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Wege aus der Schmerzspirale Verstehen, annehmen, loslassen -chronische Schmerzen ganzheitlich behandeln von Zimmermann, Dorit (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.06.2020
  • Verlag: mvg Verlag
eBook (ePUB)
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Wege aus der Schmerzspirale

Menschen mit chronischen Schmerzen haben einen hohen Leidensdruck. Zu der körperlichen Einschränkung kommen oftmals Depressionen sowie Angst- und Schlafstörungen. Dorit Zimmermanns einzigartige Behandlungsmethode verbindet die Homöopathie mit der biografisch-systemischen Verhaltenstherapie: ein ganzheitlicher Ansatz, der körperliche und seelische Aspekte gleichermaßen berücksichtigt. Fundiert und verständlich klärt sie über therapeutische Wege auf und zeigt, wie es gelingt, den Schmerz anzunehmen, sich mit ihm auseinanderzusetzen und den Fokus auf andere Lebensinhalte zu lenken - für eine sanfte Hilfe ohne Nebenwirkungen. Dorit Zimmermann ist Heilpraktikerin mit eigener Praxis für Klassische Homöopathie und Psychotherapie in Gräfelfing bei München mit dem Schwerpunkt Schmerztherapie. Sie ist ausgebildet in Klassischer Homöopathie, Phytotherapie, Mykotherapie und Psychotherapie. Zudem ist sie als Medizinjournalistin und Redakteurin der Zeitschrift Homöopathie tätig. Von ihr sind bereits mehrere Bücher erschienen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 256
    Erscheinungsdatum: 14.06.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783961215089
    Verlag: mvg Verlag
    Größe: 797 kBytes
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Wege aus der Schmerzspirale

Praxis

Ärztliche Therapie bei chronischen Schmerzen

Die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) hat verbindliche Leitlinien für den Umgang mit chronischen Schmerzen erarbeitet. 14 Zielgruppe sind Menschen mit anhaltenden Schmerzen nicht tumorbedingter Ursache, die seit mindestens drei Monaten bestehen. Die Leitlinien wenden sich in erster Linie an Allgemeinmediziner und Hausärzte. Es wird davon ausgegangen, dass chronische Schmerzen nicht heilbar sind. Ziel ist es folglich, die Patienten umfassend zu betreuen: medizinisch, psychotherapeutisch und physiotherapeutisch. Komplementärmedizinische Maßnahmen werden nicht berücksichtigt. Da die schulmedizinische Schmerztherapie begleitend zu letzteren Verfahren lindernd und entlastend wirken kann, soll sie im Folgenden vorgestellt und erläutert werden.
Medikamentöse Schmerztherapie - Möglichkeiten und Grenzen

Zur Linderung akuter Schmerzen stehen, je nach Schwere, Ursache und Ausprägung, unterschiedliche Wirkstoffe zur Verfügung. Im Fall chronischer Schmerzen sind diese Medikamente nur bedingt empfehlenswert. Eine Heilung im Sinne dauerhafter Schmerzfreiheit ist mit keinem der Wirkstoffe möglich. Sie können nur palliativ eingesetzt werden, um akute Schübe abzufangen oder schwer beziehungsweise unheilbar erkrankte Patienten von ihren Schmerzen zu befreien oder diese merklich zu lindern. Leidet ein Patient unter einer somatoformen Schmerzstörung, müssen andere Wege gewählt werden beziehungsweise es muss verantwortungsvoll abgewogen werden, ob die positiven Effekte des Medikaments die Nebenwirkungen rechtfertigen. In diesem Fall ist es zwingend notwendig, einen erfahrenen Schmerzmediziner aufzusuchen, der das richtige Mittel oder die passende Mittelkombination in der geeigneten Dosierung verordnet. In größeren Städten gibt es mittlerweile ausgewiesene Schmerzambulanzen, in denen interdisziplinär gearbeitet wird (siehe "Multimodale Schmerztherapie", Seite 109 ff.). Da es sich bei chronischen Schmerzen in der Regel um ein multifaktorielles Geschehen handelt, bei dem neben dem reinen Schmerzerleben auch Angst und Depressivität eine Rolle spielen, kommen häufig neben reinen Schmerzmitteln auch Koanalgetika zum Einsatz, die eigentlich eine andere Indikation haben, aber ebenfalls schmerzlindernd wirken. Dazu zählen neben Antidepressiva, Anxiolytika (= Angstlöser) und Antikonvulsiva auch die stark antientzündlichen Glucocorticoide - Steroidhormone, die in erster Linie bei rheumatischen Schmerzen verordnet werden. Zur Linderung chronischer Nervenschmerzen werden in der Regel Neuroleptika verschrieben, die ursprünglich zur Behandlung psychotischer Störungen entwickelt wurden.
Nicht-Opioid-Analgetika

Die große Gruppe der Nicht-Opioid-Analgetika eignet sich zur Behandlung leichter bis mittelstarker Schmerzen. Sie werden unterteilt in ...

saure antiphlogistische (antientzündliche) und antipyretische (fiebersenkende) Analgetika,

nicht saure antipyretische Analgetika sowie

Analgetika ohne antiphlogistische und antipyretische Eigenschaften.

Zu den sauren Analgetika zählen nicht steroidale Antirheumatika (NSAR) wie Acetylsalicylsäure und ihre Abkömmlinge (Diclofenac, Ibuprofen und Naproxen), die aufgrund ihrer antientzündlichen Wirkung vor allem bei rheumatischen Schmerzen eingesetzt werden, die mit akuten Entzündungen einhergehen.

Zu den nicht sauren antipyretischen Analgetika, die nur schwach entzündungshemmend wirken, gehören Paracetamol, Metamizol und die Gruppe der Coxibe (selektive Cyclooxygenase-2-Hemmer), die wegen ihrer mitunter beträchtlichen Nebenwirkungen wie einem erhöhten Herzinfarktrisiko zum Teil wieder vom Markt genommen wurden.

Zur Gruppe der nicht opioiden Analgetika ohne antiphlogistische und antipyretische Eigenschaften gehört der Wirkstoff Flupirtin, ein Muskelrelaxan

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