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Was Tiere können Wie sie denken - Wie sie kommunizieren - Wie sie uns überraschen - Von der renommierten Verhaltensforscherin von Pouydebat, Emmanuelle (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.02.2019
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Was Tiere können

Die fabelhafte Welt der Anomalie Spinnen, die mit Lassos jagen, Biber, die die längsten Dämme der Welt bauen, und Papageien, die mit 150 Worten ein Gespräch führen können. Die Intelligenz der Tiere ist erstaunlich und immer aufs Neue unergründlich. Tiere sind Ingenieure, Strategen, Entdecker - und oft erschreckend menschlich. Wie sie uns begeistern und was wir von ihnen lernen können, zeigt uns die bekannte Verhaltensforscherin Dr. Emmanuelle Pouydebat mit eindrucksvollen Geschichten aus ihrer Forschung. Wer bisher glaubte, der Mensch sei das einzig intelligente Wesen auf diesem Planeten, sollte bei der Lektüre auf seine Scheuklappen aufpassen. Dr. Emmanuelle Pouydebat ist Verhaltensforscherin und beschäftigt sich seit über 15 Jahren mit den unglaublichen Phänomenen der Tierwelt. Sie veröffentlichte zahlreiche Artikel in Fachjournalen und ist dafür vielfach mit wissenschaftlichen Preisen ausgezeichnet worden. Momentan arbeitet sie am Nationalen Zentrum für wissenschaftliche Forschung in Paris und begeisterte mit ihrem Buch ganz Frankreich.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 304
    Erscheinungsdatum: 18.02.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641230319
    Verlag: Goldmann
    Originaltitel: L'Intelligence animale
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Was Tiere können

Kapitel 1

Die Intelligenz , eine rein menschliche Besonderheit?

Ein kleiner Hinweis unter Freunden

Will man den Ursprung des Menschen, der menschlichen Besonderheiten und der etwaigen Besonderheiten seiner Intelligenz verstehen, dann stolpert man gleich zu Beginn über ein größeres Problem, das auch heute noch für heftige Diskussionen sorgt: Wie definiert man einen Menschen?

Was ist der Mensch?

Der Mensch ist ein Tier. Genauer gesagt ist er ein Primat. Von der ökologischen Warte aus gesehen ist der Mensch ein tagaktiver, allesfressender Spitzenprädator, der in komplexen gesellschaftlichen Systemen lebt. Und nein, der Mensch stammt nicht vom Affen ab - schließlich zählt die Mehrheit der internationalen Gemeinschaft von Primatenforschern und Paläoanthropologen ihn zu genau dieser Gruppe! Tatsächlich haben wir viele Gemeinsamkeiten mit den anderen Affen. Dementsprechend werden Menschen innerhalb der Familie der Hominiden eingegliedert, die neben dem Menschen - der heutigen Art wie auch ausgestorbenen - Schimpansen, Bonobos, Gorillas und Orang-Utans umfasst. 1 Folglich ist der Mensch ein Menschenaffe oder gehört zumindest zur selben Familie. Aber das hindert ihn natürlich nicht daran, unzählige Unterschiede zu den anderen Mitgliedern seiner Familie aufzuweisen. Der Mensch von heute unterscheidet sich von den anderen Tieren durch seinen aufrechten Gang. Außerdem besitzt er Ohren, ein Gesicht, einen Unterkiefer und einen nicht sehr ausgeprägten Überaugenwulst. Darüber hinaus lässt sich eine (für gewöhnlich!) schwache Behaarung feststellen, mit Ausnahme von Kopf, Achseln, Schambein und dem Bartwuchs bei den männlichen Spezies. Trotzdem besteht an unserer Verwandtschaft zu den Schimpansen gar kein Zweifel. Manche Wissenschaftler schlagen - unter anderem basierend auf der genetischen Nähe - sogar vor, den Menschen (Homo sapiens) und die Schimpansen (Pan troglodytes) in einer einzigen Gruppe zu vereinen: Homo . 2 Die Schimpansen könnten somit wissenschaftlich als Homo troglodytes bezeichnet werden, es sei denn, man wäre noch etwas kecker und würde sie Pan sapiens nennen, wie das bereits vorgeschlagen wurde! 3 Unterdessen zählen Menschen allgemein zur Gattung Homo , und alle heutigen Menschen werden den Homo sapiens zugeordnet. In der Vergangenheit folgten viele menschliche Arten aufeinander oder existierten bisweilen zeitgleich, wie der Homo sapiens und der Homo neanderthalensis , die in dem Zeitraum von vor 250.000 bis 28.000 Jahren Zeitgenossen waren (man spricht hier sogar von Hybridisierung). Die etwas ältere Lucy (3,3 Millionen Jahre), scheint sich nicht beständig im aufrechten Gang fortbewegt zu haben, sondern noch in den Bäumen herumgeklettert zu sein. Aus diesem Grund wird sie nicht direkt der menschlichen Linie zugewiesen, sondern der Gattung der Australopithecus (Australopithecus afarensis) . Den ersten Arten, die hingegen der Gattung Homo zugewiesen werden (Homo rudolfensis, Homo habilis) , aufgetaucht vor etwa 2,4 Millionen Jahren in Afrika, werden menschliche Charakteristika zugesprochen, darunter ein größeres Gehirnvolumen (über 550 cm 3 ), Hände, die zur Herstellung von Werkzeug aus Stein geeignet sind, sowie der beständige aufrechte Gang.

Der Mensch, dieser Primat

Folglich ist der Mensch also ein Tier, genauer gesagt ein Primat. Aber wo genau ist sein Platz, und wer bestimmt ihn? In der Ordnung der Primaten (aus dem Lateinischen primas , was so viel bedeutet wie: "der den ersten Platz, innehat") gehört er zu den Höheren Säugetieren. Man unterscheidet die Primaten von anderen Säugetieren anhand von charakteristischen Merkmalen, wie dem opponierbaren Daumen, dem Vorhandensein von Nägel

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