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Lektüreschlüssel. Uwe Timm: Halbschatten Reclam Lektüreschlüssel

  • Erscheinungsdatum: 21.07.2015
  • Verlag: Reclam Verlag
eBook (PDF)
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Lektüreschlüssel. Uwe Timm: Halbschatten

Sie suchen Interpretationen, Erläuterungen oder eine Inhaltsangabe zu Uwe Timms 'Halbschatten'? Reclams Lektüreschlüssel bieten all das und noch mehr und helfen beim Referat, beim Lernen vor der Klassenarbeit oder bei der Prüfungsvorbereitung. Mit einer klaren Gliederung und in verständlicher Sprache erfahren Sie alles Wichtige für Ihre Interpretation. Uwe Timm lässt in seinem Roman 'Halbschatten' die Toten sprechen. Scheinbar zusammenhanglose Zitate und Dokumente fügen sich Stück für Stück zusammen und ergeben die Lebensgeschichte der berühmten Pilotin Marga von Etzdorf. Entschlüsseln Sie Uwe Timms 'Halbschatten' mit ... ... einer umfassenden Inhaltsangabe ... einer ausführlichen Interpretation ... Erläuterungen von Begriffen und Motiven

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Lektüreschlüssel. Uwe Timm: Halbschatten

3. Personen

Die Anzahl der wichtigen handelnden Personen ist in Halbschatten überschaubar. Der Graue , ein hagerer Mann um die 50 Jahre, ist Stadtführer und begleitet den namenlosen Erzähler über den Invalidenfriedhof, um ihn als Experten detailliert über die Geschichte der Fliegerin Marga von Etzdorf zu informieren. Er ist sachkundig und kann auch über weitere Personen Auskunft geben. Seine Hintergrundinformationen sind von sachlicher Art, der Graue deutet darüber hinaus aber auch geschichtliche Zusammenhänge subjektiv. Um seine Ausführungen zu ergänzen, zitiert er aus Dokumenten und Abhandlungen.

Über den anonymen Ich- Erzähler der Rahmengeschichte erfährt der Leser nichts Wesentliches, sondern erhält nur den Hinweis auf das Geburtsjahr 1940 (30), das identisch ist mit dem des Autors Timm.

Marga von Etzdorf ist die eigentliche Hauptperson: Ihr Grab nimmt aus dieser Perspektive auf dem Invalidenfriedhof eine zentrale Position ein.

Das, was der Leser von Marga erfährt, setzt sich nicht nur aus den Informationen des Stadtführers zusammen, vielmehr erfährt der Leser Wesentliches über Margas Handlungsimpulse und über ihr Leben durch die Freunde Dahlem und Miller. Auch Marga selbst berichtet Einzelheiten.

Sie ist eine leidenschaftliche Person, eine ehrgeizige Pilotin, die Strapazen auf sich nimmt. Sie verfügt über einen Willen, der Berge hätte versetzen können (55). Als Preußin zeichnet sie sich durch Disziplin aus, aber auch durch Neugier und Entdeckerfreude, um für sich die Welt zu erschließen. Marga ist von zierlicher Statur und mit Gier nach dem Leben ausgestattet. Sie wächst mit ihrer Schwester als Waise bei den Großeltern auf. Ihre Zukunft richtet sie energisch als eine der ersten Frauen Deutschlands auf die Fliegerei aus und investiert für den Kauf ihres ersten Flugzeugs ihr Erbe. Die für sie perfekte Maschine lässt sie knallgelb spritzen und benennt sie nach ihrem Kosenamen aus der Kindheit Kiek in die Welt . In den 1920er und frühen 1930er Jahren war eine Karriere als Pilotin in Deutschland mehr als ungewöhnlich: Sie erhielt als erste Frau die Anstellung als (Co-) Pilotin bei der Lufthansa.

Personen, die sie kannten, bescheinigen ihr eine besondere praktische Veranlagung, um routinemäßige Reparaturen am Flugzeug selbst durchzuführen. "War ne tolle Frau" (145), meint ein Mechaniker. Er mutmaßt jedoch auch, Marga habe im Flug den Tod gesucht: "Wer begibt sich in Gefahr, wenn er sich nicht insgeheim auch wünscht, darin umzukommen?" (147)

Die Lust an der Gefahr kann die schneidige Fliegerin auf ihren Langstreckenflügen ausgiebig genießen. Während dieser Flüge liest sie gern Gedichte, verfasst ein Tagebuch und singt, um die Langeweile zu vertreiben.

Zur Finanzierung des Unterhalts ihres Flugzeugs unternimmt sie Werbe- und Passagierflüge: Ein gefährlicher Nachtflug mit einem Geschäftsmann als Passagier nach Wien wird ausführlich geschildert (70 ff.). Außerdem hält sie im Ausland Vorträge über ihre Flugunternehmungen (177). Sie wirbt dabei nicht allein für die Fliegerei, sondern repräsentiert vielmehr gleichzeitig ein modernes, friedliches Deutschland.

Für die Handlung ist der Flug nach Asien bedeutend, da Marga während ihres Aufenthaltes im japanischen Hiroshima den deutschen Konsul Dahlem kennenlernt. Die gemeinsam verbrachte Nacht, die im Roman wiederholt thematisiert wird, bedeutet für die junge Frau das Glück schlechthin.

Ihre Sportlichkeit und ihre ausgeprägte Willensstärke beweist Marga während ihres Japanaufenthaltes: Sie besteigt den mit 3776 Metern höchsten Berg Japans, den Fuji, unternimmt Motorradfahrten und veranstaltet Kunstflüge.

Der Rückflug, der wegen der Unruhen in China auf einer anderen Route als der Hinflug verläuft, endet abrupt mit einem Absturz der Maschine aus großer Höhe in Bangkok. Marga erleidet lebensgefährliche Verl

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