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Die Welt aus Katzensicht Wege zu einem besseren Miteinander - Erkenntnisse eines Verhaltensforschers von Bradshaw, John (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.03.2015
  • Verlag: Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG
eBook (ePUB)
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Die Welt aus Katzensicht

Zwischen den wildlebenden Katzen-Vorfahren und der heutigen Partnerschaft von Katze und Mensch liegt eine wechselvolle Entwicklung, die der Verhaltensforschers Dr. John Bradshaw beschreibt. Dabei verbindet er neue und erstaunliche Erkenntnisse aus der Verhaltensforschung mit eigenen Erfahrungen und einem persönlichen Appell für den artgerechten Umgang mit den Samtpfoten.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 456
    Erscheinungsdatum: 05.03.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783440147108
    Verlag: Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG
    Größe: 12665 kBytes
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Die Welt aus Katzensicht

Vorwort

Was ist eine Katze? Katzen haben Menschen fasziniert, seit sie sich uns erstmals anschlossen, um in unserer Gesellschaft zu leben. Eine irische Legende besagt, dass "die Augen einer Katze Fenster sind, die uns in eine andere Welt blicken lassen" - aber was für eine rätselhafte Welt ist das! Die meisten Haustierhalter würden mir zustimmen, dass Hunde eher offen und ehrlich sind. Sie geben ihre Absichten jedem preis, der ihnen Aufmerksamkeit schenkt. Katzen dagegen sind schwer greifbar: Wir akzeptieren sie zu ihren Bedingungen, aber im Gegenzug erfahren wir nie wirklich so ganz, wie diese Bedingungen eigentlich aussehen. Von Winston Churchill, der seine Katze "Jock" als seinen "besonderen Assistenten" bezeichnete, stammt folgendes berühmtes Zitat über die russische Politik: "Russland ist ein Rätsel innerhalb eines Geheimnisses, umgeben von einem Mysterium, aber vielleicht gibt es eine Lösung." Er hätte ebensogut über Katzen sprechen können.

Gibt es eine Lösung? Ich bin sicher, dass sie existiert, und ich bin des Weiteren überzeugt, dass die Wissenschaft sie liefern wird. Ich habe mein Zuhause mit einer ganzen Reihe von Katzen geteilt - und mir ist klar geworden, dass der Begriff "Katzenbesitzer" die falsche Wortwahl ist, um diese Beziehung zu beschreiben. Ich war bei der Geburt mehrerer Würfe von Kitten dabei und begleitete meine alten Katzen durch ihren herzzerreißend endgültigen Abstieg in Senilität und Krankheit. Ich half bei der Rettung und Umsetzung verwilderter Katzen - Tiere, die wortwörtlich die Hand beißen wollten, die sie fütterte. Doch trotz alledem habe ich nicht das Gefühl, dass mein persönlicher Umgang mit Katzen mich viel darüber gelehrt hat, wie sie wirklich sind. Stattdessen haben mir die Arbeiten von Wissenschaftlern - Feldbiologen, Archäologen, Entwicklungsbiologen, Tierpsychologen, Genetikern und Anthrozoologen, wie ich es bin - die Teile des Puzzles geliefert, die allmählich die wahre Natur der Katze enthüllen, wenn man beginnt, sie zusammenzufügen. Uns fehlen immer noch einige Teile, aber langsam entsteht dennoch ein klares Bild. Deshalb ist dies ein guter Zeitpunkt, um eine Bestandsaufnahme unseres derzeitigen Wissens vorzunehmen und, wichtiger noch, um zu überlegen, wie wir unser Wissen nutzen können, um das Leben von Katzen zu verbessern.

Dass wir eine Vorstellung davon gewinnen, was sie denken, sollte uns nicht die Freude daran nehmen, Katzen zu "besitzen". Eine Theorie besagt, dass wir die Gesellschaft unserer Haustiere nur deshalb genießen, weil wir uns der Illusion hingeben, sie seien "kleine Menschen". Das hieße, dass wir Tiere lediglich halten, um unsere eigenen Gedanken und Bedürfnisse auf sie zu projizieren - sicher in dem Wissen, dass sie uns nicht mitteilen können, wie weit wir danebenliegen. Führt man diese Ansicht zu ihrem logischen Schluss und zwingt uns einzugestehen, dass sie uns weder verstehen noch kümmert, was genau wir zu ihnen sagen, könnte dies unserer Liebe zu ihnen Abbruch tun. Ich bin im Übrigen kein Anhänger dieser Theorie. Der menschliche Geist ist mühelos in der Lage, zwei auf den ersten Blick unvereinbare Ansichten über Tiere zu vertreten, ohne dass eine von ihnen andere Ansichten ausschließt. Das Konzept, dass Tiere uns in einigen Hinsichten ähneln und in anderen ganz und gar nicht, zeigt der Humor zahlloser Cartoons und Grußkarten, die einfach nicht lustig wären, wenn diese beiden Konzepte einander ausschließen würden. Tatsächlich ist genau das Gegenteil der Fall:
Je mehr ich über Katzen lerne, sowohl durch meine eigenen Studien als auch durch die Forschung anderer, desto mehr schätze ich es, mein Leben mit ihnen teilen zu dürfen.

Katzen faszinieren mich seit meiner Kindheit. In meiner Jugend hatten wir zu Hause keine Katzen, auch nicht in der Nachbarschaft. Die einzigen mir bekannten Katzen lebten auf einem Bauernhof am Ende der Straße, und sie waren keine Schoßtiere, sondern Mäuse ja

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