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Dein Pferd - dein Partner Wahrnehmen, leiten, vertrauen von Rashid, Mark (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.06.2013
  • Verlag: Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG
eBook (ePUB)
14,99 €
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Dein Pferd - dein Partner

Das Pferd lässt sich nicht einfangen, ist beim Reiten unmotiviert oder schreckhaft? Mit solchen und vielen anderen Problemen wird Mark Rashid tagtäglich in seinen Kursen konfrontiert. Der bekannte Horseman öffnet die Augen für die Denkweise der Pferde und kommt dabei zu überraschenden Einsichten und manchmal verblüffend einfachen Lösungswegen. Er zeigt, was sich in der Einstellung zum Pferd ändern muss, damit der Reiter seine Führungsrolle einnehmen und dabei auch noch das Vertrauen seines vierbeinigen Partners gewinnen kann.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 216
    Erscheinungsdatum: 06.06.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783440139844
    Verlag: Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG
    Größe: 3713 kBytes
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Dein Pferd - dein Partner

TEIL 1:
DIE PFERDE WAHRNEHMEN

FEHLER UND IHRE FOLGEN

Ich war ganz schön müde. Vier Monate lang hatten wir Seminare und Lehrgänge abgehalten, und gerade war die letzte Reiterin des letzten Lehrgangs in diesem Jahr auf den Platz gekommen. Sie hatte einen mittelgroßen braunen Quarter Horse-Wallach dabei, mit einem schiefen weißen Strich über der Nase und zwei weiß bestrumpften Hinterbeinen. Im Genick war die Mähne eine Handbreit fast völlig weggescheuert, nur ein paar dünne Haare standen noch in die Höhe - Anzeichen dafür, dass das Pferd viel Zeit damit verbracht hatte, sich unter einer Zaunlatte nach ein paar Grashalmen zu strecken.

Das Pferd war gesattelt, aber sie führte es noch an der Hand. Ich begann mein Gespräch mit ihr wie mit jedem Reiter, der zu einem meiner Lehrgänge kommt.

"Hallo", sagte ich und nahm die Sonnenbrille ab, um mit dem Taschentuch die dünne Staubschicht abzuwischen, die sich in den letzten Stunden auf die Gläser gelegt hatte.

"Wie heißen Sie?"

"Hallo", sagte sie nervös, während der Wallach ihr einen Schubs mit der Nase gab. "Ich bin Jackie, und das ist Arrow."

"Wenn wir mit unserem Pferd etwas machen, das zu einem unerwünschten Ergebnis führt - ist es dann ein Fehler oder eine Gelegenheit zu wachsen?"

Das Pferd stupste sie heftiger und schob sie zwei Schritte zur Seite.

"Er schubst einen manchmal ganz gern", sagte sie etwas einfältig.

"Okay", sagte ich lächelnd, um ihr etwas von ihrer Nervosität zu nehmen. "Was können Sie mir sonst noch über ihn sagen?"

Ich setzte die Sonnenbrille wieder auf und steckte mein Taschentuch zurück. Der Wallach schubste sie wieder.

"Na ja", sagte sie halbherzig und versuchte, den Wallach mit dem Führstrick einen Schritt zurückzuschieben. "Er ist sieben, und er gehört mir seit zwei Jahren. Ich habe ihn in einem Pferch mit sieben oder acht anderen Pferden entdeckt, alle ganz dürr und voller Ungeziefer."

Der Wallach gab ihr noch einen Stoß, und wieder versuchte sie ohne Erfolg, ihn etwas von sich wegzuschieben.

"Von einem Nachbarn hatte ich gehört, dass sie alle zum Schlachter sollten, und sie taten mir leid", fuhr sie fort. "Deshalb bin ich ein paar Tage später noch mal hin, um zu sehen, ob einer dabei war, den ich retten konnte. Ich hatte vorher noch nie ein Pferd, aber ich habe mir immer eines gewünscht ..."

Vermutlich war es weniger das, was sie sagte, als die Art, wie sie es sagte, was ihrer Geschichte eine seltsame Vertrautheit verlieh - als ob ich sie schon zuvor gehört hätte.

"Ich ging mit dem Nachbarn zu den Pferchen, und der Besitzer sagte, wir könnten reingehen und uns die Pferde anschauen, wenn wir wollten ..."

Ich bin nicht sicher, ob es die Müdigkeit nach der langen Zeit unterwegs war oder einfach die Geschichte selbst, die sie erzählte, aber es passierte etwas ziemlich Ungewöhnliches: Mein Geist begann zu wandern.

"Wir gingen also in die Pferche hinein und sahen uns die Pferde an ... die meisten ... krank oder verletzt ... sah Arrow ... der Einzige, der zu mir herkam ... sanfte Augen ... lief mir nach ... mich in ihn verliebt ..."

Ich glaube wirklich, dass es äußerst wichtig ist, den Geschichten, die Menschen über ihre Pferde erzählen, zuzuhören und sie zu verstehen, wenn man ihnen helfen will, irgendein Fehlverhalten abzulegen. Deshalb war ich selbst einigermaßen erstaunt darüber, dass ich mich nicht nur nicht auf das, was sie sagte, konzentrieren konnte, sondern dass meine Gedanken immer wieder viele Jahre zurück zu einer Zeit und einer Situation wanderten, die damit augenscheinlich nicht das Geringste zu tun hatte.

"Eine Nacht darüber geschlafen - am nächsten Tag wiedergekommen ... den Kauf ausgehandelt ..."

Ihre Worte wurden immer leiser, bis ich sie buchstäblich überhaupt nicht mehr hörte. Stattdessen erschien nun vor meinem geistigen Auge das vollständige Bild der Erinnerung, d

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