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Praxishandbuch Urheberrecht für Bibliotheken und Informationseinrichtungen von Juraschko, Bernd (eBook)

  • Erschienen: 16.10.2015
  • Verlag: De Gruyter Saur
eBook (ePUB)
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Praxishandbuch Urheberrecht für Bibliotheken und Informationseinrichtungen

In addition to describing material copyright law as it relates to libraries, this volume discusses the preliminary steps and procedures for the processing of a legal case. A particular focus is placed on laws governing licensing agreements. The work includes consideration of copyright laws applicable in Switzerland and Austria.


Bernd Juraschko , Justiziar der Dualen Hochschule Baden-Württemberg, Lörrach.

Produktinformationen

    Größe: 2356kBytes
    Herausgeber: De Gruyter Saur
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 286
    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    ISBN: 9783110395839
    Erschienen: 16.10.2015
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Praxishandbuch Urheberrecht für Bibliotheken und Informationseinrichtungen

Teil 1: Grundlagen Urheberrecht

Zu den charakteristischen und auffälligen Besonderheiten des Urheberrechts gehört die grundsätzliche Trennung zwischen dem Werkstück und der Nutzung. Wer das Eigentum an einem Original erwirbt, hat damit noch kein Recht, dieses auch im urheberrechtlichen Sinne zu nutzen,
44 UrhG. Ebenso erhält im gegenseitigen Fall derjenige, der das Recht erwirbt, ein Urheberweck zu nutzen, damit noch nicht automatisch auch das Eigentum an den physischen Werkstücken. Wie diese Trennung von physischem und geistigem Recht vorgenommen wird, welche Möglichkeiten sich daraus ergeben und wie damit im Alltag einer Bibliothek oder Informationseinrichtung umzugehen ist, ist Gegenstand der folgenden Erörterungen.
1 Intension, Ziele und Verortung des Urheberrechts

Das Urheberrecht schützt den Urheber in seinen ideellen und materiellen Interessen. Im Gegensatz zu den natürlichen Rechten, wie den Menschenrechten, gehört das Urheberrecht zu den von der Rechtsordnung geschaffenen Rechten. Es verleiht Herrschaftsmacht über die Ausdruckformen des geschaffenen Geisteswerks. Das Urheberrecht ist als absolutes Recht ausgestaltet. D.h. es gilt gegen jedermann und nicht nur innerhalb einer besonderen Beziehung wie dies bei relativen Rechten der Fall ist. Es ist grundsätzlich ein Schutzrecht gegen rechtswidrige Verletzungen. Der Inhaber eines solchen Verbotsrechts kann dem Verletzter die Nutzung des Rechts untersagen und dies auf dem Rechtswege durchsetzen. Dabei kommt es nicht auf den Grund des Verbots an. Auch die Möglichkeit, eine Nutzung zu verhindern, wird hiervon mit umfasst. 1 Die entsprechenden spezialgesetzlichen Normen sind in 97 ff. UrhG geregelt. Ferner ist das Urheberrecht ein sonstiges Recht im Sinne von
823 BGB. 2 In einigen Randbereichen wird jedoch das Schutzrecht als Verbotsrecht durch reine Vergütungsansprüche ersetzt. 3

Aufgabe des Urheberrechts ist es, zahlreiche und unterschiedliche Interessen zu gewichten und zu einem Ausgleich zu bringen. 4 Dies gilt sowohl bei einer normativen Betrachtung als auch bei einem Interessenvergleich der beteiligten Kreise. Die für den deutschen Rechtskreis markanteste Komponente ist das Urheberpersönlichkeitsrecht. Es ist fester Bestandteil der Rechte des Urhebers. Mit dem Urheberpersönlichkeitsrecht wird der Umstand der persönlichen Verbundenheit des Urhebersmit seinem Werk gewürdigt. Die mit dem Urheberpersönlichkeitsrecht und den Verwertungsrechten bestehende Zweigleisigkeit des deutschen Urheberrechts zeigt, dass es sich nicht um ein reines Wirtschaftsrecht handelt. Beispielsweise ist das Urheberrecht als Ganzes wegen des Persönlichkeitsschutzes gem.
29 Abs. 1 UrhG nicht übertragbar. Eine Übertragungsmöglichkeit besteht nur für Teile des Urheberrechts. Weiterhin zählt das Urheberrecht zu den Rechten des geistigen Eigentums. Das Urheberrecht als Eigentumsrecht besagt, dass der Inhaber nach seinen Vorstellungen über das Recht verfügen kann. Dies kann, braucht aber keine kommerzielle Verwertung zu sein. Zum Eigentumsrecht gehört beispielsweise auch die Verwertungsmöglichkeit, Lizenzen mit sogenannten copyleft-Kauseln übertragen zu können. Das Eigentumsrecht wirkt sich umfassend aus. So garantiert das Eigentumsrecht auch einen Schutz bei Nichtausübung der Verwertungsrechte. Denn es gibt keine Publikationspflicht für den Urheber. Je nach politischer Interessenlage wird die Position des Inhabers eines Urheberrechts mal als stärker, mal als schwächer gegenüber dem Inhaber eines materiellen Eigentums dargestellt. Gerade im Hinblick auf die Sozialbindung und auch die Beschränkungen des Eigentums bei Immobilien kann der These von der Schlechterstellung des geistigen Eigentums nicht gefolgt werden. Fremd vermietete Wohnraumimmobilien unterliegen in Deutschland einem Mietrecht, das gegenüber dem Eigentümer eine sehr starke Position des Mieters kennt. Das deu

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