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Schluss mit Schlafproblemen So verbessern Sie Ihre Schlafqualität und Ihr Wohlbefinden von Jahn, Ruth (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.05.2014
  • Verlag: Beobachter-Edition
eBook (ePUB)
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Schluss mit Schlafproblemen

Rund 25 Jahre seines Lebens verschläft der Mensch. Und das ist gut so, denn Schla fen macht klug, schlank und gesund. Doch jede dritte Person in der Schweiz klagt über Schlafprobleme - Frauen deutlich häufiger als Männer. Dieser Beobachter-Rat geber zeigt den Weg zum erholsamen Schlaf: mit der richtigen Schlafumgebung, besserem Umgang mit Stress, Gedankenstopp und weiteren Tricks für die Nacht. Wie viel Schlaf braucht der Mensch und was verhilft zur erholsamen Ruhe? Die Autoren vermitteln spannende Hintergründe, überraschende Erkenntnisse und das Neueste aus der Arbeit des Zentrums für Schlafmedizin am Inselspital Bern. Sie räumen mit gängigen Vorurteilen auf und zeigen, wie sich der Schlaf im Lauf des Lebens wandelt und dass mehrmaliges Aufwachen in der Nacht dazugehört. Dieses Buch macht Mut - denn die meisten Schlafstörungen lassen sich gut behan deln, ohne dass man gleich zur chemischen Keule greift. Selbsthilfe bringts!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 14.05.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783855695898
    Verlag: Beobachter-Edition
    Größe: 7503 kBytes
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Schluss mit Schlafproblemen

Was während des Schlafs im Körper passiert

Während wir schlummern, durchlaufen wir mehrere Schlafphasen: vom Halbschlaf über den Leicht- und Tiefschlaf bis zum REM-Schlaf - und wieder von vorn. Dabei sind wir nur scheinbar inaktiv.

Schlaf ist kein passiver Zustand. Im Körper finden verschiedenste Aufbau- und Regenerationsprozesse statt, Hormone werden gebildet, Nahrung wird verdaut und auch das Immunsystem ist nachtaktiv. Das Gehirn arbeitet besonders intensiv weiter - aber ganz anders als am Tag.

Gehirn und Körper ruhen nicht

Das schlafende Gehirn arbeitet in manchen Schlafphasen reger als im Wachzustand. Es sortiert und verarbeitet Eindrücke und Gefühle des Tages, beschäftigt sich mit neu Gelerntem und verknüpft dieses mit Bekanntem, löscht Unwichtiges. Zeitweilig träumt die Schläferin, und Bilder kommen und gehen vor ihrem geistigen Auge.

Das Immunsystem entrümpelt den Körper auch nachts permanent. Schlafen hilft, gesund zu bleiben, und unterstützt die Genesung. Umgekehrt macht Schlafmangel anfälliger für Infekte (siehe Seite 18).

Verdauen im Schlaf

Ohne Schlaf hätten wir vermutlich auch Probleme mit der Verdauung. Denn es gibt zwei Arten von Verdauung: die Erst- und die Endverdauung. Die Endverdauung findet fast ausschliesslich während des Schlafs statt; sie startet erst Stunden nach der letzten Mahlzeit. Dabei wird der Nahrungsbrei, der bereits den Magen passiert hat, zu Ende verdaut. Die Magensaftsekretion stoppt dann weitgehend, dafür sind Leber, Darm und Niere besonders gut durchblutet, und im unteren Verdauungstrakt werden aus der Nahrung Bausteine und Energie für Körper und Geist bereitgestellt. Schichtarbeitende, die nachts arbeiten und essen, anstatt zu ruhen, klagen deshalb oft über Probleme mit Magen oder Darm (siehe Seite 162).

Gedrosselte Funktionen

Wie eine Art Dimmer wirkt Schlaf auf den Kreislauf : Der Atemrhythmus wird flacher und regelmässiger, besonders im Tiefschlaf. Das Herz legt vor allem in der ersten Nachthälfte den Schongang ein; Puls und Blutdruck sinken deutlich ab (ausser im REM-Schlaf, siehe Seite 43). Diese nächtliche Schonzeit ist für Herz und Kreislauf besonders gesund. Das zeigt eindrücklich der umgekehrte Fall - zum Beispiel beim krankhaften Schnarchen, wenn der Schlaf von Atemaussetzern permanent unterbrochen wird. Die Betroffenen haben ein deutlich erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Hirnschlag (siehe Seite 184).

Während wir nachts schlafen, schraubt sich auch die Körpertemperatur herunter. Diese schwankt im Lauf von 24 Stunden um etwa eineinhalb Grad Celsius. Tagsüber steigt die Temperatur an. Abends, etwa um 18 Uhr, erreicht sie ihr Maximum. Anschliessend sinkt sie ab und man wird müde. In den frühen Morgenstunden sind Menschen deutlich kälter als beim Einschlafen. Steigt die Körpertemperatur morgens langsam wieder auf normale Betriebstemperaturen, erwachen die Lebensgeister.

Bereits kurz nach dem Einschlafen werden auch die Urinproduktion in den Nieren und das Hungergefühl stark gedrosselt, ebenso das Schmerzempfinden.

Nachthormon Melatonin

Viele Hormondrüsen des Körpers laufen im Schlaf auf Hochtouren: Das Hormon Melatonin wird bei nächtlicher Dunkelheit in der Epiphyse, der Zirbeldrüse im Gehirn, gebildet. Tageslicht, das auf die Netzhaut des Auges gelangt, hemmt die Fabrikation. Auch Kunstlicht (vor allem der Blauanteil) stört die Hormonproduktion. Melatonin macht Menschen schläfrig. Zu wenig davon - wegen zu viel Licht - kann am Schlafen hindern. Deshalb kommt der Wirkstoff auch als Medikament bei Schlafstörungen älterer Menschen zur Anwendung und wird bei Jetlag eingesetzt (siehe Seite 139).

Ein Schlafhormon ist Melatonin aber nicht unbedingt. Es ist vielmehr ein Nachthormon, das die Informationen zur Zeit, insbesondere zur Dunkelheit, liefert: Während es Menschen schläfrig macht, hat es bei nachtaktiven Tier

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