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Deutscher Boxer Charakter, Erziehung, Gesundheit von Mielke, Kerstin (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 26.06.2015
  • Verlag: Cadmos Verlag
eBook (ePUB)
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Deutscher Boxer

Der Deutsche Boxer ist nicht nur ein beliebter Familienhund sondern zugleich eine anerkannte Gebrauchshunderasse. In diesem Rassehundebuch erfährt der Leser, neben wissenswertem zu Charakter, Erziehung und Gesundheit, was diese temperamentvolle und charmante Rasse für diese widersprüchlich erscheinenden Aufgaben so geeignet macht. Neben Tipps zur Auswahl eines Hundes und zur Beschäftigung dieser arbeits- und bewegungsfreudigen Hunde wird auch die Entstehung der Rasse beleuchtet. Mögliche Probleme mit diesem muskulösen und wohlproportionierten Athleten werden nicht verschwiegen, sondern Wege aufgezeigt wie man diese in den Griff bekommt. Seien es nun Gesundheits- oder Verhaltensprobleme. Kerstin Mielke ist Hundephysiotherapeutin mit eigener Praxis in Perleberg und langjährige begeisterte Boxerhalterin. Aktiv tätig als Vereinsvorsitzende einer Ortsgruppe und Ausbildungswartin im Deutschen Boxerklub (BK München e.V./VDH) beschäftigt sie sich neben der Gesundheit der Hunde vorrangig mit Erziehung und Ausbildung. Kerstin Mielke ist Autorin des Buches Die Anatomie des Hundes, das bereits im Cadmos Verlag erschienen ist.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 80
    Erscheinungsdatum: 26.06.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783840463297
    Verlag: Cadmos Verlag
    Größe: 4547 kBytes
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Deutscher Boxer

Von den Anfängen bis zur Gegenwart

Der Boxer ist eine alte Hunderasse mit modernem Exterieur. Erste Aufzeichnungen über diese Hunde stammen bereits aus dem Mittelalter. Nach früheren Karrieren als Jagdhund, Metzgerhund und Dienst- und Gebrauchshund ist der Boxer heutzutage vorwiegend als alltagstauglicher Fa - milienhund gefragt. Sein stattliches Erscheinungs - bild und der unverwechselbare Kopf, gepaart mit seinem temperamentvollen und doch ausgeglichenen Wesen, machen ihn so beliebt.

Die Ahnen des Boxers

Im Mittelalter war die Jagd auf wehrhaftes Wild ein adliges Privileg. An den Fürstenhöfen hielt man die unterschiedlichsten Hunderassen als Jagdgehilfen: Saufinder und Saupacker, Hetzhunde und Schweißhunde. Sie wurden für die damaligen Verhältnisse gut gepflegt und im weitesten Sinne auch schon gezielt gezüchtet. Das Aussehen war allerdings eher ein untergeordnetes Zuchtziel - was zählte, war die Leistung.

Der Brabanter Bullenbeißer gilt als direkter Vorfahre des heutigen Boxers. (Abbildung zur Verfügung gestellt von Constanze Störring)

Die Urahnen der Boxer zählten zu den sogenannten Saupackern, die bei der Wildschweinjagd eingesetzt wurden. Ein Vertreter dieses Hundetypus ist der Brabanter oder Kleine Bullenbeißer, der als unmittelbarer Vorfahre des heutigen Boxers gilt. Diese Jagdhunde wurden etwa ab Beginn des 17. Jahrhunderts in Brabant, einer Landschaft in Belgien, und im Norden Deutschlands und Polens gezüchtet. In einem Buch aus dem Jahre 1719 beschreibt der Oberforstmeister Hans von Flemming den Bullenbeißer als mittelgroßen, gelben, seltener gestromten Hund mit kurzem breitem Kopf und einer schwarzen Maske. Weitere Merkmale seien die kurze Nase und der vorstehende Unterkiefer. Diese spezielle Gebissform brachte den Hunden bei der Jagd einen entscheidenden Vorteil. Ihre Aufgabe war es nämlich, wie der Name "Saupacker" vermuten lässt, das Wild, vor allem Wildschweine, zu "packen", also festzuhalten. Durch die zurückgesetzte Nase konnten sie beim Festhalten weiteratmen und mussten nicht etwa wegen mangelnder Luftzufuhr loslassen.

Anfang des 19. Jahrhunderts wurden als Folge der Französischen Revolution die Fürstenhöfe auch in Deutschland abgeschafft, was das Ende der herrschaftlichen Jagd und damit zugleich das Ende der Jagdhundezucht bedeutete. Dieser gesellschaftliche Wandel veränderte auch die Aufgaben des Kleinen Bullenbeißers. Fortan dienten diese Hunde den "kleinen Leuten" als Wach- und Schutzhunde oder mussten zur Volksbelustigung in einer Art Stierkampf, dem sogenannten Bullenbeißen, gegen einen Bullen antreten.

Nachdem diese Stierkämpfe 1835 verboten worden waren, konnte sich der Bullenbeißer als "Metzgerhund", der beim Treiben und Festhalten von Schlachtvieh half, als nützlich erweisen. Das sicherte letztlich zwar das Überleben der Rasse, eine planmäßige Zucht erfolgte zu dieser Zeit allerdings nicht mehr. Die Bullenbeißer vermischten sich wahllos mit diversen anderen Hunderassen, vor allem mit der gerade in Mode gekommenen Englischen Bulldogge, wodurch der Typ des Kleinen Bullenbeißers gegen Ende des 19. Jahrhunderts sehr uneinheitlich war. Viele Hunde hatten das schwere Gebäude und den kürzeren massigen Kopf sowie die weiße Farbe der Bulldogge geerbt. Auch die Benennung dieser Hunde war sehr unterschiedlich - in manchen Gegenden Deutschlands nannte man sie weiterhin Bullenbeißer, in anderen waren sie beispielsweise nur als Bulldoggen bekannt.

Vom Bullenbeißer zum heutigen Boxer

Der Name Boxer oder genauer gesagt "Boxdogge" war erstmals in einer 1866 veröffentlichten Abhandlung der Kaiserlichen Akademie Wien zu lesen. Im Jahre 1886 beschrieb der deutsche Zoologe Alfred Brehm Hunde dieser "Rasse" in seinem bekannten Buch Brehms Tierleben schon genauer. Dort unterteilte er die Doggen in fünf Schläge, wobei er den fünften als Bulldogge oder Boxer bezeichnete und wie folgt charakterisierte: "D

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