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War ja nur so 'ne Idee ... Geniale Einfälle, die unsere Welt verändert haben. - 300 Geschichten von Kämmerling, Christian (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.07.2018
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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War ja nur so 'ne Idee ...

Christian Kämmerling hat die entscheidenden Momente in der Entstehungsgeschichte des modernen Lebens zusammengetragen. All die Sachen, ohne die wir kaum mehr leben können und die wir im Alltag für selbstverständlich halten, werden in diesem "Lexikon der guten Ideen" erklärt. Innovationen, Pionierleistungen, Geistesblitze von klugen Köpfen im richtigen Augenblick: Wer war der erste Jogger? Wann ging es los mit dem Latte-Macchiato-Wahnsinn? Wer erfand die Kreditkarte? Woher kommt eigentlich das @-Zeichen? 300 kurzweilige Einträge von A bis Z, hervorragend erzählt vom Mit-Erfinder des SZ-Magazins Christian Kämmerling und wunderschön illustriert von seinem Sohn Jim.

Christian Kämmerling, Jahrgang 1953, gilt als einer der führenden Magazinmacher Deutschlands. Er war über 10 Jahre der Kopf hinter dem 'SZ-Magazin' und entwickelte das Comeback des legendären 'F.A.Z.-Magazins'. Seit 2005 ist er außerdem Inhaber einer Kreativagentur. Sein Credo: 'Journalismus darf alles, bloß nicht langweilen'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 240
    Erscheinungsdatum: 16.07.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641219321
    Verlag: Goldmann
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War ja nur so 'ne Idee ...

@

Man möchte meinen, das @-Zeichen sei zusammen mit dem Computer auf die Welt gekommen, aber nein: Die älteste Überlieferung des @ stammt vom 4. Mai 1536. Der florentinische Weinhändler Francesco Lapi bezifferte mit dem Zeichen die Anzahl der bestellten Amphoren. Aber klar, wer jüngeren Datums ist, kennt das @ als Symbol der E-Mail. Die E-Mail wurde 1971 erfunden, von Ray Tomlinson. Der amerikanische Programmierer war auf der Suche nach einem noch ungenutzten Zeichen, das zwischen Benutzername und Adresse gesetzt werden könnte. So kam er auf das @. Am 22. März 2010 wurde das @ in die Sammlung des New Yorker Museums of Modern Art (MoMA) aufgenommen.

Airbag

Stoßstangen waren längst erfunden, jetzt ging es darum, die Autofahrer zusätzlich im Inneren des Fahrzeugs zu schützen. Aber wie sollte das funktionieren, war die große Frage. Ein Konzept sah vor, dass der Fahrer im Moment des Aufpralls automatisch auf Schienen zurückkatapultiert wird und im sicheren Rücksitz landet. Quatsch, da musste es doch was Besseres geben. Der Münchener Erfinder Walter Linderer kam auf die Lösung. Am 6. Oktober 1951 meldete er den Airbag beim Patentamt an. Die Entwicklung der entsprechenden Technologie dauerte Jahre. Das erste Auto mit Airbag war in Deutschland die S-Klasse von Mercedes, 1981.

Airbnb

In San Francisco stand die Konferenz der amerikanischen Industriedesigner bevor, alle Hotelzimmer waren ausgebucht, da hatte Joe Gebbia eine Idee: Warum nicht drei Luftmatratzen kaufen und die eigene Wohnung als Herberge anbieten? Luftmatratze mit Frühstück. Airbed & Breakfast. Er schrieb gleich eine E-Mail an Brian Chesky, seinen Mitbewohner, der von der Idee ebenfalls begeistert war. Die E-Mail datiert vom 22. September 2007. Beide Jungs waren Mitte 20, sie konnten das Geld gut brauchen, das die drei Luftmatratzen an dem Wochenende einspielten. Eigentlich waren sie zufrieden. Aber dann, trotzdem: Wie könnte es weitergehen? Warum nur Luftmatratzen? Warum nicht größer denken? Im März 2009 war Airbnb geboren, der internationale Community-Marktplatz für Übernachtungen in privaten Haushalten. Inzwischen versammelt die Seite drei Millionen Angebote in 191 Ländern. Der Wert des Unternehmens wird auf 30 Milliarden Dollar geschätzt. Ein gutes Geschäft auch für den Schauspieler Ashton Kutcher, der 2011 als Investor einstieg und die Firma seither strategisch berät.

Akku

Es gäbe keine Handys, keine Laptops, nichts, was mobil ist und viel Energie frisst - ohne? Froschschenkel. Der erste elektrochemische Energieträger war ein Froschschenkel. Das ging so: In Bologna führte der italienische Biophysiker Luigi Galvani Experimente mit Fröschen durch, und eines Tages - am 6. November 1780, um genau zu sein - zuckte ein Froschschenkel, sobald er mit Kupfer und Eisen in Berührung kam. Galvani hatte einen elektrochemischen Prozess in Gang gesetzt, zufällig und nicht ahnend, dass darauf später die Erfindung der Batterie basieren sollte. Aber auch die traditionelle Batterie war nur ein Froschschenkel im Vergleich zu der Power-Energiequelle, die danach kam: der Lithium-Ionen-Akku. Das kleine, graue, wiederaufladbare Plättchen löste die technologische Revolution aus. Erstmals wurde es 1991 von Sony eingesetzt, in der Videokamera CCD TR1. Vater des Wunderdings ist der amerikanische Physiker John B. Goodenough, inzwischen 95 Jahre alt und immer noch Professor an der University of Texas at Austin. Sein Name steht ganz oben auf der Liste der Anwärter für den Nobelpreis.

Alfalfa

Das erste grüne Phänomen - noch vor der Partei, die Grünen - war Alfalfa. Es wurde in kleinen Schachteln verkauft, und darin war Pflanzenerde voller grüner Keimlinge. Sah ein bisschen eklig aus, war aber wahnsinnig gesund. Der komische Name klang exotisch, dabei war das Grünzeug ja nichts anderes als die Sprossen der Luzerne, aber Alfalfa klang toller, so wurde die Pflanze in Amerika genannt. Da war sie sc

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