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Lektüreschlüssel. Philippe Grimbert: Un secret Reclam Lektüreschlüssel

  • Erscheinungsdatum: 23.07.2014
  • Verlag: Reclam Verlag
eBook (ePUB)
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Lektüreschlüssel. Philippe Grimbert: Un secret

Reclams 'Fremdsprachen-Lektüreschlüssel' folgen dem bewährten Aufbau- und Darstellungsprinzip der Lektüreschlüssel zur deutschen Literatur. Sie beziehen sich auf den fremdsprachigen Originaltext (wenn möglich in Reclams Roter Reihe), sind aber auf Deutsch verfasst und unterstützen ebenso die Lektüre der deutschen Übersetzung. Eine Checkliste enthält Aufgaben zur Verständniskontrolle in der Fremdsprache. Unter dem Darstellungstext stehen Übersetzungshilfen und Schlüsselbegriffe in der Fremdsprache, um die Bearbeitung dieser Aufgaben und ein fremdsprachiges Referieren über das Werk zu erleichtern. Jeder Band enthält: Erstinformationen zum Werk - Inhaltsangabe - Personen (Konstellationen) - Werk-Aufbau (Strukturskizze) - Wortkommentar - Interpretation - Autor und Zeit - Rezeption - Checkliste zur Verständniskontrolle - Lektüretipps mit Filmempfehlungen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 96
    Erscheinungsdatum: 23.07.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783159605968
    Verlag: Reclam Verlag
    Größe: 1295 kBytes
    Idee von: Grimbert, Philippe
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Lektüreschlüssel. Philippe Grimbert: Un secret

3. Personen

Philippe

Der Ich-Erzähler Philippe ist ein circa 30jähriger Mann, der aus der Retrospektive die Geschichte seiner Eltern während der Zeit des Zweiten Weltkriegs in Frankreich erzählt.

In Philippe steckt viel Autobiographisches des Autors Philippe Grimbert, der allerdings diese Geschichte als Autofiktion Autofiktion schreibt, das heißt, er lässt sie seinen Protagonisten so rekonstruieren, wie dieser sie von seiner Nachbarin und Krankengymnastin Louise im Alter von 15 Jahren scheibchenweise erfährt. Was er nicht weiß, erfindet er hinzu, erschließt es aus Andeutungen und verändert so seinen "improbable récit" (33,7). Philippe ist Einzelkind, von Anfang an schwächlich, klein, schmal und unsportlich. Er liest sehr gern und schreibt seine Gedanken auf.

Der erfundene Bruder Er träumt – wie viele Kinder – davon, einen großen, starken und sportlichen Bruder zu haben, und der Wunsch nach diesem Geschwisterkind geht so weit, dass er es bisweilen als real existierend empfindet. Als Kind schläft er schlecht, hat Angst vor der Dunkelheit und dem Alleinsein .

Ein Schlüsselerlebnis in seiner Kindheit ist die Entdeckung eines kleinen Plüschhundes, den er im Wirtschaftsraum in einem alten Koffer entdeckt. Der Plüschhund Aus der Reaktion seiner Mutter schließt er, dass es mit diesem Hund eine besondere Bewandtnis haben muss, und ihn beschleicht das Gefühl, dass seine Eltern ihm etwas verschweigen. Philippe ist sehr sensibel und spürt, dass vor allem sein Vater ihn immer mit einer gewissen Bitterkeit betrachtet. Philippe wächst in Paris auf, wo seine Eltern ein Sportartikelgeschäft führen.

Er bewundert seine schöne Mutter, ringt um die Suche nach Anerkennung Anerkennung seines Vaters, die dieser ihm jedoch vor allem wegen seiner mangelnden sportlichen Fähigkeiten verweigert . Als kleiner Junge verbringt Philippe viel Zeit mit seinen Eltern im Schwimmbad, ohne selbst Spaß am Wasser zu haben. Er ist eher Zuschauer und Bewunderer seiner Mutter, hat eine Beobachter position inne.

Philippe spürt während seiner gesamten Kindheit, dass es irgendein Geheimnis gibt, das die Familie belastet . Er kann sich seine bösen Träume, seine Angst vor dem Alleinsein Ein Geheimnis? und der Dunkelheit nicht erklären. Auch in der Schule ist er eher zurückhaltend und still. Umso verwunderlicher für ihn und sein Umfeld ist sein plötzlicher Wutausbruch gegen einen Mitschüler, den er, 15jährig, beim gemeinsamen Ansehen eines Holocaust-Films nach dessen verächtlicher Bemerkung gegen Juden verprügelt. Danach erfährt er von Louise die Wahrheit über seine Familiengeschichte. Bezeichnend für ihn ist, dass er seinen Eltern nichts davon erzählt, immer wieder schweigend Louises Erzählungen lauscht und seine Sicht der Dinge revidiert .

Sofort bemerkt er die Therapie durch Wahrheit therapeutische Wirkung, die die Kenntnis der wahren Geschichte für ihn hat. Er schläft ruhiger und beginnt sich von seinen Eltern zu lösen . Auch seine körperliche Verfassung verändert sich. Im doppelten Sinne trägt Louise zu dieser Entwicklung bei: Sowohl ihre physiotherapeutische Behandlung als auch ihr Bericht über die wahre Leb

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