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Die Trennungsagentur von Dressler, Bernd (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.03.2014
  • Verlag: ImPrint Verlag
eBook (ePUB)
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Die Trennungsagentur

Als der Existenzgründungsberater Bernd Dressler die Idee einer Trennungsagentur bei Ebay ersteigerte, um daraus ein erfolgreiches Unternehmenskonzept aufzubauen, wurde er in seinem persönlichen Umfeld meist nur belächelt. Heute ist er weit über Berlin hinaus bekannt, hatte Auftritte in großen Talk-Shows, im Schweizerischen Fernsehen, fand sich selbst auf dem Titelblatt der altehrwürdigen Londoner Times wieder und erfährt bis heute ein reges Medieninteresse sogar in indischen und chinesischen Zeitungen. Als Überbringer von Trennungsbotschaften zieht er einen endgültigen Schlussstrich, verwarnt mit gelben Karten ein allerletztes Mal den Partner, greift zum Telefon oder überbringt die Botschaft zu einem erschwinglichen Preis auch persönlich. Dabei haben sich allerhand kuriose Geschichten angesammelt, die der Leser mit einem tränenden und einem lachenden Auge, manchmal aber auch einfach nur kopfschüttelnd zur Kenntnis nehmen wird. Bernd Dressler, 54 Jahre, ist eingeborener Berliner, seit 44 Jahren aktiver Vereins-Fußballer, begeisterter Motorradfahrer und USA-Reisender. Einst studierte er Jura und Volkswirtschaften, leitete anschließend verschiedene Berliner Versicherungsfilialen und war kurzzeitig kaufmännischer Hoteldirektor. Heute beschäftigt er sich als selbstständiger Unternehmensberater in der Arbeitsgemeinschaft Existenzgründung mit der Entwicklung und erfolgreichen Umsetzung von Geschäftsideen wie beispielsweise der Trennungsagentur.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 180
    Erscheinungsdatum: 21.03.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783936536836
    Verlag: ImPrint Verlag
    Größe: 1416 kBytes
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Die Trennungsagentur

Kapitel 2

Der Ansturm der Medien

Dienstag, 1. August 2006, ca. 21.30 Uhr

Ich saß spät abends beim Fernsehen, als etwas beim Zappen meine Aufmerksamkeit weckte. Es fiel das Wort "Trennungsagentur" !!

Sofort dachte ich, ausreichend geprägt durch meine Erfahrungen mit dem Ebay-Verkäufer der Trennungsagentur, an irgendeine neue Niedertracht seinerseits.

Es lief auf Vox ein Beitrag von Stern TV über ungeliebte Berufe, unter anderem auch über jenen hier bereits erwähnten Dr. Krüger, der eine Trennungsagentur betreibt.

Langsam wurde mir klar, dass möglicherweise gerade diese Meldung eine Riesenchance für mich war, mit der Trennungsagentur bekannt zu werden. Meine Befürchtungen einer weiteren inszenierten Ärgerlichkeit seitens des Verkäufers verflogen, als die Internetadresse " www.trennungsagentur.com " genannt wurde.

Mit ziemlicher Aufgeregtheit und voller Ungeduld startete ich meinen PC. Als er endlich an war und ich auf meiner Homepage den Besucherzähler sah, glaubte ich meinen Augen nicht zu trauen. Noch während der Beitrag auf Vox lief, hatten sich schon unzählige Besucher meine Homepage angesehen und im Briefkasten von Outlook trudelten schon die ersten Bewerbungsmails für die Mitarbeit ein. Der Tenor war uneingeschränkte Zustimmung beginnend mit "tolle Idee" bis "was muss ich tun, um da mitmachen zu können".

An dieser Stelle merkte ich, welches Glück ich hatte, dass die Hauptdomain www.Trennungsagentur.com in Berlin registriert war und schon auf mich übertragen war.

Wäre das nicht der Fall gewesen, hätte die gesamte Erfolgsgeschichte dieser Trennungsagentur vermutlich so nicht stattgefunden und Sie, liebe Leserin, lieber Leser, würden gerade auf ein leeres Blatt sehen.
Mittwoch, 2. August, 8.55 Uhr

Ich betrete mein Büro und sehe den Anrufbeantworter blinken. Ahnungsvoll lege ich mir bereits einen Zettel hin und höre ihn ab. Es sind sage und schreibe 14 Anrufe von Radiosendern, Zeitungsreportern und Interessenten darauf, mit der Bitte um Rückruf.

Allerdings hat allein das Abhören dieser 14 Anrufe weit über eine Stunde gedauert, weil noch während des Abhörens fünf weitere Anrufe eingingen. Das Telefon verselbständigte sich an diesem Tag und entschloss sich zu einem herzhaften Dauerklingeln.

Kurzum, bis zum Mittag des 2. August hatte ich über 4.000 Besucher auf meiner Webseite und sage und schreibe über 80 (!) Bewerbungen für das Lizenzgeschäft per E-Mail vorliegen.

Selbst wenn man eine sehr optimistische Erwartung für einen guten Start dieser Geschäftsidee gehabt hätte, so übertraf dieser Auftakt jegliche Vorstellung davon.

Nun, wenn Sie das lesen und nicht unbedingt prominent sind, werden Sie vielleicht verstehen, welche Aufregung einen beschleicht, wenn plötzlich Radiosender und Zeitungsredakteure mit Ihnen, am besten sofort, ein Interview führen wollen.

Die Tage von Mittwoch bis Freitag (2. – 4. August) waren schlicht gesagt die Hölle. Das Telefon stand nicht mehr still, es war wirklich kaum die Möglichkeit, mit einem Anrufer ein Gespräch zu Ende zu führen, schon klopfte der nächste im Gespräch an.

Die einzige Chance, die Sie in einer solchen Situation haben ist, gleich zu Beginn nach einer Rückrufnummer zu fragen, falls ein weiterer Anruf zur Unterbrechung zwingt. Die Zettel

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