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Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand Reclam XL - Text und Kontext von Goethe, Johann Wolfgang von (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.02.2014
  • Verlag: Reclam Verlag
eBook (ePUB)
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Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand

Die Reihe 'Reclam XL - Text und Kontext' bietet Klassikertexte mit Kommentar und ist damit speziell auf die Bedürfnisse des Deutschunterrichts zugeschnitten. Die Bände haben nicht nur ein größeres Format als die Universal-Bibliothek, sie sind vor allem auch inhaltlich gewachsen. Auf die sorgfältig edierten Texte folgt ein Anhang mit Materialien, die das Verständnis des Werkes erleichtern und Impulse für Diskussionen im Unterricht liefern: Text- und Bilddokumente zu Quellen und Stoff, zur Biographie des Autors, zu seiner Epoche sowie zur Rezeptionsgeschichte. Die Herausgeber sind erfahrene Schulpraktiker, die die Materialien nach den gegenwärtigen Erkenntnissen von Germanistik und Schuldidaktik für jeden Band neu erarbeitet haben. Die Bände von Reclam XL sind im Textteil seiten- und zeilenidentisch mit denen der Universal-Bibliothek. UB- und XL-Ausgaben sind also nicht nur im Unterricht nebeneinander verwendbar - es passen auch weiterhin alle Lektüreschlüssel, Erläuterungsbände und Interpretationen dazu.

Johann Wolfgang Goethe (seit 1782: von; 28. 8. 1749 Frankfurt a. M. - 22. 3. 1832 Weimar) hat als Lyriker, Prosa-Autor und Dramatiker Epoche machende Werke des Sturm und Drang und der Klassik mit europaweiter Wirkung verfasst. Von Herzog Karl August von Sachsen-Weimar für den Weimar Hof verpflichtet, wo er u. a. für das Theater zuständig war, prägte er in der Zusammenarbeit mit Schiller besonders die Epoche der Weimarer Klassik. Goethes Interessen erstreckten sich auch auf unterschiedlichste Wissenschaften, zu denen er umfangreiche Schriften beitrug.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 170
    Erscheinungsdatum: 05.02.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783159604688
    Verlag: Reclam Verlag
    Größe: 1903kBytes
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Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand

Herberge im Wald.

Götz vor der Türe unter der Linde.

GÖTZ. Wo meine Knechte bleiben. Auf und ab muss ich gehen, sonst übermannt mich der Schlaf. Fünf Tag und Nächte schon auf der Lauer. Es wird einem sauer gemacht, das bisschen Leben und Freiheit. Dafür, wenn ich dich habe Weislingen, will ich mir's wohl sein lassen. (Schenkt ein.) Wieder leer! Georg! Solang's daran nicht mangelt, und an frischem Mut, lach ich der Fürsten Herrschsucht und Ränke . Georg! Schickt ihr nur euren gefälligen [8] Weislingen herum zu Vettern und Gevattern, lasst mich anschwärzen. Nur immerzu. Ich bin wach. Du warst mir entwischt Bischof! So mag denn dein lieber Weislingen die Zeche bezahlen . Georg! hört der Junge nicht! Georg! Georg!

Der Bub im Panzer eines Erwachsenen.

GEORG. Gestrenger Herr!

GÖTZ. Wo stickst du! Hast du geschlafen? Was zum Henker treibst du für Mummerei ? Komm her du siehst gut aus. Schäm dich nicht Junge. Du bist brav! ja, wenn du ihn ausfülltest. Es ist Hannsens Kürass?

GEORG. Er wollt ein wenig schlafen, und schnallt' ihn aus.

GÖTZ. Er ist bequemer als sein Herr.

GEORG. Zürnt nicht. Ich nahm ihn leise weg, und legt ihn an, und holt meines Vaters altes Schwert von der Wand, lief auf die Wiese und zog's aus.

GÖTZ. Und hiebst um dich herum? Da wird's den Hecken und Dornen gut gegangen sein. Schläft Hanns?

GEORG. Auf Euer Rufen sprang er auf und schrie mir, dass Ihr rieft. Ich wollt ihn ausschnallen, da hört ich euch zwei dreimal.

GÖTZ. Geh! bring ihm seinen Panzer wieder, und sag ihm, er soll bereit sein, soll nach den Pferden sehen.

GEORG. Die hab ich recht ausgefüttert, und wieder aufgezäumt . Ihr könnt aufsitzen wann ihr wollt.

GÖTZ. Bring mir einen Krug Wein, gib Hannsen auch ein Glas, sag ihm, er soll munter sein, es gilt. Ich hoffe jeden Augenblick meine Kundschafter sollen zurück kommen.

GEORG. Ach gestrenger Herr!

GÖTZ. Was hast du?

GEORG. Darf ich nicht mit?

GÖTZ. Ein andermal Georg, wann wir Kaufleute fangen und Fuhren weg nehmen.

GEORG. Ein andermal, das habt Ihr schon oft gesagt, o diesmal, diesmal. Ich will nur hintendrein laufen, nur auf der [9] Seite lauren . Ich will Euch die verschossene Bolzen wieder holen.

GÖTZ. Das nächste mal Georg. Du sollst erst einen Wams haben, eine Blechhaube, und einen Spieß.

GEORG. Nehmet mich mit. Wär ich letzt dabei gewesen, Ihr hättet die Armbrust nicht verloren.

GÖTZ. Weißt du das?

GEORG. Ihr warft sie dem Feind an Kopf, und einer von den Fußknechten hub sie auf, weg war sie. Gelt ich weiß.

GÖTZ. Erzählen dir das meine Knechte?

GEORG. Wohl. Dafür pfeif ich ihnen auch, wenn wir die Pferde striegeln , allerlei Weisen , und lerne sie allerlei lustige Lieder.

GÖTZ. Du bist ein braver Junge.

GEORG. Nehmt mich mit, dass ich's zeigen kann.

GÖT

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