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Textausgabe + Lektüreschlüssel. Heinrich von Kleist: Prinz Friedrich von Homburg Reclam Textausgabe + Lektüreschlüssel von Eisenbeis, Manfred (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.03.2013
  • Verlag: Reclam Verlag
eBook (ePUB)
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Textausgabe + Lektüreschlüssel. Heinrich von Kleist: Prinz Friedrich von Homburg

Nur als E-Book: Textausgabe + Lektüreschlüssel! Dieses E-Book bietet sowohl Heinrich von Kleists 'Prinz Friedrich von Homburg' aus Reclams Universal-Bibliothek als auch den passenden Lektüreschlüssel. Der Text enthält die Referenz zum gedruckten Buch und ist damit zitierfähig und verwendbar in Schule und Studium. Der Lektüreschlüssel hilft übersichtlich, schnell und zielgerichtet bei Verständnisfragen, die während der Lektüre auftreten. Als Kombiprodukt zu einem unschlagbar günstigen Preis.

Heinrich von Kleist (18. 10. 1777 Frankfurt a. d. O. - 21. 11. 1811 zwischen Potsdam und Berlin am heutigen Kleinen Wannsee) bewegte sich in romantischen Dichterkreisen, seine bis heute modern wirkenden Dramen und Erzählungen entziehen sich allerdings schematischen Stil- und Epochenzuordnungen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 211
    Erscheinungsdatum: 12.03.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783159602516
    Verlag: Reclam Verlag
    Größe: 1167 kBytes
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Textausgabe + Lektüreschlüssel. Heinrich von Kleist: Prinz Friedrich von Homburg

Erster Akt

Szene: Fehrbellin . Ein Garten im altfranzösischen Stil . Im Hintergrunde ein Schloss, von welchem eine Rampe herabführt. - Es ist Nacht.
Erster Auftritt

Der Prinz von Homburg sitzt mit bloßem Haupt und offner Brust, halb wachend halb schlafend, unter einer Eiche und windet sich einen Kranz. - Der Kurfürst, seine Gemahlin, Prinzessin Natalie, der Graf von Hohenzollern, Rittmeister Golz und andere treten heimlich aus dem Schloss, und schauen, vom Geländer der Rampe, auf ihn nieder. - Pagen mit Fackeln .

DER GRAF VON HOHENZOLLERN.

Der Prinz von Homburg, unser tapfrer Vetter ,

Der an der Reuter Spitze, seit drei Tagen

Den flüchtgen Schweden munter nachgesetzt,

Und sich erst heute wieder atemlos,

Im Hauptquartier zu Fehrbellin gezeigt:

Befehl ward ihm von dir, hier länger nicht,

Als nur drei Füttrungsstunden zu verweilen,

Und gleich dem Wrangel wiederum entgegen,

Der sich am Rhyn versucht hat einzuschanzen,

10

Bis an die Hackelberge vorzurücken?

DER KURFÜRST. So ist's!

HOHENZOLLERN. Die Chefs nun sämtlicher Schwadronen ,

Zum Aufbruch aus der Stadt, dem Plan gemäß,

Glock zehn zu Nacht, gemessen instruiert,

Wirft er erschöpft, gleich einem Jagdhund lechzend,

Sich auf das Stroh um für die Schlacht, die uns

Bevor beim Strahl des Morgens steht, ein wenig

Die Glieder, die erschöpften, auszuruhn.

DER KURFÜRST. So hört ich! - Nun?

HOHENZOLLERN. Da nun die Stunde schlägt,

Und aufgesessen schon die ganze Reuterei

20

Den Acker vor dem Tor zerstampft,

Fehlt - wer? der Prinz von Homburg noch, ihr Führer.

Mit Fackeln wird und Lichtern und Laternen

Der Held gesucht - und aufgefunden, wo?

(Er nimmt einem Pagen die Fackel aus der Hand.)

Als ein Nachtwandler, schau, auf jener Bank,

Wohin, im Schlaf, wie du nie glauben wolltest,

Der Mondschein ihn gelockt, beschäftiget,

Sich träumend, seiner eignen Nachwelt gleich,

Den prächtgen Kranz des Ruhmes einzuwinden.

DER KURFÜRST. Was!

HOHENZOLLERN. In der Tat! Schau hier herab: da sitzt er!

(Er leuchtet von der Rampe auf ihn nieder.)

DER KURFÜRST. Im Schlaf versenkt? Unmöglich!

30

HOHENZOLLERN. Fest im Schlafe!

Ruf ihn bei Namen auf, so fällt er nieder.

(Pause.)

DIE KURFÜRSTIN.

Der junge Mann ist krank, so wahr ich lebe.

PRINZESSIN NATALIE.

Er braucht des Arztes -!

DIE KURFÜRSTIN. Man sollt ihm helfen, dünkt mich,

Nicht den Moment verbringen, sein zu spotten!

spa

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