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Die Fohlenschule Fohlenerziehung vom Saugfohlen bis zum ersten Anreiten von Ettl, Renate (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.01.2011
  • Verlag: Cadmos Verlag
eBook (ePUB)
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Die Fohlenschule

Ein Handbuch für alle Pferdehalter, die selbst ein Fohlen aufziehen oder ein Fohlen gekauft haben und mit einer sinnvollen Erziehung vor dem eigentlichen Einreiten beginnen wollen. Alles, was ein Fohlen lernen muss! Fohlenerziehung ist kein Kinderspiel. Sie erfordert die richtige Mischung aus Erfahrung, Kenntnissen und Fingerspitzengefühl. Ein Handbuch für alle Pferdehalter, die selbst ein Fohlen aufziehen oder ein Fohlen gekauft haben und mit einer sinnvollen Erziehung vor dem eigentlichen Einreiten beginnen wollen.

Renate Ettl ist Pferdesporttherapeutin und züchtet seit vielen Jahren Pferde. Sie hat bereits mehrere Fachbücher verfasst und schreibt regelmäßig für Pferdezeitschriften. Mehr Infos zu Renate Ettl finden Sie hier: silverhorseranch.de

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 144
    Erscheinungsdatum: 01.01.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783840460159
    Verlag: Cadmos Verlag
    Größe: 7223 kBytes
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Die Fohlenschule

Ist ein Fohlen von der Mutter getrennt worden, spricht man generell von einem Absetzer. Bereits am 1. Januar des Jahres nach der Geburt des Fohlens gilt das Pferdekind aber schon als Jährling. Dabei ist es gleichgültig, ob das Fohlen im März oder November des vergangenen Jahres zur Welt gekommen ist. In den Herbst hineingeborene Fohlen werden darum schon mit zwei oder drei Monaten als Jährlinge bezeichnet. In der Regel bedeckt man die Stuten aber im Frühjahr oder Frühsommer, sodass die Fohlen vorzugsweise im April oder Mai zur Welt kommen. Somit sind die Jährlinge im Januar des nächsten Jahres etwa ein Dreivierteljahr alt, im November desselben Jahres jedoch schon gut anderthalb Jahre.

Wenn hier von Jährlingen die Rede ist, sind aber immer diejenigen Fohlen gemeint, die bereits abgesetzt - also mindestens ein halbes bis Dreivierteljahr alt - sind, unabhängig vom 1. Januar als Stichtag. Die vorgestellten Lektionen sind also für Pferde gedacht, die unabhängig von der Mutter und mindestens sechs bis acht Monate alt sind.

Mit einem Absetzer oder Jährling können die meisten Pferdebesitzer am wenigsten anfangen. Dabei ist gerade diese Zeit für die Entwicklung des jungen Pferdes besonders wichtig. Doch solange die jungen Tiere noch nicht longiert oder geritten werden können, sind die Besitzer oftmals ratlos, was sie mit den Pferden unternehmen könnten. Der Grund dafür liegt einfach darin, dass es kaum gelehrt wird, welche Lektionen man bei einem noch nicht angerittenen Pferd bereits durchführen kann. Diese Ohnmacht führt dann auch häufig dazu, dass ein Training in diesem Alter als "Kinderarbeit" abgetan und deshalb verpönt wird. Aber sperren wir unsere Kinder, solange sie noch nicht zur Schule gehen, in ein Zimmer ein und warten, bis sie alt genug für die Schule sind? Oder bereiten wir sie auf die Schule und das Leben vor, indem wir mit ihnen spielen, in den Zoo gehen und ihnen die Tiere zeigen, ihnen beibringen, mit dem Löffel zu essen usw.? Lehren wir sie beispielsweise nicht, fremden Leuten zur Begrüßung die Hand zu geben und dass sie sich auch sonst anständig benehmen? Genau darum geht es auch in der Erziehung und Ausbildung des abgesetzten Fohlens, das nun praktisch im Vorschulalter ist und eine Menge Dinge lernen kann, bevor es tatsächlich zur Arbeit herangezogen wird.

Ohne Begleitung der Mutter können Absetzer selbst bei bekannten Aufgaben Unsicherheit entwickeln.

Hat man den Grundstein für eine gute Erziehung bereits im Saugfohlenalter gelegt, wird diese Aufgabe nicht besonders schwer sein, allerdings muss man auf Verhaltensänderungen des jungen Pferdes gefasst sein, die völlig normal sind. Man darf sich aber nicht wundern, wenn Übungen und Lektionen, die als Saugfohlen schon wunderbar funktioniert haben, plötzlich nicht mehr klappen. Man muss wissen, dass das Fohlen einen Entwicklungsprozess durchläuft, der vergleichsweise schnell vonstatten geht. Man sieht dies sehr deutlich am Wachstum des Pferdes. Die Auswirkungen dieses Prozesses betreffen aber nicht nur den Körper, sondern auch die Psyche des Pferdes. Der wichtigste Aspekt, den diese Phase der Entwicklung und des Lernens prägt, ist die geforderte Selbstständigkeit des jungen Pferdes, weil die Mutterstute als Sicherheit nicht mehr vorhanden ist. Man wird bald merken, dass dies zu einem Problem werden kann. Es gibt dem Ausbilder möglicherweise das Gefühl, nun mit der Erziehung und Ausbildung wieder von vorne beginnen zu müssen, was viele entmutigt. Doch die Vorarbeit mit dem Saugfohlen ist trotzdem von unschätzbarem Wert. Würde der Absetzer die Lektionen noch nicht kennen, wären die Schwierigkeiten doppelt so groß, denn die Unsicherheit des Alleinseins koppelt sich mit grundsätzlichem Unwissen: keine guten Lernvoraussetzungen! Man wird Widersetzlichkeiten erwarten müssen, die angesichts der mittlerweile erreichten Stärke und Geschicklichkeit des Fohlens Probleme bereiten werde

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