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Beckham Deutsche Ausgabe von Beckham, David (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.11.2013
  • Verlag: riva
eBook (ePUB)
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Beckham

In dieser exklusiven und hochwertig ausgestatteten Autobiografie erzählt David Beckham von den bedeutendsten Meilensteinen seiner Karriere: Er berichtet unter anderem von dem schmerzhaften und beschämenden Tag bei der Weltmeisterschaft 1998, als seine rote Karte im Spiel gegen Argentinien das Ausscheiden Englands begünstigt, und von dem Hass, der ihm daraufhin von den Medien und seinen Landsmännern entgegenschlägt, von der schwierigen Anfangszeit bei Real Madrid und von dem wehmütigen Augenblick seines Abschieds vom Fußball im Sommer 2013. Mehr als 120 Fotografien, viele davon aus dem privaten Fotoalbum, runden diese faszinierende Autobiografie, die intime und emotionale Einblicke in das Leben eines außergewöhnlichen Fußballers gibt, ab. Ein Muss für alle Fußball- und Beckhamfans.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 288
    Erscheinungsdatum: 29.11.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864135101
    Verlag: riva
    Größe: 30220 kBytes
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Beckham

ENGLAND
TEIL I

Zum ersten Mal für mein Land aufzulaufen machte mich stolz, nur einmal gab es etwas, worauf ich noch stolzer war.

Beim Singen der Nationalhymne fühlte ich den Stolz besonders intensiv, was für ein emotionaler Moment.

Mein erstes Tor für England am Geburtstag meiner Mutter. Fast hörte ich sie sagen: "Das hat mein Junge für mich getan."

Diesen Moment liebe ich - mit jemandem feiern, den ich kenne, seit ich zwölf bin. (Sol Campbell)

Eine ungestüme Umarmung von Emile. Was für ein Tag für das Team und das Land. Emile Heskey - der sanfte Riese.

ICH HÖRTE DEN SCHLAG einer Trommel. Als würde es sich um das einzige Geräusch auf der ganzen Welt handeln. Nur eine Trommel, deren Beat sich direkt aufs Feld übertrug. Der Rest des Stadions war verstummt. Jeder Fan schien zu wissen, dass der nächste Schuss das Spiel entscheiden würde.

Bang, bang, bang, bang, bang, bang.

Teddy Sheringham, mein Teamkollege in der Nationalmannschaft, nahm sich den Ball, um ihn dort hinzulegen, wo er gerade von einem griechischen Verteidiger gefoult worden war. Adrenalin schoss durch meine Adern. Wir waren in der 93. Spielminute, England lag 2:1 hinten. Wenn wir jetzt kein Tor machten, wäre die Qualifikation für die WM 2002 gescheitert.

Ich wagte gar nicht, daran zu denken.

Ich schnappte mir den Ball von Teddy und legte ihn mir zurecht. Das passte ihm nicht. Er schubste mich weg, sachte, aber bestimmt. "Ich mache das, David", sagte er. "Ich weiß, dass ich das hinkriege."

Aber niemand würde mich davon abhalten, diesen Freistoß zu treten. Ich war voller Selbstvertrauen, ruhig und sicher. Ich wusste, dass ich das Tor machen konnte. Ich hatte zwar schon ein paarmal danebengeschossen, aber mein Selbstbewusstsein war immer noch unerschütterlich. Ich steckte immer noch voller Energie, obwohl wir schon in der Nachspielzeit waren.

"Es ist zu weit für dich, Teddy", sagte ich. "Vertrau mir. Ich hab's im Griff."

Als Teenager hatte ich mal einen ganz ähnlichen Schuss platziert. Ich spielte in der A-Mannschaft in einem meiner ersten Jahre bei Manchester United. Bryan Robson, der Kapitän von United, trainierte mit uns, weil er gerade eine Verletzungspause hinter sich hatte. Wir bekamen einen Freistoß vom Rande des Spielfelds aus und Robson machte Anstalten, den Freistoß zu treten.

Er war auch der Kapitän der englischen Nationalmannschaft und einer der besten Fußballspieler der Welt, doch ich nahm ihm einfach den Ball weg. "Sorry", sagte ich, "aber normalerweise mache ich das." Die Leute waren fassungslos ob meiner Frechheit. Robson nahm mir das noch jahrelang übel. Ein guter Beleg, dass ich schon als Jungspund vor Selbstvertrauen strotzte. Ich vertraute einfach darauf, dass ich es schaffen würde.

Teddy sah, dass ich nicht klein beigeben würde, und obwohl er älter und erfahrener war als ich, ließ er mich machen. Da waren wir nun: ich, der Ball und die 23 Meter, die ihn von der linken oberen Ecke des Tors trennten.

Doch bei diesem Schuss ging es nicht nur um England, sondern auch um mich. Er sollte einen Schlussstrich ziehen unter vier Jahre der Schmähungen. Vier Jahre der Bitterkeit. Vier Jahre, in denen die Englandfans - nicht alle, aber doch so viele, dass es wehtat - mir die wüstesten Beschimpfungen entgegenschrien, wenn ich für mein Land spielte.

Vier schmerzvolle Jahre.

Ich atmete zweimal tief durch, visierte das obere Eck an und leerte meinen Geist von allen Gedanken bis auf einen: "Ich werde das Tor schießen." Ich konzentrierte mich darauf, England zur

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