text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Der Pferde-Knigge Vom Rüpel zum Gentleman von Ebert, Tamara (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.06.2015
  • Verlag: Cadmos Verlag
eBook (ePUB)
7,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Der Pferde-Knigge

Wenn Pferde schubsen, drängeln oder ständig erschrecken, kann das nicht nur nerven, sondern schnell gefährlich werden. Aber warum sind manche Pferde wahre Gentlemen und andere grobe Rüpel? Meist liegt es am inkonsequenten Umgang des Menschen mit dem Pferd. Wer nun aber Konsequenz mit Härte verwechselt, kann sich schnell ein ängstliches oder gar aggressives Pferd heranziehen. Reken-Reitlehrerin Tamara Ebert erklärt leicht verständlich, was Pferde brav oder rüpelig macht und wie Sie Ihren ganz persönlichen Trainingsweg zum Traumpferd beschreiten können. Dabei stellt Ebert verschiedene Arbeitsweisen vor und bietet für jedes Alltagsproblem verschiedene Varianten an, die zum Erfolg führen können. Ob Ihr Pferd am Putzplatz tänzelt, Sie beim Führen anrempelt oder beim Laufen lassen in der Halle panisch wird - Sie lernen, wann Sie Druck wegnehmen sollten, wann Sie streng sein und wann kleine Fehler auch mal übersehen sollten. Führtraining, Longenarbeit und einfache Gymnastik an der Hand können dabei genauso zum Trainingsprogramm gehören wie gezielte Körperarbeit nach Linda Tellington-Jones. So können Sie gezielt auf Schwierigkeiten eingehen und es Schritt für Schritt in einen gelassenen Gentleman verwandeln. Das wirkt sich nicht nur positiv auf die Beziehung 'am Boden' aus, sondern ist eine gute Vorbereitung für ein entspannteres Reiten. Tamara Ebert ist Reken-Reitlehrerin (DIE Schule für pferdegerechtes Freizeitreiten, die für Kurse mit renommierten Trainern bekannt ist) und hat sich bei Magrid Schmidt, Petra Lützelberger, Sigrun Heck, Ina Cygon, Bea Borell und Susanne von Dietze weitergebildet und zudem Erfahrung mit der Arbeitsweise von Linda Tellington-Jones. Sie war 2009 Hauptperson einer Serie in der CAVALLO, bei der es um das Training einer jungen Araberstute ging und ist immer wieder als Expertin für Erziehungsfragen zu Rate gezogen worden. Ihr Bekanntheitsgrad in der (Freizeit-)Reiterwelt ist deshalb relativ hoch. Tamara Ebert beschäftigt sich mit Jungpferdeausbildung und der Korrektur von Problempferden. Ihr Wissen über pferdegerechte Erziehung und ihr Erfahrungsschatz qualifizieren Sie, dieses Buch zu schreiben.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 80
    Erscheinungsdatum: 02.06.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783840462054
    Verlag: Cadmos Verlag
    Größe: 6332 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Der Pferde-Knigge

VIELE WEGE FUHREN
zu höflichem Benehmen

Pferde lernen durch Zuschauen und Nachahmen. Machen Sie Ihrem Pferd also vor, was Sie von ihm verlangen.

Rolf Becher, der Begründer des ChironSystems, stellte über eine pferdegerechte Ausbildung folgende Grundüberlegungen an: "Jeder physische Vorgang ist psychisch begründet. Wir merken uns also den Grundsatz: Das körperliche Gleichgewicht ist vom seelischen abhängig und umgekehrt. Ein narkotisiertes Pferd würde nicht fähig sein, zu gehen oder irgendwelchen Reiterhilfen zu folgen. Also kommen wir zur Erwägung 1: Ich brauche das Gehirn des Pferdes, um seine Muskulatur in Tätigkeit zu bringen. Erwägung 2: Ich muss den Willen des Pferdes mit meinem Willen in Einklang bringen, denn an Muskelkraft ist es stärker.

Wie lernen Pferde?

Wir Menschen teilen uns gerne verbal mit: wir erklären, schimpfen, sprechen lobende Worte. Pferde hingegen kommunizieren mit ihrem Körper. Die Körpersprache ist eine Zeichensprache. Gesten, Bewegungen, ja sogar Körperspannungen werden sehr genau gelesen und verstanden. Auch der Mensch teilt sich zu 90 Prozent nonverbal mit, doch die Fähigkeit, Körpersprache und Mimik in jeder Situation richtig zu deuten, ist uns durch die "einfachere Möglichkeit der verbalen Kommunikation verloren gegangen.

Im Umgang mit Pferden sollten wir uns wieder auf diese Fähigkeit besinnen und sie wieder zum Leben erwecken. Die Gefühlsebene ist bei allen Säugetieren ähnlich. Wir alle können Freude, Ärger und Frustration empfinden. Wir sind jemandem zu- oder abgeneigt und wir verstehen und erfühlen den Gemütszustand unseres Gegenübers. Die einen (Pferde) sind begabter dafür als die anderen (Menschen), aber jeder kann sich auf diesem Gebiet verbessern. Wir neigen im gleichen Maß dazu, seelisch überbeansprucht zu sein, ja sogar seelisch krank zu werden. Unser seelischer Zustand beeinflusst unseren Körper, seinen Ausdruck und seine Verfassung. Gleiches gilt aber auch umgekehrt, wir können über den Körper die Seele beeinflussen. Berührungen können beruhigen oder aufwecken, tiefes Atmen hilft Ängste zu bewältigen. Das Lockern einer angespannten Muskulatur erzeugt ein körperliches und seelisches Wohlbefinden. Ja sogar die bloße Anwesenheit eines anderen kann beruhigend oder aufregend wirken. Pferde sind fest in dieser Gefühlswelt verwurzelt. Ich denke, sie erspüren Gefühle oder zumindest sehen sie sie an unserer Körperspannung und -haltung. Sie lesen unsere Körpersprache, und somit müssen wir diese Art der Kommunikation für unser Zusammensein nutzen. Das geht so weit, dass ein gut aufeinander eingestelltes Mensch-Pferd-Team sich scheinbar unsichtbar verständigen kann. In einem solchen Fall kann man dann wirklich vom "Pferdeflüstern sprechen.

Wie also lernt Ihr Pferd am besten? Pferde lernen durch Zuschauen und Nachahmen. Wenn Sie also möchten, dass Ihr Pferd die Hufe über den Stangen hebt, dann sollten Sie auch die Füße heben. Wollen Sie, dass es sich etwas anschaut, dann begutachten Sie selbst den Gegenstand. Dazu ein wichtiger Hinweis: Pferde betrachten einen Gegenstand erst dann als vollständig erkundet, wenn sie ihn auch mit der Nase berührt haben. Da ein Pferd als Fluchttier ein zweigeteiltes Gesichtsfeld hat, kann es passieren, dass es sich auf der einen Hand fürchterlich vor einem Gegenstand erschreckt, obwohl es vorher auf der anderen Hand gelassen daran vorbeigegangen ist. Daher sollten Pferde auch von beiden Seiten geführt und gearbeitet werden.

Bei Pferden und Menschen, die es nicht gewohnt sind, erfordert dies jedoch erhöhten Übungsaufwand. Einen Vorteil bietet es jedoch, wenn Ihr Pferd bislang nur einseitig geschult ist: Sollte es zu Problemen beim Führen oder Aufsteigen kommen, können Sie dieses auf der bislang nicht "genutzten Seite vollkommen neu schulen.

Um nachhaltigen Lernerfolg zu erarbeiten, brauchen Pferd und Mensch grundsätzlich eine ruhige Arbeitsatmosphäre.

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen