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Lippi-Bekenntnisse Unverblümte Plaudereien über ein authentisches Leben von Lippert, Wolfgang (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.04.2011
  • Verlag: Integral
eBook (ePUB)
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Lippi-Bekenntnisse

Ein faszinierendes Leben, ein rückhaltlos ehrliches Buch Millionen Menschen kennen ihn als "Lippi", als großen Fernsehstar in der DDR, der nach der Wende Moderator von 'Wetten, dass ..?' wurde. Allerdings erlebte Wolfgang Lippert nicht nur große Triumphe, sondern auch so manchen Rückschlag. Doch er stand immer wieder auf und ließ sich nicht verbiegen. Sein Werdegang steht beispielhaft für alle Menschen, deren persönliches Thema nicht das unbedingte Erfolgsstreben, sondern ein erfülltes, authentisches Leben ist. Mit dem Charme und Humor des geborenen Performers, mit liebenswürdigsubtiler Beobachtungsgabe für die eigenen Stärken und Schwächen sowie die seiner Mitmenschen führt uns Wolfgang Lippert durch sein außergewöhnliches Leben. Ein Leben in ständiger Bewegung, immer vor dem Wind, und doch stets aus der eigenen Mitte heraus gelebt. Auf der Suche nach dem "wahren Leben" sind heute viele - "Lippi" aber weiß, wie es sich wirklich anfühlt: "Weil ich schon von vornherein bei mir angekommen war. Und auch bei mir selbst geblieben bin." Wolfgang Lippert, geboren 1952 in Ostberlin, war in der DDR der wohl bekannteste Fernsehmoderator überhaupt. Nach der Wende durchlebte er beispielhaft alle Chancen und Risiken, die einen Ostdeutschen in der Bundesrepublik erwarteten. Ein Multitalent der Unterhaltungsbranche, ist 'Lippi' auch heute als Moderator, Entertainer, Sänger und Schauspieler ein gefragter Mann.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 272
    Erscheinungsdatum: 13.04.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641055271
    Verlag: Integral
    Größe: 1271 kBytes
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Lippi-Bekenntnisse

Zehn Kreuzverhör an der Zentralheizung (S. 140-141)

20. Dezember 2010. Ich hab's gleich geschafft. Noch ein paar hundert Meter und ich bin da. Zu einer Beratung, pardon: zu einem Termin, wie man heute sagt, einem Gettogether im Verlag. Meinem Verlag in München. Zur Vorbereitung habe ich in den letzten Tagen sicherheitshalber noch mal ein bisschen auf www.bayrisch-lernen.de gesurft. Kann ja nicht schaden, wenn man "Danke für die Semmeln" zu sagen weiß, falls einem während einer Gesprächspause belegte Brötchen gereicht werden. Dem "Pfiad Eana!" beim Abschied werde ich mich jedoch konsequent verweigern. Das habe ich mir fest vorgenommen, schließlich möchte ich den Eindruck vermeiden, als ostdeutscher Frankenfeld rüberkommen zu wollen. (Der konnte wirklich alle Dialekte, zu denen eine deutsche Zunge nur fähig ist!)

Persönlich kenne ich vom Verlag bislang nur den Supraleiter und obersten Redaktor, Herrn Schmöker. Der hat letzte Woche angerufen und mich für heute einbestellt. Um über "Bilanz und Perspektiven" zu plaudern, wie er es ausdrückte. Was nichts anderes heißt, als dass er meiner schriftstellerischen Planerfüllung auf den Zahn fühlen will. "Sie sind in Ihrem Manuskript ja jetzt an einem entscheidenden Wende-Punkt angekommen, da wäre es vielleicht angebracht, wenn wir da mal drüber sprechen." Und bei dieser Gelegenheit könne ich ja auch gleich die wichtigsten Leiter der anderen Abteilungen kennenlernen, "ganz zwanglos". Vom Vertrieb und von der Presse, PR. "Die haben Ihren Text auch schon gelesen – das heißt, soweit er vorliegt", strenger Blick auf den Abgabetermin, das habe ich sogar am Telefon gehört über die vielen Kilometer. "Vielleicht ergeben sich ja auch für Sie noch Anregungen, was Ihre weiteren Ausführungen betrifft. "

Das kann ja heiter werden, weiß ich noch, hab ich gedacht und nur gehofft, dass diese Leute nicht allzu viel Ost-Verwandtschaft hatten seinerzeit. Ein Vetter aus Dingsda in Sachsen-Anhalt oder ne Cousine aus Ammern über Mühlhausen/Thüringen kann, zur falschen Zeit vorgebracht, völlig ausreichen, um einen ganz aus dem Konzept zu bringen. Wo die doch bestimmt auch so schon alles besser wissen wollen als ich. Und wenn dann noch ne Ex-Geliebte aus Rheinsberg dazukommt ...

Um mich fit zu machen für diese Beratung, habe ich noch ein wenig recherchiert. Und festgestellt, dass so gut wie alle meiner Ost-Kollegen ihre Bücher längst hinter sich haben. Mit Ost-Verlagen, und ob das wohl Zufall ist? Ich hatte ja schon gedacht, dass mich gar keiner mehr fragen würde. Bevor dann der nette Herr Schmöker auf mich zukam. Auch noch von so weit her, aus München! So völlig aus heiterem weiß-blau-bayerischem Himmel, obwohl's an dem Tag geregnet hat, aber der wird schon wissen, was er tut, der Herr von der Cheflektüre.

"Hätten Sie nicht auch Lust, ein Buch zu schreiben?", hat er gefragt. Warum eigentlich nicht? "Dann müssen Sie aber auch immer hübsch die Wahrheit sagen", hat mir Herr Schmöker noch eingeschärft. "Und dürfen nichts auslassen. Ganz schonungslos müssen Sie sein. Vor allem sich selbst gegenüber. Und vollkommen authentisch." Ja was denn nun, hab ich damals gedacht. Wolln Se n Sänger oder n Tänzer? Wahrheit – schonungslos – authentisch? Große Schlachteplatte an Kartoffelstampf?

Das Festival der Selbstzerfleischung? Und das mit der Wahrheit ... Einer der wenigen meiner Ost-Kollegen, der das Buch seines Lebens nicht in einem Ost-Verlag (doch, Ost-Verlage gibt es noch, auch wenn man

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