text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Fotografie mit der Olympus OM-D E-M1 Inspiration und Stilfindung für brillante Bilder mit der E-M1 von Wagner, Reinhard (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.07.2014
  • Verlag: Franzis
eBook (PDF)
14,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Fotografie mit der Olympus OM-D E-M1

Die E-M1 ist eine komplexe Kamera, die beherrscht werden will, dem Fotografen aber im Gegenzug schier unendliche Möglichkeiten in die Hand legt und mit einer Bildqualität belohnt, so wie der Profi sie erwartet. Lassen Sie sich von dem, was die Kamera kann, zu Bildideen inspirieren, und setzen Sie diese um. Sie erhalten Bildergebnisse, die Sie so aus keiner anderen Kamera bekommen können. Das weltweit modernste Line-up an FT- und MFT-Objektiven, rasend schneller Autofokus, optimierter Live-MOS-Sensor, TruePic-VII-Bildprozessor, WiFi-Kontrolle mit dem Smartphone und vieles mehr - eine Top-Ausstattung, die keine Wünsche offen lässt. Sie wollen alles aus Ihrer E-M1 herausholen? Dann sind Sie hier richtig. Olympus-Enthusiast Reinhard Wagner legt seine Karten auf den Tisch und führt Sie in das professionelle Arbeiten mit der E-M1 ein. Lassen Sie die Kamera zu einem dritten Auge werden, fangen Sie an, die Welt so zu sehen, wie die E-M1 sie zeigen kann - ob verstärkte Farben oder Kontraste, entsättigt, als Time-Lapse-Video oder einfach nur Schwarz-Weiß. Bilder können die Welt bewegen. Machen Sie welche!

Reinhard Wagner, Jahrgang 1963, macht seit 1981 mit Unter- brechungen Zeitungsarbeit, setzt dabei seit 1999 auch Digital- kameras von Olympus ein und dreht Kurzfilme. Technischen Hintergrund erhielt er an der Universität Erlangen und der Fachhochschule Regensburg. Seit 2008 leitet er neben seinem 1995 gegründeten Verlag auch die Website oly-e.de, eines der größten Foren zu Olympus im deutschsprachigen Raum.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 28.07.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783645203562
    Verlag: Franzis
    Größe: 30268 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Fotografie mit der Olympus OM-D E-M1

3

Autofokus sicher im Griff

Mit der E-M1 hat Olympus ein völlig neues Autofokussystem auf den Markt gebracht, das aus mehreren Komponenten besteht. Alle diese Komponenten haben spezielle Eigenschaften und beeinflussen damit die Art, wie die Kamera ihre Objektive ansteuert. Sie haben unterschiedliche Beschränkungen, Vorteile und Fallstricke. Falsche oder übertriebene Erwartungen an den Autofokus sind die Frustquelle Nummer eins im Umgang mit der E-M1. Frust ist hier aber nicht notwendig, die AF-Systeme sind beherrschbar und können ausgezeichnete Ergebnisse liefern.

Sonnenaufgang mit Morgennebel. Hier ist auch der Autofokus der E-M1 auf verlorenem Posten: Es gibt nirgendwo Kontrastkanten, lediglich die Bäume im Vordergrund sind eingeschränkt brauchbar. Dieses Bild ist mit dem Szeneprogramm Sonnenuntergang gemacht, das ab Werk alle AF-Punkte aktiviert. Damit ist das Bild gut zu machen.

40 mm f/11 1/640 s ISO 200
S-AF mit Kontrasterkennung

Wenn Sie ein MFT-Objektiv anschließen, etwa ein 12-40 mm f/2,8 oder ein 75 mm f/1,8, wird zur Fokussierung automatisch der Kontrastautofokus verwendet, den Olympus mit dem Akronym FAST bezeichnet. Das steht für "Frequency Acceleration Sensor Technology" und bedeutet, dass der Kontrastautofokus mit einer Frequenz von bis zu 240 Bildern pro Sekunde das Bild des Sensors analysiert und das Objektiv entsprechend ansteuert. Dadurch kann das Objektiv ohne wahrnehmbares Ruckeln scheinbar direkt den Fokuspunkt ansteuern. Das Ergebnis ist ein extrem schneller und exakter Autofokus.
Funktionsweise

Beim Kontrastautofokus der E-M1 wird der durch den grünen Rahmen angezeigte Teil des Sensors von der AF-Erkennung auf Kontrastkanten untersucht, also auf Bereiche, die Unterschiede zwischen hell und dunkel aufweisen. Dann geht eine Mitteilung an das Objektiv: Mache einen kleinen Schritt in Richtung Unendlichstellung - oder, wenn es bereits dort ist, in Richtung Nahstellung. Nun wird wieder untersucht: Sind die Kontrastkanten schärfer geworden? Wenn ja, ist das Objektiv in der richtigen Richtung unterwegs, und es wird erneut ein Schritt vorgenommen. Das passiert so lange, bis die Kontrastkante wieder breiter wird. Dann springt das Objektiv zum letzten scharfen Schritt zurück, und die Kamera erkennt: Maximale Schärfe erreicht!

So narrensicher das klingt - dieses Vorgehen hat ein paar Fallstricke:

Zuerst einmal kann das AF-Feld ja relativ groß sein, deshalb hat die E-M1 eine definierte Reihenfolge, in der das AF-Feld nach Kontrastkanten abgesucht wird: Es wird in der Mitte begonnen, dann wird nach außen hin weitergesucht. Eine Kontrastkante in der Mitte hat Vorrang vor einer gleichwertigen Kontrastkante am Rand des Felds. Das Schlüsselwort ist hier allerdings "gleichwertig". Und was der Autofokus als bessere oder schlechtere Kontrastkante erkennt, muss nicht damit identisch sein, was Sie als Fotograf als solche erachten.

In einem Feldlager eines Mittelaltermarkts auf der Saldenburg. Hier muss der Fokus exakt gesetzt werden, damit man nicht etwa den Soldaten im Hintergrund, die Balliste oder gar den Busch links erwischt. Für den Autofokus sind alle Motive, mit Ausnahme des sich bewegenden Soldaten, sehr attraktiv. Einfach nur draufhalten geht hier nicht, trotz des schnellen und exakten Fokus.

75 mm f/1,8 1/25 s ISO 800

Zudem kann der Autofokus auch nicht zwischen "vorne" und "hinten" oder "bildwichtig" und "unwichtig" unterscheiden. Er nimmt die Kontrastkante, die er am schnellsten und sichersten erreichen kann.

HYPERFOKALDISTANZ

Die "HyFo" ist die Entfernung, die, wenn auf sie scharf gestellt wird, zur Folge hat, dass im resultierenden Bild alles von der halben Distanz bis zum Unendlichen hinreichend scharf ist. Hinreichend bedeutet hier, dass in diesem Bereich der zulässige Zerstreuungskreis nicht überschritten

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen