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Macho oder Mimose So erkennen Sie die Persönlichkeit Ihres Hundes und schaffen eine innige Bindung von Birmelin, Immanuel (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.02.2014
  • Verlag: GRÄFE UND UNZER
eBook (ePUB)
15,99 €
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Macho oder Mimose

Macho, Angsthase, Abenteurer oder Mimose? Mit welchem Hundetyp teilen Sie Ihr Zu-hause? Die Antwort gibt Ihnen der international bekannte Verhaltensbiologe Dr. Immanuel Birmelin im GU Buch 'Macho oder Mimose - So erkennen Sie die Persönlichkeit Ihres Hundes und schaffen eine innige Beziehung'. Er zeigt jedem Hundehalter, wie sein Hund gestrickt ist. Dabei übersetzt er wissenschaftliche Erkenntnisse - etwa wie und wo die Persönlichkeit entsteht - unterhaltsam und leicht verständlich für jeden Hundehalter. Tests verraten Ihnen alles über das Wesen Ihres Vierbeiners. Das Wissen um die Persönlichkeit erleichtert auch die Erziehung und Ausbildung des Hundes. Übungen aus der Praxis fördern den Hund und sagen etwas über seine Intelligenz aus. Tipps und Tricks helfen, richtig auf die Persönlichkeit des eigenen Vierbeiners einzugehen. Nach der Lektüre dieses Buches werden Sie Ihren Hund mit anderen Augen sehen und eine noch innigere Beziehung zu ihm haben.

Dr. Immanuel Birmelin beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit dem Verhalten von Tieren, unter anderem im Zusammenhang mit Forschungsprojekten am Max-Planck-Institut. Darüber hinaus ist er als freier Journalist für Naturzeitschriften und fürs Fernsehen tätig.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 240
    Erscheinungsdatum: 27.02.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783833840487
    Verlag: GRÄFE UND UNZER
    Größe: 14048kBytes
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Macho oder Mimose

Der Persönlichkeit auf der Spur

Selbst wenn alle Welpen eines Wurfes gleich aussehen, so hat doch jeder von ihnen eine eigene Persönlichkeit. Wem es gelingt, das Wesen seines Vierbeiners zu ergründen und entsprechend darauf einzugehen, der macht sich selbst und seinen Hund glücklich.
Ein Hund namens Felix

Felix war ein langhaariger Altdeutscher Schäferhund – ein wahrer Prachtkerl. Er hatte als einziger seiner Geschwister lange Haare und sah aus wie ein Kuschelbär. Schon aus diesem Grund fiel die Wahl meiner Frau und mir nicht schwer. Felix zog als neues Familienmitglied bei uns ein. Felix wurde gut sozialisiert und lernte das ABC der Hundeerziehung im Nu. Er war sehr neugierig, abenteuerlustig und verträglich – sowohl Artgenossen als auch Menschen gegenüber. Angst kannte er kaum. Unser vierbeiniger Liebling war ein verschmuster Draufgänger, der es liebte, hinter den Ohren gekrault zu werden. Acht Jahre lebten wir zusammen im Glück, aber dann, an einem Frühsommertag, geschah es. Felix wurde schwer krank. Er bekam starken Durchfall, konnte keine Nahrung mehr bei sich behalten und hatte hohes Fieber. Er war so geschwächt, dass er sich kaum noch bewegen konnte.

Die niederschmetternde Diagnose der Tierärzte: Felix litt an der gefährlichen Viruserkrankung Staupe. Diese Krankheit verläuft oft tödlich, wenn der Hund nicht dagegen geimpft ist. Doch vor 1960 gab es noch keine lebensrettende Impfung. Meine Frau, seinerzeit als junge Ärztin an der Uni-Klinik tätig, nahm den Kampf gegen die Krankheit auf. Ihre Mittel waren zu damaliger Zeit sehr begrenzt. Sie kochte Karottengemüse und Suppe in allen erdenklichen Variationen und fütterte den Patienten Löffel für Löffel, bis der Durchfall endlich stoppte. Nach einer Woche intensiver Betreuung war der Kot von Felix wieder normal geformt. Unser Vierbeiner schien über dem Berg und erholte sich rasch. Doch die Freude währte nur kurz ... Etwa vierzehn Tage später passierte es: Meine Frau trank stehend einen Kaffee in der Küche, als Felix aus heiterem Himmel anfing zu knurren. Ich nahm die Bedrohung gar nicht ernst, sondern las weiter in meinem Buch im Wohnzimmer. Küche und Wohnzimmer grenzten aneinander, die Tür stand offen. Plötzlich setzte Felix zielgerichtet zum Sprung an, mit der Absicht, meiner Frau in die Kehle zu beißen. Solch einen Angriff eines Hundes auf einen Menschen habe ich bis heute nie wieder gesehen. In allerletzter Sekunde konnte ich Felix am Schwanz packen und ihn von meiner Frau wegziehen. Ich ging auf Felix los und schrie ihn an. Glücklicherweise reagierte er auf mich. Er ließ von seinem Angriff ab. Nach dieser Attacke verhielt sich Felix wieder "normal". Er ließ sich streicheln und beschmusen, als wenn nichts gewesen wäre. Doch meine Frau war enttäuscht. Sie hatte so viel Liebe, Kraft und Empathie in den kranken Felix gesteckt. Sollte dies der Dank sein?

Krankheit kann die Persönlichkeit verändern Nach ausgiebiger Recherche fanden wir heraus, dass das Staupevirus auch das Gehirn angreifen und schädigen kann. Die Folge sind schwere neurologische Erkrankungen. War dieser aggressive Angriff auf meine Frau eine Konsequenz der Erkrankung von Felix? Die Tierärzte waren dieser Meinung. Wir machten uns Sorgen, wie es mit uns dreien weitergehen sollte. Einige Tierärzte rieten uns, Felix einschläfern zu lassen, weil seine Aggressivität eine schlummernde Zeitbombe sei. Niemand wusste, welche Veränderungen in seinem Gehirn stattgefunden hatten, geschweige denn, wie man ihn heilen konnte. Mit einem mulmigen Gefühl im Bauch entschlossen wir uns, mit Felix weiterzuleben. Menschen griff F

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