text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Sei höflich zu deinem Hund! Kommunikation auf Augenhöhe von Samin, Masih (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.12.2018
  • Verlag: Merian / Holiday, ein Imprint von GRÄFE UND UNZER Verlag
eBook (ePUB)
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Sei höflich zu deinem Hund!

'Sag Danke!', 'Nimm die Hand vom Mund, wenn du sprichst!', 'Mit dem Essen spielt man nicht!' - von Kindesbeinen an wird uns Menschen gesagt, was höflich ist und was weniger angebracht ist. 'Danke' und 'Bitte' sind die ersten Worte, die man in einer Fremdsprache lernt, denn Kommunikation ist das Geheimnis, damit das Zusammenleben funktioniert. Aber nur, wenn alle Beteiligten dieselbe Sprache sprechen. Das gilt nicht nur für verschiedene Kulturen, sondern auch für verschiedene Spezies wie Mensch und Hund. Hier setzt Masih Samins Arbeit an. Erfolgreich arbeitet der Hundeverhaltenstherapeut als Dolmetscher zwischen Mensch und Hund und lehrt uns, die Sprache der Hunde zu verstehen und ihnen somit unsere Welt und unsere Kultur zu übersetzen. Dazu werden die Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Kommunikation von Mensch und Hund beleuchtet und Beschwichtigungssignale als angeborene Verhaltensweisen zur Konfliktvermeidung anschaulich erklärt. Praktische Übungen zeigen, wie man sich dem Hund gegenüber höflich verständlich machen kann und den Grundstein für eine Kommunikation auf Augenhöhe legt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 192
    Erscheinungsdatum: 11.12.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783833867422
    Verlag: Merian / Holiday, ein Imprint von GRÄFE UND UNZER Verlag
Weiterlesen weniger lesen

Sei höflich zu deinem Hund!

DIE GEHEIMEN CODES IHRES HUNDES

HUNDE KOMMUNIZIEREN AUF IHRE GANZ EIGENE ART. DESWEGEN LOHNT ES SICH, GENAU HINZUSCHAUEN - UND IHRE FEINEN SIGNALE VERSTEHEN ZU LERNEN.

Alles klar? Ein Blick sagt manchmal mehr als tausend Worte. Nicht nur meine eigene Truppe versteht mich, wenn ich so mit ihr kommuniziere. Alle anderen Hunde sind dieser Sprache ebenfalls mächtig. Weltweit.
ZWEI SPRACHEN, ZWEI KULTUREN

Auch wenn wir es auf den ersten Blick nicht wahrnehmen, äußern Hunde sehr deutlich, was in ihnen vorgeht, wie sie sich fühlen, was sie möchten - und was nicht. Daher führt es zu Problemen und Missverständnissen. Um dem vorzubeugen, sollte man den Hund wissen lassen, dass man ihn versteht. Man merkt dann recht schnell, wie friedlich vieles funktioniert.

A ls ich im Januar 1994 nach Deutschland kam, war mir von Anfang an klar, dass meine Eltern, meine Schwester und ich hierbleiben würden. Anfangs fühlte ich mich fremd, aber ich erinnere mich, dass ich höchst interessiert zuhörte, wenn sich die Leute in der mir noch unbekannten Sprache unterhielten. Ich fragte mich, was sie sich wohl zu erzählen hatten. Manchmal imitierte ich die Einheimischen sogar und tat, als spräche ich fließend Deutsch. Vielleicht kennen Sie das von Kindern, die versuchen englische Songtexte mitzusingen. Ungefähr so sprach ich Deutsch.

In Wahrheit verstand ich oft wenig und musste mir daher einiges herleiten oder habe einfach das gemacht, was andere in dem Moment taten. Wenn wir zum Beispiel im Sportunterricht oder in der Pause Völkerball spielten, erfuhr ich die Regeln erst nach und nach während des Spiels. Bis es so weit war, kam es schon mal vor, dass ambitionierte Mitschüler sich über mein vermeintliches Missgeschick ärgerten und ich beim nächsten Mal nicht ins Team gewählt wurde.

Ich nutzte jede Situation, um zu erfragen, was die mir unbekannten Laute zu bedeuten haben. Denn solange ich nicht sagen konnte, was ich fühlte, solange ich nicht verstehen konnte, was ich hörte, so lange war ich fremd. Ich aber wollte teilhaben und mich äußern können.

Wie oft ich doch missverstanden wurde, bis es mir endlich gelang, mich mitzuteilen. Ich erinnere mich, wie ich zum ersten Mal den Begriff"Kapiert?" hörte - da lebte ich schon etwa zwei Jahre in Deutschland. Ich hatte damals wohl irgendetwas gesagt, was bei den Nachbarskindern nicht gut ankam, und deshalb schubste man mich mit den Worten "Mach das nie wieder, hast du kapiert?" rüde in einen Busch. Ich weiß noch genau, dass ich unbedingt wissen wollte, was dieses grässlich klingende Wort zu bedeuten hatte. Und fragte noch aus dem Busch heraus danach. Glücklicherweise bekam der Junge, der mich zuvor geschubst hatte, Mitleid und erklärte mir das Wort. Fortan ließ er mich in Ruhe, denn ich hatte kapiert! Ich kapierte, dass der unabdingbare Weg, an einer Gemeinschaft teilzunehmen und akzeptiert zu werden, verknüpft war mit der Möglichkeit, sich zu äußern. Deutsche Sprache, schwere Sprache.

Natürlich ist es nie einfach, sich eine Fremdsprache anzueignen. Aber auch wenn ich eine mir fremde Sprache lernen musste, war es doch die Sprache meiner eigenen Spezies. Es waren Menschen, die ich anfangs nicht verstand. Um wie viel schwerer ist es da erst, nicht nur die Sprache zu wechseln, sondern auch die Spezies, mit der man kommunizieren möchte? Hundesprache, schwere Sprache.
ES GEHT AUCH OHNE WORTE

Im Vergleich zu uns Menschen kommunizieren Hunde nicht nur über Laute, wenn sie sich bewusst äußern. Hunde sind zusätzlich (und vorrangig) wahre Künstler, wenn es um die kreative Körpersprache geht. Der durchdringende Blick eines Hundes zum Beispiel kann ein "Stopp!" deutlicher machen als jedes Schild in noch so penetrantem Rot. Beneidenswerterweise sprechen Hunde dabei so ungezwungen universell, dass ich mir manchmal wünsche, wir Menschen könnten auch so unverschämt ehrlich sei

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen