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Handbuch für Radsport Fahrtechnik und Taktik - Training und Ernährung - Physiologie und Psychologie von Schmidt, Achim (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.08.2013
  • Verlag: Meyer & Meyer
eBook (ePUB)
19,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Handbuch für Radsport

Dieses Handbuch bietet einen breitgefächerten Einblick in die Trainingsgrundlagen, Techniken und Taktiken des Radsports, besonders des Straßenradsports unter verständlicher Darstellung trainingswissenschaftlicher, medizinischer und auch psychologischer Erkenntnisse. Besonderer Wert wurde auf die Veranschaulichung der theoretischen Grund-lagen der einzelnen Themenbereiche gelegt, die dem Leser die teilweise komplexen Zusammenhänge im Radsport näherbringen sollen. Neben dem zentralen Kapitel zum Training wird unter anderem ausführlich auf Themen wie Anatomie und Physiologie des Radsportlers, Ernährung, Medizin, Psychologie sowie Technik und Taktik eingegangen. Der Bezug zur Praxis des Radrennsports bleibt durch zahlreiche Tipps und Ratschläge immer gewahrt. Mit seiner Themenvielfalt und Ausführlichkeit richtet sich das Handbuch für Radsport nicht nur an Radrennsportler, Trainer und Sportstudenten, auch der Hobbysportler findet hier wertvolle und interessante Informationen für seinen Sport. Dr. Achim Schmidt ist als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Natursport und Ökologie an der Deutschen Sporthochschule Köln tätig. Er ist seit 1985 im Rad- und Mountainbikesport aktiv und hat als A-Amateur zahlreiche Rennen auf der Straße im In- und Ausland gewonnen. Als Trainer begleitet er viele Fahrerinnen und Fahrer. Schmidt engagiert sich im Kampf gegen Doping und kümmert sich um Nachwuchskonzepte im Radsport.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 328
    Erscheinungsdatum: 28.08.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783840334689
    Verlag: Meyer & Meyer
    Größe: 19550 kBytes
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Handbuch für Radsport

3 Training

3.1 Grundlagen der Trainingslehre

Die Trainingslehre ist die Lehre von Theorie und Praxis des sportlichen Trainings und nimmt innerhalb der Sportwissenschaft eine bedeutende Position ein. Sie beschäftigt sich vor allem mit der Ermittlung von Trainingsformen, um den Trainingsprozess zu optimieren.

Training ist oder sollte zumindest ein geplantes Handeln sein; das "sollte" deutet hier schon an, dass dies im Radsport, aber auch in anderen Sportarten, oft nicht der Fall ist. Auch wenn die Tendenz in den letzten Jahren verstärkt zu einem planmäßigen Training geht, so muss festgestellt werden, dass oft wahllos und ungezielt trainiert wird, und dies mit einem Zeitaufwand, der bei strukturiertem Training wesentlich bessere Leistungen ermöglichen könnte.

Will man vernünftig trainieren und Trainingspläne verstehen, so muss man sich zunächst mit den theoretischen Grundlagen der Trainingslehre befassen, um diese dann in der Praxis, also konkret beim täglichen Training, umsetzen zu können. Auch wenn man sich als Spitzenfahrer keine Gedanken um die Erstellung des Trainingsplans machen muss, ist Hintergrundinformation sehr wertvoll, um das dargebotene Training zu verstehen und es eventuell, falls es sich als ungünstig erweisen sollte, abzuändern. Ebenso kann der Hobbyradsportler seine Leistungsentwicklung steuern und nachvollziehen. Jedoch wird die Wichtigkeit solchen Wissens immer noch viel zu oft verkannt. Im Folgenden soll die Trainingslehre, immer in Bezug auf den Radsport als Ausdauersportart, mit einfachen Worten erläutert werden.

Abb. 3.1: Die Leistungsfaktoren im Radsport
Definition

Training ist, wie schon erwähnt, ein geplanter Prozess, der das Ziel verfolgt, mit geeigneten Trainingsmitteln eine Verbesserung oder Erhaltung der sportlichen Leistungsfähigkeit zu erreichen. Mit sportlicher Leistungsfähigkeit ist nicht nur die rein körperliche (konditionelle) Leistungsfähigkeit gemeint, sondern es gilt auch, taktische, technische und psychische Aspekte zu berücksichtigen und zu verbessern.

Biologisch gesehen, ist Training die Reaktion des Körpers auf Belastungen . Wird der menschliche Körper gefordert, entwickeln sich seine physischen Fähigkeiten, wird er jedoch keiner Belastung mehr ausgesetzt, verkümmern diese Fähigkeiten wieder. Der sinnvolle Wechsel von Belastung und Entlastung (Ruhepause) ist ganz entscheidend für die Wirkung des Trainings. Eine Belastung bringt das biologische Gleichgewicht des Körpers durcheinander mit der Folge, dass der Körper sich nach der Erholung (Regeneration) an die Belastung anpasst und einen höheren Leistungsstand besitzt als zuvor.
Superkompensation

Das in der Grafik gezeigte Schema erläutert das Prinzip der Superkompensation , eines der wichtigsten Prinzipien der Trainingslehre; Trainingsreiz, Ermüdung, Erholung und Superkompensation müssen in den richtigen Zeitabständen aufeinander folgen.

Die Regeneration ist der Prozess, der die Ermüdung des Organismus kompensiert und bis zur Wiederherstellung der vorherigen Leistungsfähigkeit andauert.

Als Superkompensation wird die Leistungssteigerung nach der Regeneration bezeichnet, sie ist gewissermaßen eine "Überregeneration". Ein Leistungszuwachs wird erreicht, indem die Regeneration nicht beim vorherigen Leistungsstand aufhört, sondern fortgeführt wird, bis ein Leistungsstand erreicht ist, der die gleiche Belastung für den Körper zukünftig besser kompensierbar macht. Diesen Vorgang bezeichnet man als Adaptation (Anpassung).

Was hier in der Theorie und in der Grafik sehr einfach erscheint, ist in der Realität sehr viel komplexer: Verfolgt man den Gedanken der Superkompensation konsequent weiter, müsste ein unendlicher Leistungszuwachs möglich sein. Tatsächlich ist es aber so, dass sich die Superkompensation bei Trainingsanfängern und bei Leistungssportlern nach

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