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Weidenkörbe flechten Schritt für Schritt von Ridgeon, Jonathan (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.09.2016
  • Verlag: HEEL Verlag
eBook (ePUB)
12,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Weidenkörbe flechten

Korbflechten liegt wieder voll im Trend. Es ist nicht nur ein kreatives Hobby, sondern auch sehr nützlich. Bushcrafter und Kursleiter Jonathan Ridgeon führt durch eine Reihe einfacher Schritt-für-Schritt-Projekte, die grundlegende Fähigkeiten und Techniken sowie unterschiedliche Flechtarten lehren.
Sie brauchen keine Vorkenntnisse und werden mit mehr als 280 Fotos und Abbildungen vom ersten Handgriff bis zum fertigen Korb durch jedes Projekt geführt. Neben dem 'ersten Korb' werden ein Einkaufskorb, ein Korb für Feuerholz, ein Werkzeugkorb und ein Erntekorb detailliert gezeigt. Jonathan arbeitet mit klassischen Ideen, interpretiert diese aber gerne auch mal neu und bringt einen frischen Wind in das Weidenflechthobby.

Jonathan Ridgeon verbrachte die meiste Zeit seiner Kindheit in der Natur. Auch in den folgenden Jahren ließ das Interesse nicht nach und so begann er sich mit Bushcraft und altem Handwerk zu beschäftigen. Seit 2015 lebt John als Selbstversorger in den Wäldern Norwegens.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 144
    Erscheinungsdatum: 30.09.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958433953
    Verlag: HEEL Verlag
    Größe: 25982kBytes
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Weidenkörbe flechten

Weide als Flechtmaterial

Kulturweide

Die meisten Weidenarten, die für die Korbflechterei kultiviert werden, wurden speziell zu diesem Zweck gezüchtet und liefern ungemein biegsames und belastbares Material, das sich sogar zu Zöpfen flechten oder zu Knoten binden lässt. Es gibt verschiedene Sorten, so erfreut sich beispielsweise die Mandelweide (Salix triandra L.) großer Beliebtheit.
Weidenruten aufbereiten

Nach dem Schneiden werden die Ruten üblicherweise aufbereitet bzw. weiterverarbeitet. Es gibt verschiedene Methoden, die unterschiedliches Flechtmaterial erzeugen. Im Handel werden meist folgende Materialien angeboten: naturbraun (ungeschält, getrocknet), gesotten (gekocht und geschält) und weiß (ungekocht geschält). Darüber hinaus gibt es noch frisch geschnittene, und somit gänzlich unbehandelte Weide, sowie eine ungeschälte, aber kurz überbrühte, Variante.

Braune Naturweide: "Braun" ist irreführend, denn die Farbe der Rinde hängt von der Weidenart ab und kann recht unterschiedlich sein. Es handelt sich schlicht um getrocknete ungeschälte Weide. Manche Korbmacher sprechen auch von "grüner" oder "roher" Weide, obwohl sie, genau genommen, nicht mehr "grün" sondern eben gut durchgetrocknet ist.

Gesottene Weide: Diese Weide wird mehrere Stunden lang gekocht und dann maschinell geschält. Durch das Kochen wird die Gerbsäure in der Rinde freigesetzt, durch welche die geschälten Ruten eine orange-braune bis rötliche Färbung annehmen - mitunter liest man deshalb auch "rotgesotten".

Weiße Weide: Diese cremefarbene Weide wird geschält, ohne sie vorher zu kochen. Das ist nur in einem bestimmten Zeitraum im Frühjahr möglich, wenn die Ruten wieder treiben. Zum Entrinden wird ein spezielles Werkzeug verwendet, eine sogenannte Schälklammer, die im Grunde aus zwei parallelen Metallzinken besteht. Die Weidenrute wird zwischen den Zinken durchgezogen - eine mühsame Arbeit, die sich in Preis und Angebot niederschlägt.

Frisch geschnittene Weide: Gänzlich unverarbeitet, sozusagen wirklich noch "grün", weder getrocknet noch geschält. Die Weide wird geerntet und sofort weiterverkauft, noch bevor sie trocknen kann. In diesem Zustand eignet sie sich nicht zum Korbflechten, weil sie beim späteren Trocknen erheblich schrumpft und sich das Korbgeflecht stark lockern würde.

Dampfbehandelte ungeschälte Weide: Bei dieser in unseren Breiten eher selten angebotenen Variante (im englischen Sprachraum spricht man von "steamed willow"), wird Naturweide kurz gekocht bzw. gedämpft, damit sich die Rinde nicht löst und dennoch die Gerbsäure freigesetzt wird. Diese Prozedur verleiht den Ruten eine sehr schöne Färbung von glänzender dunkler Schokolade. Zudem verkürzt sich die Einweichzeit im Vergleich zu ungekochter Weide.
Weide kaufen

Meist werden Weidenruten nach ihrer Länge sortiert und entsprechend gebündelt angeboten. Verkauft werden die Bünde nach Gewicht, eine Bestellung könnte beispielsweise lauten: Weiden, rotgesotten, 120 cm lang und 5 kg schwer. Oft wird auch angegeben, wie viele Ruten pro Bund oder Kilogramm ungefähr zu erwarten sind.

Zu beachten ist, dass die Längenangabe nur ein ungefährer Wert ist und nicht alle Weidenruten eines nach Länge sortierten Bunds exakt dieselbe Länge aufweisen. So kann die Rutenlänge in einem 120er Bund durchaus von 90-120 cm reichen oder in einem 160er Bund von 120-160 cm.

Wer Weide kommerziell anbaut, bietet meist auch die Möglichkeiten an direkt vor Ort einzukaufen oder per Telefon oder Internet zu bestellen und sich die Ware liefern zu lassen.
Auf verschiedene Weise behandelte Weide. Von links nach rechts: naturbraun (ungeschält), dunkelbraun bzw. "steamed" (ungeschält), gesotten (geschält), weiß (geschält).
Bünde mit nach Länge sortierter Weide.

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