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Austernfrühstück mit Pulverkaffee Eine Reisegeschichte aus Frankreich

  • Erscheinungsdatum: 13.01.2020
  • Verlag: Langenscheidt bei PONS
eBook (ePUB)
5,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Austernfrühstück mit Pulverkaffee

Ab in den Urlaub und rein ins Lesevergnügen: Endlich hat man wieder Zeit ein Buch zu lesen! Egal, ob am Pool entspannend oder noch mit Vorfreude zu Hause auf der Couch liegend, mit diesen Reiselektüren stimmen Sie sich perfekt auf Ihr nächstes Reiseziel Frankreich ein. - Perfekte Einstimmung auf den Urlaub - Deutsche Kurzgeschichte zu Frankreich - Stimmungsvolle Erzählungen zu Land und Leute - Inklusive fremdsprachiger Ausdrücke, um seinen Urlaubswortschatz ein wenig aufzufüllen

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 128
    Erscheinungsdatum: 13.01.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783125633698
    Verlag: Langenscheidt bei PONS
    Größe: 1274 kBytes
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Austernfrühstück mit Pulverkaffee

Französisch? Ja - aber nur fast!

D raußen hupt jemand. Nanu? Ich sehe zum Fenster hinaus und da steht er. Mein Mann Hugo, er sitzt in einem karibikgrünen VW-Bus-Camper, mit dem wir für die nächsten drei Wochen nach Frankreich fahren wollen. Wie stolz er ist! Ich kann es immer noch nicht fassen, dass er den Camper tatsächlich abgeholt hat. Aber wer weiß, vielleicht ist das die Lösung. Auf jeden Fall spüre ich bei aller Skepsis ein warmes Gefühl in mir. Die Außenküche gefällt ihm am besten, obwohl er wie ich genau weiß, dass wir sie nur wenig benutzen werden, da wir meistens im Café unser " petit-déjeuner " zu uns nehmen und im Restaurant zu Mittag und Abend essen werden. Frankreich ist doch dafür bekannt, oder? Sagen wir nicht: "Essen wie Gott in Frankreich " ? Also, dann, die Küche wird " mon mari" , mein Mann, nur benutzen, um seinen Kaffee zu kochen, ansonsten lassen wir uns lieber bekochen!

Am nächsten Tag wollen wir früh losfahren, damit wir unsere erste Etappe noch tagsüber erreichen: Les Ollières-sur-Eyrieux in der Ardèche. Ich habe uns "Le Guide du Routard" , einen bekannten Reiseführer für Backpacker und andere Individualisten, besorgt und unsere Route anhand der gut benoteten Campingplätze zusammengestellt. "Warum wartet ihr eigentlich noch einen Tag?", fragt unsere Tochter Coralie, "fahrt doch gleich los und macht eine Pause unterwegs." Ihre Begeisterung für den Camper scheint mindestens so groß wie ihre Sehnsucht danach, alleine in München zu bleiben. Wir finden ihren Vorschlag gar nicht so schlecht und fahren noch am selben Abend los.

Wir übernachten in Lausanne auf einem Camping-Platz, der wahrscheinlich seit den 60er Jahren nicht renoviert wurde, sich aber als der bei weitem kostspieligste auf unserer gesamten Reise herausstellen soll. Egal, wir lassen uns die Laune nicht verderben.

Am nächsten Morgen kocht Hugo seinen Kaffee auf dem Gaskocher und wir essen das Käsebrot von gestern. Wir sind noch nicht wirklich angekommen.

Wir verlassen die Autobahn und nehmen, wie früher, die kleineren Straßen, " les petites routes ", die auch " Routes Nationales ", Staatsstraßen oder " Départementales ", Landstraßen, heißen.

Eine Stunde später finden wir " Le camping Coeur d'Ardèche ", betrieben von Thierry et Lydie. " BIENVENUE ", "Willkommen", steht großgeschrieben am Eingang. Es wird uns warm ums Herz. Hugo ist ein bisschen nervös. Sein Französisch ist eigentlich gar nicht so schlecht, aber er traut sich nicht zu sprechen. Aus lauter Verlegenheit grinst er den Betreiber des Platzes an. Aber der ist entspannt. "Vous avez fait bon voyage?" fragt Thierry. Hugo schaut rüber zu mir. Ich nicke. "Oui, merci!" Ich flüstere Hugo zu: "Er hat gefragt, ob wir eine gute Reise hatten." "Ah " , antwortet Hugo, "dann habe ich richtig verstanden." Thierry bringt uns zu unserem Platz - im Schatten, Gott sei Dank! Die Temperatur beträgt schon 25° und es ist erst 10 Uhr vormittags. Ich frage, ob sie noch Frühstück servieren "Oui, bien sûr ", antwortet er. Hungrig und durstig setzen wir uns hin und bestellen "deux cafés au lait" . Milchkaffee wird eigentlich meistens zu Hause getrunken, habe ich gelesen - nicht im Café. Hier aber fühlen wir uns wie daheim. Lydie serviert uns den café au lait in kleinen Porzellanschüsseln - "dans un bol" , damit man sein Croissant oder seine "tartine " darin eintunken kann. Köstlich!

Ich frage sie, wo wir einkaufen gehen können, und sie gibt uns eine Karte mit Läden, vielen Sehenswürdigkeiten und feinen Restaurants, die es hier gibt. Wir finden einen "Carrefour Market" , wo wir alles kaufen, was wir brauchen, um einen Snack vorzubereiten. Und wollen einen Sprung ins Wasser wagen. Die Ardèche fließt südlicher von hier, aber ihr Nebenfluss Eyrieux ist gleich

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