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Modernes Passspiel Der Schlüssel zum High-Speed-Fußball von Hyballa, Peter (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.07.2014
  • Verlag: Meyer & Meyer
eBook (ePUB)
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Modernes Passspiel

Die ganze Fußballwelt redet insbesondere vom wunderbaren Tiqui-Taca des FC Barcelona, dem attraktiven und sehr erfolgreichen Flach- und Kombinationspassspiel des FC Bayern München in der Saison 2012-2013 und dem überraschenden 'Tödlichen' Passspiel von Borussia Dortmund. Damit verbindet man in der Regel, dass das 'Passspiel' eine Bedingung für attraktiven und auf Angriff ausgerichteten Fußball darstellt, der viele Beobachter begeistert. Aber was steckt inhaltlich und methodisch hinter diesem 'zauberhaften' Passspiel und wie kann man es wirksam auf dem Trainingsplatz trainieren, üben und lehren? Die Autoren geben mit weit über hundert Spiel- und Übungsformen eine Antwort auf diese Frage. Das sehr facettenreiche und oftmals im Training stiefmütterlich behandelte Passspiel wird für das Training in allen Spielklassen 'passgenau' aufgearbeitet.

Peter Hyballa, Jahrgang 1975, DFB-Fußballlehrer, ist Magister der Sportwissenschaften und besitzt eine UEFA Pro Licence. Er war Cheftrainer von Alemannia Aachen, z. Zt. ist er Cheftrainer bei Sturm Graz. Er war Deutscher U19-Vize-Meister 2009 und Westdeutscher Meister mit dem BVB sowie Deutscher U19-Vize-Pokalsieger 2009 mit dem BVB und 2007 mit dem VfL Wolfsburg. Peter Hyballa gibt Trainerfortbildungen im In- und Ausland. Zudem ist er freier Autor für online-Seminare und Trainings-DvD s und bei der DFB-Fachzeitschrift 'fussballtraining'. peterhyballa.org. Hans-Dieter te Poel ist DFB-Fußballlehrer und besitzt eine UEFA Pro Licence. Er ist Diplom-Sportwissenschaftler und Pädagoge und verfügt über langjährige Erfahrungen als Trainer im Leistungs- und Hochleistungsebenen. Darüber hinaus ist er Lehrbeauftragter für Fußball an der Deutschen Sporthochschule Köln und er ist in den Landesleistungszentren Essen und Straelen und im Bundesleistungsstützpunkt Dortmund tätig. Außerdem ist er in der Trainerfortbildung aktiv. Er ist Buchautor und Autor für die Fachzeitschriften 'fußballtraining', 'leistungssport', 'Spektrum der Sportwissenschaften' und 'sportunterricht'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 416
    Erscheinungsdatum: 02.07.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783840335327
    Verlag: Meyer & Meyer
    Größe: 11915 kBytes
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Modernes Passspiel

4.1 Warum ein Pass-Puzzle®?

"Barca macht das Spiel so einfach wie möglich, zerlegt es in seine Bestandteile, in die Elementarteilchen des Fußballs, die fein verzahnten Bewegungen von Ball und Beinen - unendlich viele, kleine, präzise Pässe, gespielt im richtigen Moment, mit dem richtigen Tempo, dem richtigen Drall, auf den richtigen Fuß, auf die richtige Seite des Fußes. Und all das eingebettet in die Kollektivbewegung eines Schwarms, in dem jeder Einzelne immer den richtigen Abstand zu allen anderen hat."
(Christian Eichler, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung , o.J. und o.S.).

Das Etymologische Wörterbuch der deutschen Sprache definiert den Begriff Puzzle als "Ein aus Einzelteilen zusammengesetztes Bild" (Kluge 1999, S. 656). Die Herkunft des Begriffs ist jedoch nicht sicher geklärt. Er findet sich heute in dem Neuenglischen wieder und steht für "Verwirrung" (dto.). Umgangssprachlich wird er in Deutschland mit dem Puzzeln in Verbindung gebracht und steht in diesem Kontext synonym für "Geduldsspiel" (Duden 1996, S. 597).

Was hat nun das Puzzle mit dem gewählten Pass-Puzzle® zu tun? Schaut man sich zum Beispiel das Tiqui-Taca des FC Barcelona genauer an, kommt dieses einem Geduldsspiel mit zum Teil verwirrenden Passkombinationen, bestehend u.a. aus den Einzelteilen One-Touch-Pässe in Kombination mit Dreiecks-Pässen , Winkel-Pässen und Patsch-Patsch-Pässen , sehr nahe. Diese werden wettkampfspezifisch so eingesetzt, dass die Spieler sich auf engem Raum und ohne Ballverlust gemäß der eignen oder gegnerischen Spielabsicht entsprechend verhalten können: den Gegner zermürben oder mit Ball ausruhen oder Vorbereitung einer Spielverlagerung oder eines Weglaufens etc. [8] :

Die Situation ist die Frage, die Bewegung (hier die Passarten) die Antwort.

Die Verbindung der einzelnen Passsarten (die "Details" = Puzzles; vgl. Abb. 3 mit unterer Folie des Puzzles) mit taktischen Gesichtspunkten ("Was ist meine/unsere Spielabsicht und wie will ich diese umsetzen?") wird nicht nur durch die Wahl der Begrifflichkeiten überaus deutlich und plausibel:

Je größer die Qualität der einzelnen und im Team (abgestimmten) Lösungsmöglichkeiten (im Sinne wirksamer Verhaltensmaßnahmen) ist, desto höher ist das Spielniveau!

Begriffe, die dem Trainer/Lehrer und den Spielern im Training und Spiel helfen sollen, das situative Coaching der Übungs- oder Spielform mit Hilfe von fußballspezifischen, schnell verständlichen Sprachbildern und Codes (z.B. dem "Last-Moment-Pass") zu erleichtern. Das setzt voraus, dass die Trainer/Lehrer die Inhalte und Methoden des Coachings intensiv mit den Spielern besprechen und ihnen die Notwendigkeit dieser konkreten Absprachen erklären und verständlich machen.

Die Autoren erfüllen hierdurch eine zentrale Forderung der Fußball-Lehrer-Ausbildung des Deutschen Fußball-Bundes: "Technik unter taktischen Gesichtspunkten trainieren." und: "Entscheidend. Coaching!" (Wormuth 2011, S. 46; vgl. auch Kap. 4.5 ). Aber wie? Beispiele für situatives Coaching könnten wie folgt benannt werden:

"Kein Gegner im Rücken? Aufdrehen!"

"Gegner im Rücken? One-Touch-Pass!"

"Hinter dem Gegner? Voraktion: Raus aus dem Deckungsschatten!"

"Raum-Pass? Nachaktion: Ball begleiten!"

"Enger Raum, Gegner presst? Tiqui-Taca, Patsch-Patsch-Pässe und Kaatsen oder "enge" Dreiecks-Pässe!"

"Aus dem "engem Raum" herausspielen? Wechsel-Pässe in Tiefe und Breite!"

Wie die Autoren bereits in Kap. 1 hervorheben konnten, kann sich ein situatives Coaching nicht nur auf die Bewertung von Lösungen besch

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