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Bike Fahrtechnik Basics, Balance und bergauf. Sicher um die Kurve. Stufen und Steilabfahrten. Singletracks und Spitzkehren. Bunny Hop, Wheelie und Manual. von Meyer, Holger (eBook)

  • Verlag: Delius Klasing Verlag
eBook (ePUB)
15,99 €
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Bike Fahrtechnik

Seit Beginn des Mountainbike-Booms in den 1980er Jahren hat sich die Technik dieses Radtyps rasant weiterentwickelt. Leistungsfähige Federungssysteme und zupackende Scheibenbremsen machen heute auch anspruchsvollste Trails fahrbar. Dieses Buch zeigt Ihnen, wie Sie mit der richtigen Technik auch schwerste Trail-Passagen sicher meistern. Holger Meyer, vormals Mitglied der Mountainbike-Nationalmannschaft und erfahrener Fahrtechnik-Trainer, beschreibt zusammen mit dem Bike-Journalisten Thomas Rögner alle notwendigen Mountainbike-Fahrtechniken - in Text und ausführlichen Bildreihen. Darunter fallen Einsteiger-Tipps wie Bremsen, Bergauf und Kurven fahren genauso wie Techniken für Fortgeschrittene, wie zum Beispiel steile Serpentinen oder Sprünge meistern. Bike Fahrtechnik - das steckt in diesem Buch: - Alle notwendigen Techniken, Moves und Tricks - Bildsequenzen, die die Techniken in allen Details zeigen - Extra-Tipps zum Thema E-Mountainbike Fahrtechnik Alles, was Mountainbiker über Fahrtechnik wissen müssen! Holger Meyer ist Mountainbiker der ersten Stunde. Er lebt in Garmisch-Partenkirchen, von wo aus er Fahrtechnik-Camps für Mountainbiker organisiert und durchführt. In den 1990er Jahren fuhr er Downhill-Rennen im Weltcup und war Mitglied in der Nationalmannschaft.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 126
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783667109675
    Verlag: Delius Klasing Verlag
    Größe: 30863 kBytes
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Bike Fahrtechnik

INTERMEDIATE

7 ANLIEGERKURVEN

IN STEILKURVEN NUTZT MAN DEN ÜBERHÖHTEN RAND, SOGENANNTE ANLIEGER, FÜR NOCH MEHR SPEED. SO KANN MAN AUCH IM GELÄNDE AUF NATÜRLICHE KURVENRÄNDER ACHTEN - FÜR NOCH MEHR SPEED IM TURN.

Eine sehr spaßige Variante beim Kurvenfahren sind Anlieger - auch Steilkurven genannt: das schönste Kurvenerlebnis, das man haben kann. Das Gefühl ist ähnlich wie beim Surfen in der Welle, beim Snowboarden im Powder oder beim Achterbahn fahren. Am besten geht man zum Üben auf die BMX-Bahn, den Pumptrack, oder in den Bike-Park. Es gibt diese Mini-Steilkurven auch im natürlichen Gelände, man muss nur die Augen aufmachen und ein wenig suchen.
SO FUNKTIONIERT DER ANLIEGER

In der Regel hat eine Schotterstraße am äußeren Kurvenrand eine Art Anlieger. Diesen kann man nutzen. Was ist der Vorteil dieser Technik? Man kann mehr Geschwindigkeit mit durch die Kurve nehmen, da diese überhöht ist und somit die äußeren Kräfte besser aufgefangen werden können. Sprich: Weil der Untergrund schräg ist, könnt ihr euch mehr in die Kurve legen, ohne dass die Reifen an Traktion verlieren. Ihr befindet euch im Prinzip immer im rechten Winkel zum Boden. Es wirken keine zusätzlichen Kräfte mehr auf die Reifen. Man kann also den gleichen Kurvenradius mit viel höherer Geschwindigkeit fahren als den einer flachen Kurve. Bahnradfahrer machen das vor: Je schneller sie auf dem Oval unterwegs sind, desto weiter oben verläuft die Spur, die sie halten können.

Darin liegt auch die Kunst, im Gelände eine Steilkurve richtig zu fahren. Wer zu langsam unterwegs ist, wird immer wieder nach unten gezogen und kann die Vorteile des Anliegers gar nicht nützen.

Zugegeben, es kostet schon Überwindung, sich wie ein Snowboarder oder Wellenreiter richtig in die schräge Wand hineinzulehnen. Aber wenn du in einer guten Steilkurve die richtige Spur getroffen und die optimale Geschwindigkeit gewählt hast, presst dich die Zentrifugalkraft förmlich an den Boden: ein extrem gutes Gefühl. Rein fahrtechnisch muss man die gleichen Dinge beachten wie bei jeder anderen Kurve auch: vorher auf die korrekte Geschwindigkeit abbremsen und die richtige Spur wählen, was natürlich etwas mehr Übung erfordert. Wie bei allen Manövern fährt man mit den Augen voraus. Leicht einlenken, gebeugte Arme (Attack-Position). Je nach Beschaffenheit des Turns, Pedale waagerecht zum Boden oder das Außenpedal nach unten, um mehr Druck über die Reifen auf den Boden zu übertragen. Die Hüfte bleibt dabei neutral, das heißt im 90-Grad-Winkel zur Bike-Längsachse.

Optimal üben lässt sich diese Technik auf der BMX-Bahn oder im Bike-Park, denn hier sind die Steilkurven wirklich hoch genug. Alle anderen Kurven im freien Gelände sind etwas schwächere Vertreter und nicht so schön gepflegt wie auf dem Dirt-Track.

Noch ein Vorteil überhöhter Kurvenränder im Gelände: diese natürlichen Anlieger können einen retten, falls man mit zu hohem Speed in eine Kurve hineingegangen ist und immer weiter zum Außenrand gezogen wird. Man nutzt dann den Anlieger wie eine Sicherheitsbande, um sich wieder auf eine sichere Linie näher zur Kurvenmitte zu befördern und den Abflug zu vermeiden.
WALLRIDE

Wenn die Steilkurve aus Holz ist, bekommen viele Biker Respekt und trauen sich nicht. Doch auch hier funktioniert das gleiche Prinzip: Geschwindigkeit stabilisiert. Die Augen blicken voraus, die Arme sind gebeugt, der Schwerpunkt ist tief. So fahre ich auf einem Radius, der meiner Anfahrtgeschwindigkeit entspricht durch den Holzanlieger. Auch hier wirken Zentrifugalkräfte, die einen an die Wand pressen. Man kann also ruhig etwas Speed mitnehmen und sich in die Kurve hineinlegen, denn sonst droht Abschmiergefahr. Anders sieht es aus, wenn der Wallride ein Freeride Stunt in einem Bike-Park ist, der zum Beispiel keine Auf- oder Abfahrt hat, hier muss man sich der Sprungtechnik sicher sein. Also bevor man blind j

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