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Krav Maga für Einsteiger Die wichtigsten Selbstverteidigungs- und Kampftechniken Schritt für Schritt erklärt von Levine, Darren (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.09.2018
  • Verlag: riva Verlag
eBook (ePUB)
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Krav Maga für Einsteiger

Einst für die israelischen Streitkräfte entwickelt, wird Krav Maga heute weltweit von Militär- und Polizeieinheiten eingesetzt. Zugleich hat es sich als zivile Selbstverteidigungstechnik etabliert. Ob Mann oder Frau, Jung oder Alt - jeder kann das hocheffektive Nahkampfsystem erlernen, denn die Techniken erfordern nur geringen Kraftaufwand und sind äußerst wirkungsvoll. Sie basieren auf natürlichen Reflexen und nutzen die Schwächen des Angreifers gezielt aus. Krav Maga für Einsteiger lehrt die grundlegenden Techniken der Selbstverteidigungslehre und verbindet diese mit einem umfassenden Fitnessprogramm. Egal ob Sie Ihre Kampftechniken verbessern oder das nötige Selbstvertrauen gewinnen möchten, um sich im Falle eines Angriffs erfolgreich zu verteidigen - dieses Buch bietet alles, was Sie brauchen, um Ihre Ziele mit Krav Maga zu erreichen. Mit über 360 bebilderten Schritt-für-Schritt-Anleitungen macht es Krav Maga für Einsteiger einfach, das effektivste Selbstverteidigungs- und Kampfsystem der Welt zu erlernen.

Darren Levine hat einen schwarzen Gurt Level 6 in Krav Maga, ist Gründer der Krav Maga Association sowie CEO und Chefinstrukteur von Krav Maga Worldwide?.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 192
    Erscheinungsdatum: 10.09.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783745301816
    Verlag: riva Verlag
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Krav Maga für Einsteiger

Gewalttaten erfolgreich überstehen

Selbstverteidigung besteht nicht nur aus dem Erlernen von Techniken. Gewalterfahrungen sind vom Wesen her furchterregend, sie erschüttern bis ins Mark und rufen auf mehreren Ebenen extreme Reaktionen hervor: auf der emotionalen/psychischen Ebene und auf der physiologischen Ebene. Gutes Training bereitet auch auf diese Aspekte der Gewalt vor.
Emotionale Reaktionen

Zu den emotionalen Reaktionen auf eine Gewalterfahrung (oder auch nur drohende Gewalt) zählen sämtliche naheliegenden Extreme der Angst (um sich selbst und um andere) und der Wut (darüber, in Gefahr geraten zu sein). Die Ehefrau eines der Autoren wurde einmal im Auto entführt und erinnert sich daran, nicht nur Angst, sondern auch Empörung und Verwirrung gespürt zu haben. Immer wieder fragte sie den Entführer: "Wieso machen Sie das? Wieso?" Sie erwartete keine Antwort, aber ihre Empörung verlangte danach (mehr dazu weiter unten). Einer der Autoren sah sich einmal mit der Schusswaffe bedroht (bevor er Krav Maga lernte) und weiß noch, dass ihn nicht nur die Angst packte, sondern auch Wut und der Widerwille, den Räuber gewähren zu lassen.

Aber emotionale Reaktionen sind in der Regel Probleme, mit denen man sich im Nachhinein beschäftigt, wenn man sich selbst oder andere Traumatisierte therapiert. Während der Konfrontation selbst sind emotionale Reaktionen meist Symptome starker körperlicher oder psychischer Reflexe und mit eben diesen werden wir uns im Folgenden befassen.
Kampf oder Flucht

Die Kampf-oder-Flucht-Reaktion, auch "akute Stressreaktion" genannt, wurde in den 1920er-Jahren erstmals von Dr. Walter Cannon erforscht. Bei der Kampf-oder-Flucht-Reaktion pumpt das Nervensystem Adrenalin und Noradrenalin ins Blut, wodurch die Herzfrequenz angetrieben, die Blutgefäße verengt und die Muskeln angespannt werden. Auf diese Weise macht sich der Körper für einen plötzlichen Ausbruch extremer körperlicher Anstrengung bereit. Interessant ist übrigens (besonders für eine instinktbasierte Methode wie Krav Maga), dass eine hohe Konzentration bestimmter Hormone (Katecholamine) an Neurorezeptoren den Körper dazu bringt, spontanen und intuitiven Impulsen zu folgen, die in Kampf- oder Fluchtsituationen oft hilfreich sind. 1

Aber was passiert genau während der Kampf-oder-Flucht-Reaktion? Im Folgenden sind einige der häufigsten körperlichen und psychischen Reaktionen beschrieben.

Physische Reaktionen

Grob gesagt steigt die Körperkraft in intensiven Stressphasen stark an, während die Geschicklichkeit stark nachlässt. Man erlebt eine sehr kurze Zeitspanne extremer körperlicher Leistungsfähigkeit (was jedoch leider keinen Spaß macht!), allerdings ohne viel Feinmotorik. Aus diesem Grund müssen alle eingesetzten Abwehrtechniken ohne präzise Bewegungen auskommen. Zusammengefasst geschieht Folgendes:

-Herzfrequenz steigt,

-Blutdruck steigt,

-Atemfrequenz steigt,

-Schmerzempfindlichkeit sinkt,

-Körperkraft steigt (und fällt danach drastisch),

-Schnelligkeit steigt,

-Feinmotorik verschlechtert sich drastisch.

Psychische Reaktionen Einige der interessantesten (und problematischsten) Reaktionen auf Stress- und Gewalterfahrungen sind psychisch begründet. Hier sind die häufigsten:

Tachypsychie: Tachypsychie bezeichnet die veränderte Zeitwahrnehmung des Hirns unter Stress. In Belastungssituationen schaltet das Gehirn in den Turbo-Modus und verarbeitet Informationen rascher. Als Folge scheint alles in Zeitlupe zu passieren, obwohl man sich wahrscheinlich sehr schnell bewegt (und der Gegner auch). Tachypsychie kann auch andersherum wirken, sodass ein vom Angriff überraschtes Opfer vom Tempo der Ereignisse überwältigt wird.

Tunnelblick: Vor lauter Konzentration auf die Bedrohung blendet das Gehirn alles andere aus. Die Ränder des Sichtfelds we

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