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300 reiterliche Fragen und ihre Beantwortung im Sinne der klassischen Reitlehre H.Dv.12. von Rieskamp, Bianca (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.11.2015
  • Verlag: Olms
eBook (ePUB)
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300 reiterliche Fragen

Anspruchsvoll, korrekt und gesundheitsfördernd Reiten - durch die unverfälschte Umsetzung der klassischen Reitlehre gemäß der Reitvorschrift von 1912 (H.Dv.12). Dieses Buch schlägt eine Brücke zwischen dem Erscheinen der Reitvorschrift von 1912 und der Anwendung dieser Lehre in der heutigen reiterlichen Praxis. Kaum ein Thema ist so komplex wie die Ausbildung und der Umgang mit Pferden. Jedes Pferd ist anders und daraus ergibt sich in der täglichen Praxis eine Vielzahl von Fragestellungen. In leicht verständlicher Form werden häufig gestellte Fragen an die Autoren aus der alltäglichen Reiterpraxis beantwortet und die klassische Reitlehre im Hinblick auf die heutigen Anforderungen in der Reiterei und im Umgang mit Pferden diskutiert. In den Antworten wird auf Ursachen und Lösungen auftretender Probleme eingegangen, aufgelockert durch Beispiele aus der langjährigen Praxis der Autoren. Dabei vertreten die Autoren die klassische Reitlehre im Sinne der Reitvorschrift, erklären diese für Reiter jeden Niveaus verständlich und legen dar, warum die Reitvorschrift für die Pferdeausbildung und Reiterei heutzutage genauso wertvoll und maßgebend ist wie 1912. Kritisch werden auch Missstände in der heutigen Reiterei erläutert und in verständlicher Weise erklärt, warum der vermeintlich schnelle Weg in der Ausbildung nicht zum gewünschten Ziel - einem leichtrittigen, korrekt gehenden und lange gesunden Partner Pferd - führen kann. Gert Schwabl von Gordon (Reitlehrinstitut Nürnberg), staatl. Gepr. Reitlehrer, betreibt das Reitlehrinstitut Nürnberg. Er lernte das Reiten in der klassischen Tradition von seinem Vater, der an der Kavallerieschule Hannover als Bereiter und Reitlehrer tätig war. Bianca Rieskamp, Pferdewirtin Schwerpunkt Reiten, Diplom-Sozialpädagogin mit Zusatzausbildung zur Reitpädagogin beim Deutschen Kuratorium für therapeutisches Reiten, bildete sich unter anderem bei E. v. Neindorff, E. Meyners, Dr. G. Heuschmann, Peter Pfister und Knut Krüger fort.

Gert Schwabl von Gordon (Reitlehrinstitut Nürnberg), staatl. Gepr. Reitlehrer, betreibt das Reitlehrinstitut Nürnberg. Er lernte das Reiten in der klassischen Tradition von seinem Vater, der an der Kavallerieschule Hannover als Bereiter und Reitlehrer tätig war. Bianca Rieskamp (www.losgelassen-reiten.de), Pferdewirtin (Reiten), Reitpädagogin DKthR, Buchautorin, bildete sich u.a. bei E. v. Neindorff, E. Meyners, W. Gehrmann, J. Beck-Broichsitter, G. Heuschmann und B. Branderup fort.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 328
    Erscheinungsdatum: 01.11.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783487421636
    Verlag: Olms
    Größe: 24169 kBytes
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300 reiterliche Fragen

III. PFERDEAUSBILDUNG

1. Was tut man bei einem gerittenen Pferd, welches auf einmal ohne ersichtlichen Grund Angst beim Auflegen des Sattels zeigt, zur Seite ausweicht und wild schnaubt?



G ERT S CHWABL VON G ORDON

Wenn das Pferd beim Satteln Unbehagen zeigt, sollte man:

Versuchen, das ungewöhnliche Verhalten zu ergründen.
Futterschwinge vorhalten, Sattel zeigen, abklopfen, das Pferd mit dem Sattel an der Schulter berühren und vorsichtiges Wiederauflegen versuchen.
Vorgang wiederholen, bis das Pferd geduldig das Sattelauflegen wieder akzeptiert.
B IANCA R IESKAMP Wie es auch bei Menschen ist, zeigt ein Pferd ein Verhalten nie ohne Grund. Der Mensch ist aber in der Lage, ein Verhalten aus einem bestimmten Grund vorzutäuschen, um dadurch zum Beispiel einen Vorteil zu erlangen. Dieses berechnende Denken ist dem Pferd in dieser Weise nicht möglich, es reagiert vor allem instinktiv. In solchen Fällen wie oben beschrieben ist also davon auszugehen, dass das Pferd sich nicht nur "anstellt", wie in solchen Fällen oft behauptet wird, sondern dass es wirklich Angst oder zumindest Unbehagen spürt. Die Gründe dafür können vielfältig sein: Eventuell passt der Sattel nicht mehr oder das Pferd hat sich im Rücken verletzt und hat Schmerzen. Deswegen ist es immer sinnvoll, die Ursachen zu suchen und in der Ausbildung wieder einen oder auch mehrere Schritte zurückzugehen, bis das Pferd das Satteln wieder ohne Unbehagen akzeptiert.

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2. Wie gurte ich richtig nach? Wie kann ich Reitern, die von Anfang an zu fest gurten, deutlich machen, dass das nicht richtig ist?



G ERT S CHWABL VON G ORDON

Langsam angurten vor dem Aufsitzen.
Danach nochmals angurten.
Nach Bewegung endgültig nachgurten.
An den Folgen sollt ihr das zu baldige Festgurten erkennen und am eigenen Leib verspüren. Sattelzwang kann entstehen - das heißt es zu verhindern.
B IANCA R IESKAMP Hat ein Pferd einen Sattelzwang entwickelt, so muss dagegen unbedingt vorgegangen werden. Sattelzwang zeigt sich in harmlosen Varianten vom Ohren anlegen beim Satteln bis hin zu für den Reiter gefährlichen Variationen wie Buckeln, Steigen und Hinlegen unter dem Reiter.

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3. Heutzutage wird immer erzählt, dass zur Zeit der Kavallerieschule Hannover und auch in den Jahren danach die Pferde, die geritten wurden, vom Typ her viel schwerer waren als unsere heutigen Reitpferde. Dabei sah man zum Beispiel unter Bürkner doch viele Vollblüter. War es so, dass häufig Vollblüter geritten wurden? Und woher kamen diese Pferde?



G ERT S CHWABL VON G ORDON Das ist nicht ganz richtig, denn größtenteils bezog das Heer die Pferde aus Ostpreußen. Es handelte sich um die sogenannten Trakehner, die einen sehr edlen Pferdetyp darstellten.

B IANCA R IESKAMP Auch v. Redwitz spricht davon, dass die damaligen Remonten aus Ostpreußen kamen (vgl. v. Redwitz, 1914, Nachdruck 1987, Drittes Heft, S. 62).

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4. Heutzutage wird argumentiert, dass man die klassische Reitlehre nicht mehr so beachten müsse wie früher, denn die heutigen Pferde wären vom Exterieur her viel besser zum Reiten geeignet. So wären sie schwungbe

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