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Kreative Modelfotografie Originelle Low-Budget-Lösungen für drinnen und draußen von Lior, Jamari (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.07.2016
  • Verlag: dpunkt
eBook (ePUB)
15,99 €
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Kreative Modelfotografie

Sie suchen Inspirationen und Ideen für die Modelfotografie? Dass abwechslungsreiche Modelfotografie - gleich ob für Einsteiger oder Berufsfotografen - keineswegs kostspielig sein muss, zeigt Ihnen Fotografin und Medienanthropologin Jamari Lior. Die Einspartricks und -tipps in diesem Buch beziehen sich auf die Bereiche Ausrüstung, Kostüm, Requisite, Location und Bearbeitung. Ein zusätzlicher Vorteil der beschriebenen Sparlösungen liegt in der Herausforderung Ihrer Kreativität und dem damit verbundenen Spaß an der Modelfotografie. Anhand der zahlreichen Fotos demonstriert die Autorin, dass beeindruckende Inszenierungen nicht unbedingt das Ergebnis teurer Ausstattung oder aufwändigen Equipments sein müssen. Separate Textboxen geben dem Leser kompakte Ratschläge für die praktische Arbeit an die Hand. Zahlreiche Blicke hinter die Kulissen runden das Buch ab. Aus dem Inhalt: - Das ideale Model und wie man es findet - Preiswerte Technik - Taschenlampen, Baustrahler, Blitzlicht etc. - Kostüme einkaufen, organisieren oder selbst designen - Make-up - kreative Visagistik und Bodypainting -Models mit Requisiten in Szene setzen - Outdoor oder Indoor - die passende Location fürs Shooting - Unkonventionelle Ideen für die Bildgestaltung - Fotografieren und Bearbeiten - aufeinander abgestimmt - Die eigenen Bilder bewerten und zu neuen Inspirationen gelangen Jamari Lior stand zunächst selbst bei zahlreichen Shootings als Model vor der Kamera und wechselte dann die Perspektive. Als promovierte Medienethnologin betrachtet sie die theoretische Seite der Fotografie, als freiberufliche Fotografin beherrscht sie die praktisch-gestalterische Seite der inszenierten Menschenfotografie. Sie unterrichtet medienbezogene Themen an verschiedenen Institutionen und ist Redakteurin eines bekannten Fotomagazins. Sie hat die Bücher 'Modelfotograf werden' und 'Besondere Techniken der Modelfotografie' sowie die DVD 'Praxistraining Fotografie: Posing' veröffentlicht. Beim dpunkt.verlag ist sie Autorin des Buchs 'Inszenierte Peoplefotografie'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 07.07.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864919480
    Verlag: dpunkt
    Größe: 75685 kBytes
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Kreative Modelfotografie

02
Technik: Taschenlampen, Baustrahler und Blitze

Wie findet man seine optimale Technik? Und das, ohne gleich tief in die Tasche greifen zu müssen?

2-1: Ein stark weitwinkliges Objektiv ermöglichte diese Aufnahme - ich stand mit den Füßen auf dem Steinring.

An der Technik können Sie am besten sparen, wenn Sie sich klar sind, was Sie wollen, wenn Sie also Ihren Stil bereits entwickelt haben.

Wählen wir als Beispiel einen Fotografen, der am liebsten Modelle in neue Hintergründe montiert. Er benötigt dafür keine besonders ISOstarke Kamera, das heißt eine Kamera, bei der der Sensor so angelegt ist, dass er bei höheren ISO-Werten nicht zu stark verrauschten Bildern führt. ISO-Stärke dürfte ihm gleich sein, da er vermutlich viel im Studio mit Blitzanlage arbeitet und dort kaum hohe ISO-Werte braucht. Wenn er vor allem im Ganzkörperbereich unterwegs ist, benötigt er nur einen bestimmten Brennweitenbereich. Starke Telewirkung oder Makroobjektive werden nicht nötig sein, ebenso wenig wie Objektive, die besonders große Blendenöffnungen, etwa 2,8 oder 1,2 ermöglichen. Auch werden für ihn nicht alle Hintergrundfarben interessant sein. Eine Blitzanlage mit unterschiedlichen Lichtformern hingegen wäre sinnvoll.

Für einen anderen Fotografen, der zum Fotografieren am liebsten in die Natur geht und Fan von natürlichem Licht ist, wäre eine ISO-starke Kamera hingegen sinnvoll und ebenso Objektive, die hohe Blendenöffnungen aufweisen. Seine Lichtausrüstung dürfte einfacher ausfallen und Studiohintergründe benötigt er gegebenenfalls gar nicht.

Möglicherweise wollen Sie sich aber nicht zu sehr festlegen, stehen erst am Anfang und wissen noch nicht, wohin die Reise geht, oder mögen die Abwechslung. In diesem Fall empfehle ich Ihnen einen Mittelklasse-DSLR-Body eines der bekannteren Hersteller. Zwar liefern Bridgekameras am Anfang oft sogar bessere Ergebnisse, engen Sie aber wahrscheinlich bald schon ein: Denn die meisten Bridgekameras erlauben keine/kaum Objektivwechsel, Sie können also zum Beispiel keine Extrembrennweiten ausprobieren oder ganz bewusst ein besonders scharfes oder besonders Bokeh bildendes Objektiv einsetzen. Im Zweifelsfall würde ich für die Objektive mehr als für den Body ausgeben - diese können Sie meist länger verwenden, sofern Sie der Kameramarke treu bleiben.

Leichter als an der Kamera können Sie am Licht sparen und sich zugleich kreativ austoben.
Kamerainterner Blitz

Leider verhilft diese an fast jeder Kamera verfügbare Variante selten dazu, gute Bilder zu machen. Eingesetzt werden kamerainterne Blitze, wenn es trashig aussehen soll, wenn Sie also gerade diese Optik bewusst einsetzen möchten, wie zum Beispiel in den Fotografien von Jürgen Teller: Solche Bilder wirken einerseits wie der Zugang zum Backstage-Bereich, wie eine Entlarvung der Fashion-Glamour-Welt, aber auch wie eine bewusste Überhöhung derselben gegenüber dem Rezipienten, dem ein - nach normalen Kriterien - technisch schreckliches Bild zugemutet wird, gerne noch verbunden mit skurril, arrogant oder unwillig wirkenden Posen und Ausdrücken. Solche Trash-Bilder zu fotografieren, ist schwieriger als man denkt, und man wird sie Ihnen auch nur abnehmen, wenn Sie schon bewiesen haben, dass Sie es auch anders, "nach den Regeln der Kunst", können.

Abgesehen davon gibt es vor allem zwei Möglichkeiten, den kamerainternen Blitz zu nutzen: Sie können ihn zum leichten Aufhellen verwenden. Da er dafür aber oft zu hart und zu stark ist, sollten Sie ihn mit einem Tuch abdecken. Wenn farbneutral geblitzt werden soll, wählen Sie ein helles, dünnes Tüchlein, das Sie notfalls auch mehrlagig verwenden können. Sie können den Blitz auch halbseitig stark abdecken, um dem Licht etwas mehr Richtung zu geben. Achten Sie darauf, dass vor dem Model keine Objekte stehen, die zu viel Licht abbekommen würden.

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