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Digital Kids Edition Digital Culture 4

  • Erscheinungsdatum: 06.10.2016
  • Verlag: Christoph Merian Verlag
eBook (ePUB)
10,80 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Digital Kids

Kinder und Jugendliche sind heute digital vernetzt und mit dem Smartphone oder Tablet unterwegs. Die Digitalisierung hat innerhalb von nur zwei Jahrzehnten eine unübersehbare Vielfalt von kreativen Werkzeugen geschaffen, sei es im Bereich Video, Audio, Computergames oder Programmierung. Wie gehen Kinder und Jugendliche im Alltag damit um? Der vierte Band von ?Edition Digital Culture? greift die Frage auf und erzählt Geschichten von erfolgreichen Projekten im Bereich der digitalen Kreativität. Das Buch versammelt Beispiele und Fallstudien und ergänzt sie mit Überlegungen aus der Sicht der Medienpädagogik und der Medienwissenschaft. Ein umfangreicher Anhang mit Hinweisen auf weiterführende Literatur, Internetquellen und Youtube-Tutorials ergänzt die Beiträge. Today, children and young people are digitally networked and adept at using their smartphones or tablets. Within just two decades, digitization has produced an incredible diversity of creative tools, be it in the field of video, audio, computer games or programming. How do children and young people deal with this in everyday life? The fourth volume of Edition Digital Culture deals with this question and reports on successful projects in the area of digital creativity. The book contains examples and case studies, complemented by considerations from the viewpoint of media pedagogics and media science. The extensive appendix references additional literature, internet sources and YouTube tutorials.

Dominik Landwehr ( 1958) ist Leiter des Bereichs Pop und Neue Medien in der Direktion Kultur und Soziales beim Migros-Genossenschafts-Bund und Herausgeber der Reihe 'Edition Di-gitale Culture'. In dieser Reihe sind bereits drei Bände erschienen: In 'Political Interventions' (ISBN 978-3-85616-609-0) werden Beispiele aufgezeigt, in welchem Verhältnis die digitale Kunst zur Politik steht. Im Band 2 'Hacking' (ISBN 978-3-85616-642-7) wird veran-schaulicht, wie die Strategie des Hackings eine besondere Fas-zination auf die Medienkunst ausübt. Im Band 3 'Public Domain' (ISBN 978-3-85616-657-1) werden die urheberrechtlichen Grundlagen von Public Domain erklärt und die Schwierigkeiten bei der Umsetzung im Alltag der Kultur-institutionen diskutiert.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 259
    Erscheinungsdatum: 06.10.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783856168230
    Verlag: Christoph Merian Verlag
    Größe: 5606 kBytes
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Digital Kids

Mechatronische Workshops für Kinder

Gespräch mit Effi Tanner und Felix Bänteli

Die Schweizerische Gesellschaft für Mechatronische Kunst (SGMK) ist eine Gruppierung von Tüftlern und Aktivisten. Sie betreibt in Zürich einen sogenannten Makerspace, ein Arbeitsraum, der allen Interessenten offensteht.

Dominik Landwehr - Die Schweizerische Gesellschaft für Mechatronische Kunst (SGMK) bietet regelmässig Workshops für Kinder und Jugendliche an. Wie läuft so ein Workshop ab?

Felix Bänteli - Wir machen Workshops für ganz unterschiedliche Zielgruppen. Die Workshops funktionieren aber alle ähnlich: Wir gehen zu unserem Publikum und bauen unser mobiles Labor auf. Das kann in einem Raum sein, das kann aber auch draussen sein. Für jeden Arbeitsplatz haben wir eine Plastikkiste, in der alles drin ist: Werkzeug, Lötkolben und auch eine kleine Tischlampe. So sind wir total flexibel und können auf die Wünsche unserer Gäste eingehen. Was auch immer ähnlich ist: Wir bauen mit den Kindern ein kleines Gerät, das sich innerhalb von wenigen Stunden realisieren lässt. Es gibt einen Bauplan mit Anweisungen und sie bauen dann ihr Gerät allein. Natürlich helfen wir dabei.

DL - Ihr bringt alles mit, auch die Bauteile, den Bauplan und eine vorbereitete Platine, auf die dann die einzelnen elektronischen Teile fixiert und gelötet werden. Was sind das für Projekte, die ihr mit den Kindern realisiert?

Effi Tanner - Das sind alles ganz einfache Geräte, die aus elektronischen und mechanischen Teilen bestehen. Dazu gehört zum Beispiele eine Platine, bei der man genau sieht, welches Teil wohin gehört. Es kann zum Beispiel ein kleiner Roboter sein, der einer Linie folgen kann, ein Wackelroboter, ein Handy-Ladegerät fürs Fahrrad, ein Geräuschgenerator oder ein kleiner Verstärker.

DL - Nehmen wir mal den Wackelroboter. Was kann man sich darunter vorstellen, was wird da für eine Technologie benutzt?

FB - Wir nennen ihn etwas futuristisch 'Balan-Z-Bot'. Es ist ein kleiner Roboter, der hin- und herwackelt. Das Wackeln wird dabei auf mechanische Weise erzeugt: Jedes Mal wenn der Roboter kippt, ändert sich die Polarität des Stromkreises.

DL - Ihr arbeitet auch mit lichtempfindlichen Zellen.

FB - Wir haben einen Solarroboter, der sich mit Licht aufladen kann. Sobald er genug Licht gesammelt hat, beginnt er zu wackeln. Er besteht aus Kondensatoren und Transistoren und zum Wackeln benutzen wir einen kleinen Elektromotor, wie man ihn für die Vibrationsfunktion eines Mobiltelefons braucht. Diese Bauteile werden auf eine Platine gelötet und auf einem kleinen Gestell fixiert. Das soll nicht allzu stabil sein, damit sich die Vibrationen auf das Gestell übertragen. Das Resultat ist überraschend: Sobald der Kondensator genug geladen ist, beginnt der kleine Roboter zu wackeln und bewegt sich zum Beispiel auf einer Tischplatte auf eine zufällige und chaotische Weise. Das fasziniert die Kinder und uns Erwachsene natürlich auch.

DL - Ihr habt auch einfache elektronische Musikinstrumente im Angebot.

ET - Das ist unser 'Micronoise', ein Gerät, das Geräusche und Lärm macht. Der 'Micronoise' besteht aus einem kleinen Chip, der eine Schwingung erzeugt und zwar eine sogenannte Sägezahnschwingung. Diese lässt sich mit zwei Drehreglern verändern. Dazu kommt ein lichtempfindlicher Sensor, ein sogenannter Fotowiderstand. Er bewirkt, dass sich die Schwingung auch durch den Lichteinfall verändern lässt. Man kann den Sensor zum Beispiel mit der Hand abdecken oder mit einer kleinen Taschenlampe beleuchten und hört dann sofort, wie sich der Ton verändert. Wir haben in den letzten Jahren Hunderte solcher Geräte mit den Kindern gebaut. Der 'Micronoise' ist sehr beliebt und wird auch von Erwachsenen geschätzt. Es gibt auch Musiker, die das Gerät auf der Bühne verwenden.

DL - Die Geräusche, die dabei erzeugt werden, sind zufällig. Der Zufal

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