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Meerschweinchen von Birmelin, Immanuel (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.08.2014
  • Verlag: GRÄFE UND UNZER
eBook (ePUB)
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Meerschweinchen

Wer glaubt, dass Meerschweinchen lieb, aber langweilig sind, hat sich getäuscht. Die kleinen Südamerikaner gehen gern auf Entdeckungsreise und lernen schnell. Sie lieben Gesellschaft und erweisen sich als wahre Plappermäulchen, die quickend und gurrend ständig Kontakt miteinander halten. Der international renommierte Verhaltensforscher
Dr. Immanuel Birmelin erklärt im GU Tierratgeber Meerschweinchen, was die possierlichen Nager brauchen, um sich rundum wohlzufühlen. Ob Käfigausstattung, Ernährung, Pflege, Gesundheitsvorsorge oder Beschäftigung - der Autor erklärt anschaulich, was für ein artgerechtes Meerschweinchen-Leben unverzichtbar ist. Dazu gibt es zahlreiche Tipps, wie man die Tiere in einem Freilaufgehege in der Wohnung, auf dem Balkon oder im Garten in Bewegung hält und für reichlich Abwechslung im Meerschweinchen-Alltag sorgt.

Dr. Immanuel Birmelin beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit dem Verhalten von Tieren, unter anderem im Zusammenhang mit Forschungsprojekten am Max-Planck-Institut. Darüber hinaus ist er als freier Journalist für Naturzeitschriften und fürs Fernsehen tätig.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 04.08.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783833843310
    Verlag: GRÄFE UND UNZER
    Größe: 12398 kBytes
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Meerschweinchen

MEHR SEIN ALS SCHEIN

Meerschweinchen sind alles andere als langweilig. Die kleinen Nager haben ein spannendes Verhaltensrepertoire, sind neugierig und lernen gern, wenn man ihnen entsprechende Anregungen bietet.
Auf den Spuren der Meerschweinchen

Meerschweinchen gehören zu den ältesten Haustieren Südamerikas. Schon vor 4000 Jahren haben die Indianer sie domestiziert. Die pummeligen dicklichen Gesellen sind heute wie damals ein Lieblingsgericht der Indios. Auf den Märkten jeden kleinen Dorfes werden sie angeboten. Lautstark wird um den Preis gefeilscht, der sich nach dem Gewicht und der Qualität des Fleisches richtet. Der Mensch hat im Laufe der Jahrhunderte das Aussehen der Meerschweinchen verändert, das verrät ein Blick auf die wilden Vorfahren. Das Wildmeerschweinchen (Cavea aprea) , der Urahne unserer heutigen Meerschweinchen, hat überlebt und bewohnt die gemäßigten Zonen Südamerikas. Es ist schlanker, kleiner und einfarbig dunkelgraubraun gefärbt. Mit dieser Fellfarbe ist es perfekt getarnt. Tarnung und Schnelligkeit sichern dem Wildmeerschweinchen das Überleben in der rauen Natur. Erst in der Dämmerung wird es aktiv und huscht auf kleinen Trampelpfaden von Bau zu Bau. Wie unser Hausmeerschweinchen lebt es in Kolonien, und meist hat ein Männchen das Sagen. Es ist der Boss über mehrere Weibchen. Aber im Gegensatz zu unseren Heimtieren können Wildmeerschweinchen kräftig zubeißen, wenn sie bedroht werden. Wie kamen die Meerschweinchen von Südamerika nach Europa? Die spanischen Eroberer brachten sie im 16. Jahrhundert nach Europa. Ob sie die Tiere als Fleischreserve während der Überfahrt benutzten, oder ob sie Gefallen an den mümmelnden Kerlchen fanden, weiß man nicht. Sicher ist, dass die Tiere in Europa nicht als Nahrung dienten. Ihren Siegeszug als beliebte Nagetiere verdanken sie ihrem Wesen und Aussehen. Sie sind friedlich, leicht zu zähmen, nehmen gern Kontakt zum Menschen auf und sind in der Haltung, auf den ersten Blick, problemlos.
Das Verhalten der Meerschweinchen

Wer seine Meerschweinchen liebt und artgerecht halten will, muss etwas vom Verhalten seiner Tiere verstehen. Er sollte wissen, wie sie untereinander kommunizieren, und welche Bedeutung die einzelnen Signale haben. Mit ihrer Körpersprache und ihren Lauten teilen sie dem Partner eindeutig mit, was sie wollen. Ihre Botschaft ist für uns Menschen leicht verständlich. Hier ein kleines Wörterbuch der "Meerschweinchensprache":

Erstarren Das Wort trifft recht genau das Verhalten der Meerschweinchen, wenn sie erschrecken und Angst bekommen. Wie zu Salzsäulen erstarrt, bleiben sie regungslos stehen. Ihre Bewegung ist gleichsam "eingefroren".

Drohen Bevor die Männchen den Kampf beginnen, wird versucht, den Gegner durch Drohgebärden einzuschüchtern. Vielleicht gibt der Gegner auf, und unnötige Verletzungen werden vermieden. Dieses Verhalten ist biologisch sinnvoll. Die Männchen versuchen sich gegenseitig durch Darbietung ihrer Breitseite und Sträuben des Felles zu beeindrucken. Unterstützt wird dieses Imponieren durch lautes Zähneklappern und Präsentation der Hoden. Sie umkreisen den Gegner und äußern dabei "Purr"- und lang gezogene "Grrrrr"-Laute. Bei Weibchen kann man das Drohen kaum beobachten.

Treteln Diese Verhaltensweise wird oft gemeinsam mit dem Drohen gezeigt. Beim Treteln belastet das Meerschweinchen vermehrt die Vorderbeine und hebt abwechselnd ein Hinterbein hoch. Das Hinterteil gerät in schaukelnde Bewegungen. Tretel

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