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Handbuch Basketball von Bösing, Lothar (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.03.2014
  • Verlag: Meyer & Meyer
eBook (PDF)
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Handbuch Basketball

Das neue Handbuch Basketball steht in der Nachfolge des erstmals im Jahr 1972 herausgegebenen Basketballhandbuchs, dem Standardwerk der Trainerausbildung im Deutschen Basketball Bund. Seit der letzten Auflage hat sich das Basketballspiel rasant weiterentwickelt, ist komplexer und vielfältiger geworden. Dieses neue Handbuch trägt dem Rechnung. Alle wichtigen Aspekte des Spielens und Trainierens werden umfassend dargestellt: die historischen Grundlagen des Basketballspiels, physische und psychische Spielanforderungen mit daraus abgeleiteten Trainingsinhalten, methodische Herangehensweisen zur Vermittlung der Spielgrundlagen, grundlegende technische und taktische Fertigkeiten und Fähigkeiten in Angriff wie Verteidigung, Möglichkeiten der Trainings- und Wettkampfsteuerung, sportmedizinische Grundkenntnisse, Ernährungsthemen und die Dopingproblematik. Das Handbuch informiert darüber hinaus über die wichtigen basketballrelevanten Sportorganisationen, über Basketball als Schulsport, Streetball und 3on3-Basketball, Beach- und Mixed- Basketball, Rollstuhl-Basketball sowie Mini- und Senioren-Basketball.

Lothar Bösing ist Professor und Direktor am Staatlichen Seminar Tübingen, war Lehrer, Universitätsdozent und sammelte Erfahrungen als Basketballtrainer mit Jugend-, Damen- und Herrenmannschaften auf allen Leistungsebenen. Als Vizepräsident im Deutschen Basketball Bund und als Vorsitzender der Lehr- und Trainerkommission ist er für die Aus- und Fortbildung im DBB zuständig. Christian Bauer ist A-Trainer und A-Schiedsrichter des DBB und war Trainer zahlreicher Leistungsmannschaften besonders im männlichen Nachwuchsbereich. Er war Referent für das Lehr- und Trainerwesen des DBB. Aktuell ist er Ressortleiter Trainer des Bayerischen Basketball Verbands sowie Mitglied der Lehr- und Trainerkommission des DBB. Hubert Remmert ist Dozent für Basketball, Handball und Trainingswissenschaft an der Fakultät für Sportwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum. Als DBB-A-Trainer ist er in den Lehr- und Trainerkommissionen des DBB und des Westdeutschen Basketball Verbandes tätig. Andreas Lau ist apl. Professor am Department Sportwissenschaft der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg mit den Arbeitsschwerpunkten Sportpsychologie und Sozialpsychologie. Als Trainer und Lehrwart war er im Basketball-Verband Sachsen-Anhalt tätig.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 432
    Erscheinungsdatum: 21.03.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783840309663
    Verlag: Meyer & Meyer
    Größe: 26613 kBytes
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Handbuch Basketball

2 Grundlagen des Basketballspiels

2.1 Sportspiel Basketball - von den Anfängen bis heute

2.1.1 Ursprünge

Im Leben anderer Völker und Kulturen gab es bereits vor vielen Jahrhunderten Spiele, die dem modernen Basketball vergleichbare Inhalte aufwiesen, insbesondere die Idee, einen Ball durch einen erhöhten Ring zu werfen. Historiker haben solche basketballähnlichen Spiele sowohl in Amerika als auch in Europa nachgewiesen. So spielten die Normannen bereits vor etwa 1.000 Jahren "soule picarde". Das war ein Spiel, bei dem die Mannschaften einen Ball durch den vom Gegner verteidigten Reifen warfen. Auch bei den Mayas, Inkas und Azteken gab es zwischen dem neunten und 15. Jahrhundert Spiele, bei denen zwei Mannschaften im Wettkampf versuchten, einen schweren Kautschukball durch einen in 6 m Höhe senkrecht an einer Seitenwand des Spielfeldes befestigten Steinring zu befördern.
2.1.2 Erfindung durch Naismith 1891/92

Die Grundprinzipien für das Basketballspiel in der heutigen Form wurden 1891/92 von James Naismith, einem Sportlehrer am Springfield College des YMCA 2 in Massachusetts, entwickelt. Ausgangspunkt war ein Lehrauftrag in einer schwierigen Klasse, die durch das bekannte Sportprogramm nicht zu motivieren war. Er versuchte zunächst, die Klasse durch Regeländerungen der damals bekannten Spiele zu gewinnen. Nach zahlreichen erfolglosen Anläufen analysierte er diese Spiele dann genauer und erarbeitete die nachfolgenden Grundprinzipien, die das neue Spiel erfüllen sollte.

Grundprinzipien des Basketballspiels von Naismith:

- There must be a ball; it should be large, light and handled with the hands.

- There shall be no running with ball.

- No man on either team shall be restricted from getting the ball at any time that it is in play.

- Both teams are to occupy the same area, yet there is to be no personal contact.

- The goal shall be horizontal and elevated.

(Naismith, S. 62 )

Diese Prinzipien lassen sich auch heute noch in den gültigen Regeln wiederfinden. Dies darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es in der kurzen Geschichte des Spiels eine große Anzahl an Regeländerungen gab.

Am 2. Januar 1892 gab Naismith die ersten offiziellen Spielregeln heraus, die noch heute die Grundlage des offiziellen Regelwerks des Weltdachverbandes FIBA 3 bilden.

Das erste Basketballspiel fand in der Turnhalle des Springfield-Colleges statt. Der Hausmeister befestigte zwei Pfirsichkörbe an den Geländern der Balkone, musste dann aber den Ball immer wieder aus dem Korb holen. Daher wurde in der Folgezeit der Boden der Körbe entfernt. Um zu verhindern, dass Zuschauer von der Galerie aus den Flug des Balls beeinflussen, befestigte man schließlich hinter dem Korb ein Brett. Das Spiel wurde dadurch schneller, da Bälle, die das Ziel verfehlten, ins Spielfeld zurückprallten und sich somit deutlich weniger Spielunterbrechungen ergaben.

Die Regeln wurden bis heute immer wieder verändert, um das Spiel attraktiver zu gestalten. Einerseits können dadurch neue Entwicklungen im Basketballspiel beeinflusst werden - z. B. Aktivierung des Mittelfeldspiels durch die Einführung des Verbots, den Ball in die Verteidigungshälfte zurückzuspielen -, andererseits bringen diese Regeländerungen aber für den Zuschauer ständige Umstellungsschwierigkeiten mit sich. Dennoch gewann das Spiel in kurzer Zeit zahlreiche Anhänger.
2.1.3 Weltweite Verbreitung

Was war nun der Grund dafür, dass Basketball in den USA schon kurz nach der Jahrhundertwende so populär wurde? Eine Beantwortung dieser Frage ist möglich, wenn man die "Sportszene" in den

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