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Wolfgang Nairz - Es wird schon gut gehen Berge und andere Abenteuer meines Lebens. Wolfgang Nairz im Gespräch mit Horst Christoph. von Nairz, Wolfgang (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 23.09.2014
  • Verlag: Tyrolia
eBook (ePUB)
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Wolfgang Nairz - Es wird schon gut gehen

Grenzenloser Optimismus steht am Anfang jener Abenteuer, deren Gelingen einer Mischung aus Mut, Erfahrung, Improvisationsgeschick und Glück zu danken ist. Diese Haltung ließ Wolfgang Nairz sein Leben lang zu neuen Zielen aufbrechen: als Bergsteiger, Expeditionsleiter, Drachenflieger und Ballonfahrer ebenso wie in seinem beruflichen und sozialen Engagement. Er war 1978 Leiter einer der erfolgreichsten Mount-Everest-Expeditionen aller Zeiten, als Reinhold Messner und Peter Habeler ertmals den Everests by fair means bestiegen. Robert Schauer, Horst Bergmann und Nairz selbst standen als erste Österreicher auf dem Gipfel, ebenso Oswald Oelz - und Reinhard Karl als erster Deutscher. Dem Tiroler Franz Oppurg gelang überdies die erste Solo-Besteigung. Aus der Gruppe junger Wilder der frühen 1970er-Jahre war eine der profiliertesten Expeditionsmannschaften der Nachkriegszeit geworden und Wolfgang Nairz war ihr Mastermind. Sein vom Freigeist der 1970er-Jahre inspirierter Expeditionsführungsstil prägte eine Epoche des Bergsteigens im Himalaya - wie umgekehrt der Himalaya als Lebens- und Kulturraum den Menschen Wolfgang Nairz zutiefst geprägt hat. Mehr als achtzigmal war er bislang in Tibet und Nepal unterwegs. Seine Verbundenheit mit diesem Land und seinen Menschen findet in den Projekten der von ihm initiierten Nepalhilfe Tirol unmittelbaren Ausdruck. Reinhold Messner bezeichnet ihn als abenteuerlustig, stets mit neuen Zielen beschäftigt und immer von Freunden umgeben. Im Gespräch mit einem von diesen, dem Kulturjournalisten Horst Christoph, erzählt Wolfgang Nairz von den Abenteuern seines Lebens und von seinem aktiven Leben mit siebzig. Reich bebildert, mit teilweise unveröffentlichtem Archivmaterial, bislang unveröffentlichten Briefen von der Everest-Expedition 1978 und persönlichen Beiträgen von Wegbegleitern.

WOLFGANG NAIRZ, geb. am 27. 11. 1944, bekam für seine herausragenden alpinistischen Leistungen sowie sein soziales Engagement für die Bevölkerung Nepals zahlreiche internationale Auszeichnungen, die Österreichische Bundesregierung verlieh ihm 2005 den Berufstitel Professor. Nairz lebt mit seiner Frau Edith in Innsbruck. Mehr unter www.nairz.at HORST CHRISTOPH, Dr., geb. in Innsbruck, Studium der Germanistik und Geschichte an der Universität Innsbruck, war viele Jahre Kulturredakteur des Nachrichtenmagazins profil. Seit seiner Pensionierung ist er als freier Journalist tätig. Zahlreiche Publikationen zu den Themenschwerpunkten Zeit- und Alpingeschichte. Im Tyrolia-Verlag veröffentlichte er 2012 die Biografie Max Reisch. Über alle Straßen hinaus.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 272
    Erscheinungsdatum: 23.09.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783702234126
    Verlag: Tyrolia
    Größe: 23414kBytes
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Wolfgang Nairz - Es wird schon gut gehen

Das ist ja schon etwas Außergewöhnliches, dass es an Schulen Bergsteigerklubs gibt. So wie bei euch an der Realschule den RAC, hat es, wie mir mein Vater erzählt hat, in der Zwischenkriegszeit auch am Gymnasium einen ähnlichen Verein gegeben, die Bergsteigergruppe Edelweiß .

Ja, und in diesen Schulvereinen war es üblich, wenn man später studiert hat, zum "Akademischen Alpenklub Innsbruck", zum AAKI, zu gehen. Mit den "Klüblern", den Aktiven des Akademischen Alpenklubs, bin ich schon während der Schulzeit auf Touren gegangen. Die haben uns mitgenommen, die haben zum Teil schon ein Auto gehabt, oder ein Motorrad, das war für uns sehr wichtig.

Die Faszination der Vertikalen: In der Einstiegsseillänge der direkten Karlsspitze-Ostwand

Ich war ja auch beim AAKI, und unsere Alten Herren haben immer gesagt, ihr müsst euch um die Buben vom RAC, um die "Ratzen", wie wir euch genannt haben, kümmern, zu ihrer Weihnachtsfeier gehen und sie auf Touren mitnehmen. Wir beide haben ja auf diese Weise im Wetterstein zusammen die Spindler-Route gemacht. Das war für mich etwas vom Allerschwersten, das ich je gegangen bin. Für dich war's erst der Beginn deiner brillanten Kletterlaufbahn. Nur zwei Jahre später hast du - so lese ich in deinen Tourenberichten - unter anderem die Gelbe Kante an der Kleinen Zinne, die Demuth-Kante an der Westlichen Zinne, die Comici-Führe auf die Große Zinne und die Civetta-Nordwestwand nicht nur geklettert, sondern geführt - als gerade einmal 17-Jähriger. Wie ist es zu dieser Leistungsexplosion gekommen?

Das Klettern ist für mich schon in der Schulzeit immer mehr Lebenszweck geworden. Statt zum Geigenunterricht bin ich mit dem Fahrrad zum Höttinger Steinbruch gefahren und habe dort Klettern trainiert.

Das ist ja auch so eine Innsbrucker Besonderheit. Den Klettergarten innerhalb der Stadtgrenzen zu haben .

Ja, und oft sind wir schon vor Unterrichtsschluss von der Schule abgehaut und mit dem Radl die zwanzig Minuten zur Martinswand gefahren. Unser eigentliches Kletterparadies waren aber die Kalkkögel nahe Innsbruck. Dort hat ja auch der AAKI seinen Kletterstützpunkt, die Adolf-Pichler-Hütte, und Hias Rebitsch hat immer gesagt: Wer in den "Kögeln" klettern kann, der kann überall klettern.

Mathias Rebitsch, den Reinhold Messner einmal einen "Avantgardisten der extremen Kletterei" genannt hat, war der beste Bergsteiger des Akademischen Alpenklubs. Wie hast du Hias Rebitsch als Klubbruder erlebt?

Der Hias war ein charismatischer Mensch. Er war nicht nur einer, der sehr viel gewusst hat, er hat vor allem auch erzählen können. Wenn er von einer Tour erzählt hat, hat er jeden Zentimeter beschreiben können, wo jeder Haken steckte, wo er sich eingehängt hat, wo er ausgerutscht ist. Darüber hinaus war der Hias auch ein Philosoph, mit dem man nächtelang über Gott und die Welt diskutieren hat können. Und ich habe das Glück gehabt, dass er mich mochte, denn das war bei ihm nicht so selbstverständlich.

Er war ein introvertierter Mensch, der sich gern zurückgezogen und nicht mit jedem gesprochen hat. Er wohnte damals in Alpbach in einem alten Bauernhaus. Dort habe ich ihn oft besucht und später das Glück gehabt, dass die zweite Hälfte des Hauses frei geworden ist und ich mich dort für einige Jahre einmieten konnte.

Für mich war der Hias wirklich ein väterlicher Freund und Berater. Er war es auch, der uns junge Bergsteiger - Andi Schlick, Franz Jäger, Hansjörg Hochfilzer, Horst Fankhauser und mich, die wir damals die schwersten Touren in den Westalpen gemacht haben - animiert hat und gesagt hat, sucht's euch höhere Ziele. Der Hias hat uns mit Paul Bauer zusammengebracht, dem berühmt-berüchtigten Expeditionspapst der 1930er-Jahre, der uns die Wege geöffnet hat, um übe

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