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Betriebswirtschaftslehre für Kaufleute im Gesundheitswesen von Grethler, Anja (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 23.10.2019
  • Verlag: Georg Thieme Verlag KG
eBook (ePUB)
41,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Betriebswirtschaftslehre für Kaufleute im Gesundheitswesen

BWL verstehen - das weite Feld im engen Bezug zur Gesundheitsbranche! Von 'Aufbauorganisation' bis 'Zwangsvollstreckung' - lernen Sie die betriebswirtschaftliche Seite Ihrer Ausbildung kennen. Kompakt und mit engem Bezug zur Gesundheitsbranche finden Sie in diesem Buch alles, was Sie als Kauffrau/Kaufmann im Gesundheitswesen brauchen: - betriebliche Grundlagen - geldwirtschaftliche Grundlagen - Personalwesen - Rechts- und Sozialkunde Zahlreiche Grafiken veranschaulichen das theoretische Wissen. Die spannenden branchentypischen Fallbeispiele helfen Ihnen beim Praxistransfer und besseren Verstehen des Gelernten. Mit den Übungsaufgaben am Kapitelende wenden Sie Ihr Wissen direkt an. Überprüfen Sie Ihren Lernerfolg anschließend mit den Lösungen zum Downloaden. Die ideale Prüfungsvorbereitung und Ergänzung zum Buch 'Fachkunde für Kaufleute im Gesundheitswesen'. Starten Sie erfolgreich in Ihre berufliche Zukunft!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 23.10.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783132422797
    Verlag: Georg Thieme Verlag KG
    Größe: 17620 kBytes
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Betriebswirtschaftslehre für Kaufleute im Gesundheitswesen

Quelle: Chlorophylle - stock.adobe.com
1 Organisation des betrieblichen Leistungsprozesses

Wolfgang Schmitt

Organisationen sind für viele Menschen selbstverständlich. Die meisten Menschen werden in der Organisation Krankenhaus geboren und sterben in ihr oder in einem Pflegeheim. Organisationen sind jedoch erst seit knapp 200 Jahren existent. Davor waren die Menschen Mitglied einer Zunft oder eines Herrenhofes. Diese Gemeinschaft umschloss den Einzelnen komplett. Ein Austritt war nahezu unmöglich. Der Beruf des Vaters war somit auch der Beruf der männlichen Nachkommen. Mit dem Aufkommen von Kaufleuten änderte sich dies langsam. Kaufleute ermöglichten die Versorgung der Bevölkerung mit Produkten aus fernen Ländern. In ihrem Geschäft bedienten sie sich Gehilfen, die lesen, schreiben und rechnen konnten. Die Kaufleute und ihre Gehilfen mussten den Einkauf, die Verwaltung, Lagerung sowie den Verkauf organisieren. Auch wenn der Kaufmann letztendlich alles selbst bestimmte, brauchte er Personen, die während seiner Abwesenheit seinen Handelsbetrieb aufrechterhielten. Hierzu benötigte er Gehilfen, denen er vertrauen konnte. Gleichzeitig musste er sie mit entsprechenden Vollmachten ausstatten, um sie zu legitimieren, dass sie für ihn handeln konnten. Im Prinzip waren die Gehilfen die ersten kaufmännischen Angestellten.
1.1 Begriffe und Grundsätze der Organisation

Organisationen werden bezeichnet als soziale Systeme, die langfristige Ziele mithilfe ihrer Mitglieder (Arbeitnehmer) verfolgen. Organisationen steuern die Aktivitäten ihrer Mitglieder mittels Strukturen. Im Kleinen konnte die Organisation durch persönliche Anweisungen erfolgen. Je erfolgreicher die Organisation und je mehr Mitarbeiter eingestellt wurden, umso wichtiger war es, die Arbeit des Einzelnen zu organisieren. Durch die Einführung der Gewerbefreiheit konnte jeder, der wollte, ein Gewerbe betreiben, was das Unternehmertum und somit die Bildung von Organisationen förderte. Erst durch die rechtliche Fixierung der Gewerbefreiheit kam es zu vielfältigen Existenzgründungen.

Heute sind Organisationen selbstverständlich. Die arbeitsteilige Welt wäre ohne sie nicht möglich. Durch die Unternehmensgründung wird ein langfristiges Ziel verfolgt, beispielsweise pflegebedürftigen Menschen Pflegeleistungen zur Verfügung zu stellen.
1.1.1 Stellenbildung

Anfangs werden häufig viele Aufgaben durch den Gründer selbst wahrgenommen. Solange er alleine agiert und keine Mitarbeiter beschäftigt, handelt es sich noch nicht um eine Organisation. Auch dann nicht, wenn der Arbeitsalltag minutiös durchorganisiert ist. Kann der Unternehmensgründer die anfallenden Arbeiten nicht mehr alleine bewältigen, wird er Mitarbeiter einstellen. Die einzelnen Mitarbeiter benötigen zur effizienten Aufgabenerledigung klare Aufträge. Für den Unternehmer ergibt sich somit das Problem, welcher Mitarbeiter welche Arbeit ausführen soll. Sofern die Mitarbeiter die Aufgabenausführungen gleich gut beherrschen, können die Aufträge auf sie aufgeteilt werden. Handelt es sich um spezialisierte Mitarbeiter, dann erfolgt die Auftragserteilung nach ihren Fähigkeiten. Gibt es mehrere Mitarbeiter mit den gleichen Fähigkeiten, dann können die Aufgaben zu einer Stelle zusammengefasst werden z.B. Buchhaltung, Einkauf usw. Eine Stelle wird oft mit einem Arbeitsplatz gleichgesetzt, was häufig in der Praxis auch so ist. Dies ist aber nicht zwingend. Die Stelle ist als eine abstrakte, strukturelle Einheit zu betrachten. Die Aufgabenerledigung einer Stelle kann durch eine oder mehrere Personen (Job Sharing) erfolgen.

Merke

Die kleinste organisatorische Einheit in einem Unternehmen wird Stelle genannt.

Am Beispiel eines fiktiven ambulanten Pflegedienstes soll der Versuch der Stellenbildung unternommen werden:

Fallbeispi

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