einer schönen Geburt' erschien 2017. Sie lebt mit ihrer Familie in Berlin.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 18.03.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783961213030
    Verlag: mvg Verlag
    Größe: 8438 kBytes
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Jede Geburt ist einzigartig

Spontangeburt ohne Interventionen - "normale Geburt"

Eine Spontangeburt ohne Interventionen wie dem Legen einer PDA (Periduralanästhesie) oder einem Dammschnitt bezeichnet man als "normale Geburt". Aber was ist schon normal? Laut Duden bedeutet "normal": "der Norm entsprechend, vorschriftsmäßig" oder "so beschaffen/geartet, wie es sich die allgemeine Meinung als das Übliche, Richtige vorstellt".

Die Vorstellung von Geburt in unserer Gesellschaft wird im Laufe unseres Lebens stark negativ geprägt. Für Kinder (das weiß ich aus meiner Aufklärungsarbeit mit Grundschülern) ist Geburt noch etwas Tolles, ganz Normales, worauf man sich freut. Es ist der erste Geburtstag eines Menschen. Etwas, das man feiert. Alle Verwandten und Freunde nehmen Anteil, und es gibt Geschenke. Geburt ist daher erst einmal komplett positiv besetzt.

Kurze Zeit später, in der Pubertät (ich unterrichte auch an weiterführenden Schulen), hat sich diese Einstellung schon grundlegend geändert. Nun wird die Geburt als etwas Unheimliches gefürchtet. Etwas, das mit großen Schmerzen verbunden ist und Verletzung oder sogar den Tod mit sich bringen kann.

Die Paare, die mir schließlich im Geburtsvorbereitungskurs begegnen, fürchten den kompletten Kontrollverlust. "Wenn ich dann nicht mehr in der Lage bin, Entscheidungen zu treffen, soll mein Partner das für mich tun" ist eine häufige Aussage von Frauen im Vorfeld einer Geburt. Außerdem haben sie oft Angst vor den starken Schmerzen.

Die meisten Menschen stellen sich eine Geburt so vor, wie sie in Filmen sehr oft fälschlich dargestellt wird: Die erste Wehe kommt oder die Fruchtblase platzt, und sofort ist die Frau nicht mehr sie selbst. Sie schreit, kreischt, kann nicht mehr laufen - in Filmen werden Frauen fast immer auf einer Liege über die grell beleuchteten Krankenhausflure geschoben - und stoßen wilde Verwünschungen aus, während sie kratzen, beißen oder ihren Partnern die Hände zerquetschen. Kein Wunder, dass der Arzt (Hebammen kommen in Filmen selten vor) die Führung dieses potenziell gefährlichen Prozesses übernehmen muss. Es wird also ein Zugang gelegt, um die schreiende Frau mit einem Schmerzmittel zu besänftigen. Dann braucht sie natürlich einen Wehentropf. Der Körper macht also nichts richtig. Sie wird auf einen gynäkologischen Stuhl gelagert und mit grünen Tüchern abgedeckt, als wäre sie unhygienisch. Dabei ist eine Geburt bei Weitem kein steriler Akt. Während der Mann längst vor dem Schauspiel der weiblichen Urkraft kollabiert ist, wird die Frau (die offensichtlich von alleine gar nichts merkt) angeschrien, sie möge jetzt mal pressen, pressen, PRESSEN! Dann entwickelt der Gott in Weiß (oder Grün) in Komplettvermummung das Baby. Beide Partner nehmen verliebt das unglaublich glatte, rosige Neugeborene entgegen (jetzt mit Weichzeichner und Geigenklang) und sind dem Arzt natürlich unendlich dankbar, dass er ihnen und ihrem Kind das Leben gerettet hat. Alleine hätten sie das nie geschafft.

Es gibt sicher Geburten, die so oder ähnlich verlaufen. Normal ist das aber eigentlich nicht.

Definition der normalen Geburt (nach Weltgesundheitsorganisation/WHO): "Unter normaler Geburt versteht man eine physiologische Geburt, die spontan beginnt, sich im effektiven Rhythmus zwischen Wehen und Wehenpausen von alleine entwickelt und bei der sich somit ohne fremdes Eingreifen der Muttermund öffnet, das Kind durch unwillkürlichen Pressdrang geboren wird." 3

Das bedeutet, eine normale Geburt benötigt keinerlei Interventionen. Der Körper "weiß", was er zu tun hat. Eine Frau kann durchaus noch laufen, sitzen, stehen oder liegen, wenn die Wehen begonnen haben. Sie wird sich das aussuchen, was ihr guttut - ganz instinktiv und natürlich. Sie kann sagen, was sie braucht und was nicht. Da die werdende Mutter all ihre Kraft braucht, um sich auf die Wehen zu konzentrieren, wird sie ihre Worte nicht immer so wohl wählen, wie sie das sonst

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