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Vom artgerechten Umgang mit Hausmenschen Ein Handbuch für Katzen. von Renitente, Isabella (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.03.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Vom artgerechten Umgang mit Hausmenschen

Was Katzen schon immer über ihren Hausmenschen wissen wollten, aber nicht zu fragen wagten. Wo kommt er eigentlich her, der domestizierte Mensch? Welche Gewohnheiten hat er? Und wie geht die Katze, die sich einen Menschen hält, damit um? Im Rahmen eines wissenschaftlichen Projekts der tierärztlichen Hochschule Kaltenweide - Fakultät für interdisziplinäre Humanveterinärsoziophilologie - haben Studien über die Entwicklung des Wildmenschen, homo preferox, zum neuzeitlichen Hausmenschen, domo domesticus, stattgefunden, an denen Sir Henry Veneziano Runtervondertastatur, Senior Counsel Inhouse Assistant in einer lebhaften niedersächsischen Anwaltskanzlei, und seine Gefährtin Lady Amelie Rednose Zicke Stinkestiefel, eine geborene Gukamien, maßgebend mitgewirkt haben. Gegenstand der Untersuchungen waren Herkunft, Entwicklung und Gewohnheiten des domestizierten Menschen. Aus dem umfangreichen Material, das die Wissenschaftler in jahrelanger Forschungsarbeit zusammen getragen haben, ist das vorliegende sati(e)rische Handbuch für Katzen entstanden.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 168
    Erscheinungsdatum: 02.03.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783741232480
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 15757kBytes
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Vom artgerechten Umgang mit Hausmenschen

Die Physionomie des Hausmenschen

Der Hausmensch Homo domesticus unterscheidet sich schon auf den ersten Blick deutlich von der Katze. Er verfügt nicht wie die meisten anderen Primaten über einen Greiffuß, sondern einen Fuß mit verkürzten Zehen und anliegender Großzehe. Die Arme sind etwas kürzer als die Beine. Und er hat keinen Schwanz.

Die Katze hat bekanntlich acht Beine: zwei vorne, zwei hinten, zwei rechts und zwei links. Der Hausmensch hingegen verfügt nur über ein Paar Beine, also insgesamt zwei. Das Gehen ist für ihn daher vergleichsweise mühsam. Wenn man ihn anrempelt, verliert er leicht das Gleichgewicht und kippt um. Er muß folgerichtig stets darauf bedacht sein, daß der Schwerpunkt seines Körpers sich genau senkrecht oberhalb der Auftrittsfläche der Füße befindet. Katzen sind mit fünf Wochen schon recht sicher auf den Beinen. Kleine Hausmenschen hingegen lernen das Gehen meistens erst nach einem Jahr.

Es fängt damit an, daß das Menschenkitten sich auf dem Bauch um sich selbst herum dreht. Das sieht dann so aus wie bei Katzenkitten, die bei ihrer Mama so viel Milch getankt haben, daß der Bauch rund und prall ist und die Pfoten nicht mehr bis zum Boden reichen. Dann lernt das Menschenkitten, auf dem Bauch zu liegen, sich mit den Armen vom Boden hochzustemmen und Brustkorb und Kopf anzuheben. Das ist die erste Yogaübung und sehr schwierig, weil Hausmenschen so große, schwere Köpfe haben und am Popo ein ambulantes, faltbares Klo tragen.

Wenn das Menschenkitten gelernt hat, sich auf den Händen abzustützen, versucht es, sich mit den Knien abzudrücken und sich vorwärts oder rückwärts zu bewegen. Dann beginnt es zu krabbeln. Wenn die Beine noch zu kurz sind, begnügt es sich zunächst mit Robben. Das Menschenkitten ist dann schon sechs bis neun Monate alt. In diesem Alter sind Katzen bereits in der Pubertät und haben ihre alte Familie verlassen.

Mit acht bis neun Monaten erst kann das Menschenkitten ohne Hilfe sitzen. Wenn es clever ist, versucht es, aus dem Sitz in den Vierfüßlerstand zu kommen. An dem Punkt sind Katzen schon wenige Tage nach der Geburt. Weil diese Pose wegen des ambulanten Klos am Popo selten dämlich aussieht, versucht das Menschenkitten irgendwann, sich an Möbeln hochzuziehen und aufrecht zu stehen. Dann muß es nur noch lernen, seine Knie einzusetzen, um vorwärts zu kommen. Wenn es im Alter von etwa einem Jahr endlich begriffen hat, wie das geht, hat es auch sehr schnell kapiert, wie man Schubkästen aufzieht oder die Tischdecke mit dem guten Porzellan von der Kaffeetafel reißt. Bemerkenswert ist, daß das bei Hausmenschen immer großes Freudengeschrei hervorruft, während unsere Hausfrau stets sehr angespannt guckt, wenn wir Katzen uns an einer Schublade zu schaffen machen oder nach der Tischdecke greifen.

Der Hausmensch hat zwar längere Beine als die Katze und macht, wenn er denn endlich laufen kann, auch deutlich größere Schritte. Da er aber nur zwei Beine hat, ist er wesentlich langsamer als die Katze. Auf kurzen Strecken von etwa 400 Metern kann eine Katze bis zu 48 km/ h erreichen, die ägyptische Mau bis zu 50 km/ h. Die Langstreckenreisegeschwindigkeit beträgt ca. 20 km/ h. Die Durchschnittsgeschwindigkeit eines Hausmenschen hingegen beträgt auf Langstrecken nur 5 km/ h. Beim Kurzstreckensprint erreicht der untrainierte Homo domesticus eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 18 km/ h bis 27 km/ h. Der trainierte Sportler schafft immerhin ca. 38 km/h. Das ist aber die Ausnahme.

Die Katze ist ein Zehengänger, d. h. sie geht auf ihren Zehen. Dadurch ist sie schneller als der Hausmensch. Der Hausmensch ist nämlich entweder ein Plantigrad, ein Sohlengänger, der mit der gesamten Fußsohle inklusive Ferse den Boden berührt. Oder er trägt pinkfarbene High Heels wie Marianne. Das ist die Hausfrau von Rowdy, der eigentlich Romeo heißen sollte.

Es ist natürlich frustrierend für Hausmenschen, daß ihre Katzen ihnen in viel

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