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Lässig laufen Warum Fitness keine Folter braucht von Lorig, Sven (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.02.2016
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Lässig laufen

Früher war er 100 Kilo schwer und null in Form - heute läuft Sven Lorig Marathon und kann sich ein Leben ohne Laufen nicht mehr vorstellen. Für ihn ist es der beste Sport überhaupt: Er macht fit, schlank und baut Stress ab.

Seit 10 Jahren dreht der sympathische Moderator sooft es geht seine Runden und ist profunder Kenner rund ums Thema: Ob Tempotraining, Klamottenfrage, Ernährung oder Interna aus der Profiläuferwelt - gepaart mit seiner eigenen Laufgeschichte schreibt Sven Lorig ein unterhaltsames, erhellendes und motivierendes Buch für alle Anfänger und bereits Abhängigen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 256
    Erscheinungsdatum: 12.02.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732514083
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Größe: 25799 kBytes
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Lässig laufen

Dumm gelaufen

Laufen ist einfach eine perfekt unkomplizierte Sportart: Sie brauchen nur ein paar gute Laufschuhe im Koffer (Ihre Knie werden es Ihnen irgendwann danken, dass Sie dafür ein paar Euro mehr ausgeben - also für die Schuhe, nicht für den Koffer), dazu Laufsocken, -hose und -shirt, und schon kann es fast überall auf der Welt losgehen, wann und wie Sie möchten. Ohne Voranmeldung, ohne Trainingsgruppe, ohne feste Zeiten.

Zugegeben: nicht wirklich überall. Wo etwa Drogendealer, Gefängniswärter oder laufunfreundliche Stadtplaner das Sagen haben, kann es zuweilen eng werden, aber auch für solche Fälle gibt es Lösungen - dazu später mehr.

Letztlich sind Sie mit 200 Euro für die Grundausstattung dabei - und zahlen sonst erst mal gar nichts.

Meine eigene Laufkarriere begann mit Kosten von 79,90 DM und einer extrem chauvinistischen Unverschämtheit meinerseits. Dabei lebe ich mit gleich vier Frauen zusammen (mit meiner Gattin und drei Töchtern - was haben Sie denn gedacht?), und meine Frau war in ihrer Jugend so etwas, das wir damals belustigend bis ehrfürchtig eine "lila Latzhose" nannten - eine heißblütig-emanzipierte Frau mit ihrer zu jenen Zeiten handelsüblichen Ausgehuniform.

Als wir Mitte der 1990er Jahre unsere erste gemeinsame Wohnung in Düsseldorf bezogen hatten, entdeckten wir beide die Liebe zum Kochen und zum ausgiebigen Essen - ein Schicksal, das zwar viele Studenten und Paare in unserer Umgebung teilten, aber kaum einer nahm so schnell so viele Kilogramm zu sich wie ich, während ich gleichzeitig immer weniger Sport trieb. Meine wilden Jahre, die langen Trainingseinheiten fünfmal die Woche mit Fußball und Formationstanzen (ja, ich weiß, eine unwiderstehliche Kombination) waren lange vorbei. Die Zeiten, in denen ich essen konnte, was ich wollte, ohne zuzunehmen, leider ebenfalls. Statt irgendwo irgendetwas zu trainieren, stand ich lieber am heimischen Herd und nutzte Sahne wie Butter zum Verfeinern der Saucen oder saß in einer der vielen Düsseldorfer Studentenkneipen und erweiterte meinen kulinarischen Horizont. Allein in meinem Kopf war ich immer noch topfit. Ein Spitzensportler, der kurz eine regenerative Ruhepause eingelegt hatte. Pause ist schließlich auch Training - denn wer zu viel macht, überfordert seinen Körper!

Leider hatte ich vergessen, überhaupt irgendetwas Sportliches zu machen. Und so hatte ich einen ganz eigenen Weg gefunden, meinen mittlerweile 100 Kilogramm schweren Körper zu überfordern - in Worten: einhundert Kilo! Ja, diese Zahl schockiert mich auch heute noch. Dicke Backen, Mondgesicht, vom Bauchumfang mal ganz zu schweigen. Die wenigen Fotos aus dieser Zeit hätten mir damals direkt nach der Entwicklung der Bilder eine deutliche Warnung sein können, aber in meinem Kopf war ich irgendwie immer noch Leistungssportler im kurzfristigen Ruhestand. Ein Rennpferd, das nur so loslaufen würde, wenn die Box denn wieder aufgehen würde.

Mitnichten, Sportkamerad, wie sich kurze Zeit später zeigen sollte!

Meine Frau, die damals noch meine Freundin war, hatte zwar nicht ganz so viel, aber dennoch auch merklich zugelegt und deswegen bei der Verbraucherzentrale NRW einen Ernährungskurs besucht. Das fand ich wirklich lobenswert und wollte sie dabei tatkräftig unterstützen, indem ich ihr etwas zum Geburtstag schenkte, was damals gerade in einfacher Version neu auf den Markt kam: eine Pulsuhr mit Brustgurt, um beim Sport die Herzfrequenz messen zu können. Die Werbung versprach optimales Training für noch optimalere Abnehmeffekte. Das klang einleuchtend und würde ihr sicher helfen. Hüstel.

Nicht nur alte Fotos können peinlich sein.

An mich selbst dachte ich beim Kauf der Uhr in völliger Selbstüberschätzung zu keiner Sekunde. Dann aber lag das blöde Ding bei uns in der Wohnung, meine Frau nutzte es das erste Mal beim Rad

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