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Reigen Reclam XL - Text und Kontext von Schnitzler, Arthur (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.02.2014
  • Verlag: Reclam Verlag
eBook (ePUB)
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Reigen

Die Reihe 'Reclam XL - Text und Kontext' bietet Klassikertexte mit Kommentar und ist damit speziell auf die Bedürfnisse des Deutschunterrichts zugeschnitten. Die Bände haben nicht nur ein größeres Format als die Universal-Bibliothek, sie sind vor allem auch inhaltlich gewachsen. Auf die sorgfältig edierten Texte folgt ein Anhang mit Materialien, die das Verständnis des Werkes erleichtern und Impulse für Diskussionen im Unterricht liefern: Text- und Bilddokumente zu Quellen und Stoff, zur Biographie des Autors, zu seiner Epoche sowie zur Rezeptionsgeschichte. Die Herausgeber sind erfahrene Schulpraktiker, die die Materialien nach den gegenwärtigen Erkenntnissen von Germanistik und Schuldidaktik für jeden Band neu erarbeitet haben. Die Bände von Reclam XL sind im Textteil seiten- und zeilenidentisch mit denen der Universal-Bibliothek. UB- und XL-Ausgaben sind also nicht nur im Unterricht nebeneinander verwendbar - es passen auch weiterhin alle Lektüreschlüssel, Erläuterungsbände und Interpretationen dazu. E-Book mit Seitenzählung der gedruckten Ausgabe: Buch und E-Book können parallel benutzt werden. Arthur Schnitzler (15. 5. 1862 Wien - 21. 10. 1931 ebd.) studierte ab 1879 Medizin in Wien mit anschließender Promotion und arbeitete als Arzt und Assistent seines Vaters; nach dem Tod des Vaters hatte er eine eigene Praxis. Daneben betrieb er mehr und mehr seine schriftstellerische Tätigkeit. Schnitzler ist einer der bedeutendsten Vertreter der Wiener Moderne um 1900. Das Unbewusste und Motive des Fin-de-Siècle-Lebensgefühls bestimmen seine psychologische Darstellungskunst.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 158
    Erscheinungsdatum: 05.02.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783159604602
    Verlag: Reclam Verlag
    Größe: 1836 kBytes
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Reigen

[12] Der Soldat und das Stubenmädchen

Prater . Sonntagabend. – Ein Weg, der vom Wurstelprater aus in die dunkeln Alleen führt. Hier hört man noch die wirre Musik aus dem Wurstelprater; auch die Klänge vom Fünfkreuzertanz , eine ordinäre Polka , von Bläsern gespielt.

Der Soldat. Das Stubenmädchen.

STUBENMÄDCHEN.

Jetzt sagen S' mir aber, warum S' durchaus schon haben fortgehen müssen.

SOLDAT (lacht verlegen, dumm).

STUBENMÄDCHEN.

Es ist doch so schön gewesen. Ich tanz so gern.

SOLDAT (faßt sie um die Taille).

STUBENMÄDCHEN (läßt's geschehen).

Jetzt tanzen wir ja nimmer. Warum halten S' mich so fest?

SOLDAT.

Wie heißen S'? Kathi?

STUBENMÄDCHEN.

Ihnen ist immer eine Kathi im Kopf.

SOLDAT.

Ich weiß, ich weiß schon ... Marie.

STUBENMÄDCHEN.

Sie, da ist aber dunkel. Ich krieg so eine Angst.

SOLDAT.

Wenn ich bei Ihnen bin, brauchen S' Ihnen nicht zu fürchten. Gott sei Dank, mir sein mir!

STUBENMÄDCHEN.

Aber wohin kommen wir denn da? Da ist ja kein Mensch mehr. Kommen S', gehn wir zurück! – Und so dunkel!

SOLDAT (zieht an seiner Virginierzigarre , daß das rote Ende leuchtet).

's wird schon lichter. Haha! Oh, du Schatzerl!

[13] STUBENMÄDCHEN.

Ah, was machen S' denn? Wenn ich das gewußt hätt!

SOLDAT.

Also der Teufel soll mich holen, wenn eine heut beim Swoboda mollerter gewesen ist als Sie, Fräul'n Marie.

STUBENMÄDCHEN.

Haben S' denn bei allen so probiert?

SOLDAT.

Was man so merkt, beim Tanzen. Da merkt man gar viel! Ha!

STUBENMÄDCHEN.

Aber mit der Blonden mit dem schiefen Gesicht haben S' doch mehr 'tanzt als mit mir.

SOLDAT.

Das ist eine alte Bekannte von einem meinigen Freund.

STUBENMÄDCHEN.

Von dem Korporal mit dem auf'drehten Schnurrbart?

SOLDAT.

Ah nein, das ist der Zivilist gewesen, wissen S', der im Anfang am Tisch mit mir g'sessen ist, der so heisrig red't.

STUBENMÄDCHEN.

Ah, ich weiß schon. Das ist ein kecker Mensch.

SOLDAT.

Hat er Ihnen was 'tan? Dem möcht ich's zeigen! Was hat er Ihnen 'tan?

STUBENMÄDCHEN.

O nichts – ich hab nur gesehn, wie er mit die andern ist.

SOLDAT.

Sagen S', Fräulein Marie ...

STUBENMÄDCHEN.

Sie werden mich verbrennen mit Ihrer Zigarrn.

SOLDAT.

Pahdon ! – Fräul'n Marie. Sagen wir uns du.

STUBENMÄDCHEN.

Wir sein noch nicht so gute Bekannte. –

[14] SOLDAT.

Es können sich gar viele nicht l

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