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Mountainbiketraining Für Anfänger und Profis von Schmidt, Achim (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.03.2012
  • Verlag: Meyer & Meyer
eBook (PDF)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Mountainbiketraining

Dieses Buch bietet - stets unter Berücksichtigung der trainingswissenschaftlichen Grundlagen und der disziplinspezifischen Merkmale (Cross-Country, Marathon) - eine fundierte Anleitung zum Mountainbiketraining. So werden alle grundlegenden Bereiche der Trainingsmethodik differenziert und übersichtlich dargestellt: Aspekte des herzfrequenzorientierten Trainings, der Periodisierung des Trainings in den verschiedenen Jahresabschnitten und Hinweise zur Erstellung und Auswertung eines individuellen Trainingstagebuchs. Neben Informationen und Anregungen zum Krafttraining und Stretching werden auch Hilfen für eine optimale und leistungsfördernde Ernährung gegeben. Abgerundet wird der Band durch Erläuterungen zum Thema Technik- und Mentaltraining.

Achim Schmidt, geboren 1969 in Köln, ist als Sportwissenschaftler am Institut für Natursport und Ökologie, Abteilung Radsport, an der Deutschen Sporthochschule Köln tätig. Er ist seit 1985 im Rad- und Mountainbikerennsport aktiv. Seit 1989 ist er A-Amateur auf der Straße und startet auch bei Mountainbikerennen. Als Trainer begleitet er zahlreiche Fahrerinnen und Fahrer. Schmidt veröffentlichte ein Vielzahl an Publikationen rund um das Thema Rad und ist für verschiedene Verbände und Institutionen im Bereich Jugend- und Nachwuchsförderung sowie als Referent tätig.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 256
    Erscheinungsdatum: 28.03.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783840301339
    Verlag: Meyer & Meyer
    Größe: 30764kBytes
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Mountainbiketraining

2 Physiologie und Anatomie des Mountainbikers

2.1 Vom Anfänger zum Profi aus physiologischer Sicht

Beginnt man als wenig ausdauertrainierter Mensch mit dem Mountainbiken, so werden im Körper bestimmte Veränderungsprozesse in Gang gesetzt, die darauf abzielen, die Körperfunktionen an höhere Leistungsanforderungen anzugleichen. Neben sichtbaren Anzeichen, wie zum Beispiel der besseren Ausprägung der Muskulatur oder einer Gewichtsabnahme, vollzieht sich unbemerkt nach außen eine Reihe weiterer Anpassungsvorgänge, die die Leistungsfähigkeit des komplexen Systems "Körper" erhöhen.

Für einen Mountainbiker, der sich ernsthaft mit seinem Hobby befasst, sollte es ein grundlegendes Bedürfnis sein, möglichst viel über seinen Körper zu erfahren, der es ihm ermöglicht, diesen Sport auszuüben. Körperverständnis und Körpergefühl werden in einer Zeit des computergesteuerten Trainings immer unbedeutender und so ist es nur eine unabdingbare Konsequenz, dass viele Leistungssportler ihren Körper über die Maße beanspruchen, bis er "versagt".

Im Folgenden werden die anatomischen und physiologischen Grundlagen für den Ausdauersport Mountainbiking dargelegt. Auch die Anpassungsvorgänge durch Ausdauertraining werden dabei berücksichtigt und sollen dem Mountainbiker dabei helfen, Vorgänge im Körper, Verletzungen, aber auch die Leistungssteigerung zu begreifen. Des Weiteren ermöglichen diese Kenntnisse auch ein grundlegendes Verständnis des Trainings und aller damit zusammenhängenden Faktoren.

Auf Grund des Buchumfangs kann zweifellos nicht in die kleinsten Details vorgedrungen werden, die jedoch in einigen guten Büchern zur Anatomie und Physiologie sehr ausführlich beschrieben sind (z. B. De Marées: Sportphysiologie (2007) ; Silbernagel & Depopoulos: Physiologie (2009) ; Faller: Der Körper des Menschen (2008) ).
2.1.1 Trainingsauswirkungen auf Herz, Kreislauf und Bewegungsapparat

Der Anpassungsvorgang des Körpers ( Adaptation ) wird in zwei Phasen unterteilt. Während der ersten Phase, bei geringen Trainingsumfängen und -intensitäten, wie zum Beispiel im Breiten- und Gesundheitssport, kommt es lediglich zu einer funktionellen Anpassung, die durch eine Verbesserung des Stoffwechsels mit einer daraus folgenden Ökonomisierung des Herz-Kreislauf-Systems charakterisiert ist.

Die zweite Phase der Adaptation ist die dimensionale Anpassung, während der sich die Dimensionen (Größe) der Organe verändern.

Das Herz wird leistungsfähiger

Durch ein regelmäßiges, über Jahre fortgeführtes Ausdauertraining kommt es zu einem Anpassungsprozess des Herzens, dessen Folge die Sportherzentwicklung ist. Das Sportherz ist durch eine Größenzunahme und die dadurch resultierende Senkung der Herzfrequenz charakterisiert. Dieser Anpassungsprozess ist eine Folge des erhöhten Stoffwechsels, vor allem in der Muskulatur, deren gesteigerter Sauerstoff- und Nährstoffbedarf nur über eine höhere Blutzirkulation gedeckt werden kann und somit ein leistungsfähigeres Herz erfordert. Während das Herz des Untrainierten ein Gewicht von etwa 300 g aufweist, kann das Ausdauersportherz bis zu 500 g wiegen. Mit dem Gewicht steigt auch das Herzvolumen an. Von etwa 800 ml bei Männern und 500 ml bei Frauen steigt es auf Werte von 900-1.200 ml, selten sogar auf über 1.500 ml. Die größten Sportherzen werden übrigens bei Straßenradsportlern festgestellt und sind Folge der oft extremen Ausdauerbelastungen.

Durch das vergrößerte Herzvolumen wird ein größeres Schlagvolumen möglich. Das Schlagvolumen ist die Blutmenge, die das Herz pro Schlag in die Aorta auswirft (beim Untrainierten 80 ml, beim Trainierten bis zu 150 ml). Da der Körper aber für die gleiche Leistung nicht mehr Blut benötigt, kann das Herz mit einer niedrigeren

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