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Churros um Mitternacht Eine Reisegeschichte aus Spanien

  • Erscheinungsdatum: 13.01.2020
  • Verlag: Langenscheidt bei PONS
eBook (ePUB)
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Churros um Mitternacht

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Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 128
    Erscheinungsdatum: 13.01.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783125633711
    Verlag: Langenscheidt bei PONS
    Größe: 1524 kBytes
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Churros um Mitternacht

Die Sache mit Jesus

A m späten Vormittag saß Julia auf der Terasse vor ihrem Hotelzimmer; kleine Buchsbäume säumten deren Umrandung. Sie schlürfte an ihrem café con leche und blickte hinüber zur Altstadt von Granada, die sich in ein paar hundert Metern Entfernung vor ihr erhob.

Schräg hinter den Häusern der Stadt erhob sich der Hügel mit der Alhambra und dahinter thronten schneebedeckt die Gipfel der Sierra Nevada. Da war sie nun, dachte sie, als sie hinter sich, also aus ihrem Zimmer, nein nicht Hotelzimmer, aus ihrer Suite, Susannes Kreischen hörte. "Ui, schaut euch das mal an, Mädels!"

"Was machst du denn für einen Aufstand?" Anna rollte mit den Augen. "Hast du noch nie Seife gesehen?"

"Noch nie in Form eines kleinen Schwans!" Susanne präsentierte stolz die Figur auf ihrer Hand. Julia konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen. Nein, das hatte sie auch noch nicht gesehen. Wie so vieles hier. Susanne hatte sich bei der Auswahl ihrer Herberge nicht lumpen lassen. Fünf Sterne reichten nicht, um zu beschreiben, was die drei hier genießen durften.

" Cojo su equipaje" , hatte der Hotelpage sofort und unmissverständlich kundgetan, und von da an kam sich Julia vor wie eine Prinzessin im Märchen. 1001 Nacht. Beim Einchecken bekamen sie einen champán , also einen cava , die spanische Variante des Schaumweins, und dazu ein paar Häppchen Tapas. Julia hatte sich sofort in die gambas al ajillo verliebt. "Hast du so etwas Leckeres schon mal gegessen?"

Anna nickte und murmelte etwas von CORDO-Bar, Carlos und so, während sie ihre dátiles con bacon verdrückte und sich ebenso staunend umsah. Überall barocke Eleganz gepaart mit modernen Elementen, ein feiner Klang klassischer Musik angereichert mit einer großen Prise Süden. Durch die weiten Fenster wehte der Wind in das Foyer und ließ die weiten weißen Vorhänge flattern. "Das ist doch alles ganz wunderbar!"

"Ja, maravilloso!" Julia. Glücklich. Sie fühlte sich umschlungen von einer Welt voll Hitze, Leidenschaft und feurigen Don Juans, in deren Kosmos sie vielleicht eines Tages auch eine laszive Carmen werden könnte. Doch jetzt wollte sie sich erst einmal frisch machen und fragte ganz höflich wie unverblümt, wann sie denn endlich auf ihr Zimmer könnten. "Sonst esse ich noch die ganze Tapas-Platte allein auf."

" Un momento, por favor ", sagte der Rezeptionist, winkte dem Pagen, der sie sodann zu ihren Räumlichkeiten begleitete. Und auf den Plural kam es an. " Aquí están sus habitaciones ", sagte der junge Mann und zeigte sie ihnen; ein Zimmer nach dem nächsten. Jedes mindstens dreißig Quadratmeter groß. "Wir haben tatsächlich drei Räume", staunte Anna.

"Vier", steuerte Susanne stolz bei. Die drei Zimmer gruppierten sich um ein Wohnzimmer, das für sich gut und gern die Größe von Julias Wohnung hatte. "So hat jeder seine Ruhe und wir sind doch zusammen. Fabelhaft!"

"Genau. En la sala de estar können Sie zusammen chillen, wie man heute so sagt", grinste der Page. Es machte ihm sichtlich Spaß, die Freude der drei Gäste zu sehen. "Vergessen Sie nicht la terraza . La vista es hermosa. "

Jetzt saß Julia auf ebendieser Terasse, genoß ebendiese fabelhafte Aussicht auf die schneebedeckten Gipfel der Sierra Nevada und blätterte im Reiseführer. Granada, erfuhr sie, galt als Juwel und schönste Stadt Spaniens. "Wusstest du, dass man die Alhambra als achtes Weltwunder zählt? Da können wir doch gleich heute noch hin." Sie sah Anna fragend an.

"Wollen wir nicht erst mal ankommen?" Anna suchte offenbar etwas in ihrem Reiseführer. "Wir könnten doch..."

"Shoppen gehen!" Susanne erschien auf der Terrasse und hatte für jede ein Glas dabei. "Hab ich im Kühlschrank gefunden! ¡Salud! " Susanne strahlte mal wieder, was auch an ihrem Shirt lag, das diesmal in verschlungener Glitzerschrift Save water, drink champa

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