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Online-Journalismus Was man wissen und können muss. Das neue Lese- und Lernbuch von Noske, Henning (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 03.07.2015
  • Verlag: Klartext Verlag
eBook (ePUB)
16,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Online verfügbar

Online-Journalismus

Online-Journalismus. Das ist die Zukunft des Journalismus: Schreiben, Recherchieren, Präsentieren im Netz, auf Computer, Tablet und Smartphone. Zur eigenen Marke werden, in den Medien, aber auch in sozialen Netzwerken und mit Blogs. Doch wie geht das? Wie macht man es richtig? Was ist online anders? Dieses Buch führt auf Basis eines gründlichen journalistischen Handwerks in den Online-Journalismus ein. Seine hohe Praxisorientierung mit vielen Tipps und Arbeitsbeispielen macht es gleichermaßen für angehende oder etablierte Journalisten sowie für Schüler, Volontäre und Studenten interessant. Henning Noskes Lese- und Lernbuch über den Online-Journalismus ist für alle, die wissen wollen, wie es mit dem schönsten, vielseitigsten, manchmal aber auch härtesten Beruf der Welt jetzt weitergeht. Und was man wissen und können muss, um im Journalismus künftig zu bestehen. In seiner Tour d'horizon durch die wichtigsten Themen kommt auch der Spaß am Erzählen nicht zu kurz. Das Wichtigste: - Wie sich der Journalismus verändert und treu bleibt - Teaser, Cliffhanger und Co. - so schreibt man richtig für das Web 2.0 - Multimedia, Crossmedia, Storytelling, Mobile Reporting - Verantwortung und Qualität im Online-Journalismus - Recherche, Blogs und soziale Netzwerke - Die wichtigsten Ausbildungswege Henning Noske, Jahrgang 1959, leitet die Stadtredaktion der Braunschweiger Zeitung. Er hat einen Lehrauftrag für Printjournalismus an der TU Braunschweig und wurde mit mehreren Journalistenpreisen ausgezeichnet. Von ihm ist in der Bibliothek des Journalismus (Klartext Verlag) bereits der Band 'Journalismus. Was man wissen und können muss' erschienen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 292
    Erscheinungsdatum: 03.07.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783837515046
    Verlag: Klartext Verlag
    Größe: 4620 kBytes
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Online-Journalismus

5 "To tease or not to be"

Hypertext

Beim Journalismus online, beim Publizieren im Netz, bewegen wir uns gewissermaßen im dreidimensionalen Raum. Unser Leser, der User, kann jederzeit abschweifen, zurückgehen, wegwischen, einen Link nutzen, wegklicken, herunterscrollen. Schlicht gesagt: Er oder sie kann machen, was er will.

Dies hat erhebliche Konsequenzen für den Journalismus. Viel mehr als in der gedruckten Zeitung kommt es online darauf an, in jedem Moment, buchstäblich in jeder Sekunde klarzumachen, dass es wichtig ist, jetzt am Ball zu bleiben.

Im Print hat der Leser die Möglichkeit, schnell einen Eindruck zu scannen. Wie groß ist der Beitrag? Wie ist die Hierarchie auf der Seite angeordnet? Und vor allem: Wie viel Zeit wird erforderlich sein, dies alles zu bewältigen? Wir wollen uns deshalb den Werkzeugen zuwenden, die der Online-Journalist benötigt, um seinem Leser im Netz klarzumachen, warum er gerade jetzt hier richtig ist und am Ball bleiben sollte. Dies sind die strategischen Werkzeuge, die dieses erleichtern.
Der Teaser

Das wichtigste Werkzeug ist der Teaser in Verbindung mit der Überschrift. Häufig werden Teaser und Überschrift als eigene Genres behandelt. Ich werde jedoch im Folgenden ganz bewusst den Teaser gemeinsam mit der Überschrift behandeln. Denn beide kann man nicht trennen. Im besten Falle funktioniert eine Überschrift als Teaser - und ein Teaser als Überschrift.

Idealerweise wiederholen sich in Überschrift und Teaser die Schlüsselbegriffe und Reizwörter nicht. Sie bauen vielmehr aufeinander auf, bilden eine Einheit, die zum Weiterlesen anreizt. Doch eine Wiederholung ist nicht das Problem. Problematischer ist es, wenn Schlüsselbegriffe eines Beitrags weder in der Überschrift noch im Teaser auftauchen.

"Teasen" - das bedeutet in der Hauptsache Reizen. Inzwischen können Lehrbücher allein über Teaser geschrieben werden. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Formen und Variationen. Deshalb wollen wir uns jetzt mit den wichtigsten Strukturen und Funktionen des Teasers beschäftigen und vor allem fragen: Wie schreibt man ihn richtig?
Schreiben online - Meine Teaser-Werkstatt

Was unterscheidet den Teaser eigentlich von der klassischen Nachricht? Zunächst einmal nicht viel. Wie diese orientiert sich auch der Teaser ganz schlicht am Wichtigsten. Und dies sind die W-Fragen. Was passiert? Wer tut es? Wo ist es geschehen? Wann ist es geschehen? Warum ist es geschehen?

Die Funktion des Teasers ist jedoch nicht nur eine inhaltliche, sondern in ganz entscheidender Weise auch eine optische, orientierende. Letztlich eine Entscheidungshilfe. Der Online-Leser ist, wie gesehen, ein flüchtiger Kunde. Mit der Qualität eines Teasers entscheidet sich, ob er bei uns bleibt. Besser gesagt: ob er oder sie sich für unseren Beitrag entscheidet. Das ist der entscheidende Unterschied. Im Print reichen ein Blick oder eine Drehung des Kopfes. Online ist der bewusste Klick erforderlich.

Ein Teaser ist extrem kurz. Die Überschrift hat sechs bis zehn Wörter. Es folgen zwei oder maximal drei Sätze.

Das muss reichen. Um den ultimativen Klick, um den es geht, zu generieren, muss der Teaser funktionieren. Die Spannbreite reicht dabei von einer gut gemachten Schlagzeile über eine aussagekräftige Unter- oder Vorzeile bis hin zu einem möglichst kompakten, eingängigen Kurz-Text, den man im Print vielleicht als Vorspann bezeichnen würde. Die Länge des Teasers ist dabei von Fall zu Fall und von Redaktionssystem zu Redaktionssystem unterschiedlich, aber klar ist immer: Ein Teaser ist wie ein Lasso, knackig kurz, es knallt und fesselt! Diese Regel gilt immer.

In Content-Management-Systemen der Redaktionen gibt es zudem feste Vorgaben für Teaser. Reporter und Redakteure schreiben sie bis zu der vorgeschriebenen Anzahl von Wörtern oder Anschlägen in die vorgegebenen Boxen. Das ist komfortabel, befreit aber nicht von der Verp

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