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Vergleichende Erziehungswissenschaft von Adick, Christel (eBook)

  • Erschienen: 11.09.2008
  • Verlag: Kohlhammer
eBook (PDF)
16,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Vergleichende Erziehungswissenschaft

Das Buch führt in grundlegender Weise in die Fragestellungen und Gegenstände der Vergleichenden Erziehungswissenschaft ein. Es gibt eine systematische Orientierung, um aktuelle Diskussionen, Forschungsergebnisse und Reformprojekte, die sich mit international vergleichenden und interkulturellen Dimensionen von Erziehung und Bildung beschäftigen, einordnen zu können. Ausführlich wird auf Alltags- und Professionswissen sowie auf wissenschaftliche und metatheoretische Wissensbestände in dieser Disziplin eingegangen. Dabei werden auch Handlungsfelder angesprochen, für die die Vergleichende Erziehungswissenschaft Kompetenzen liefert, z.B. internationale und interkulturelle Erziehung, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Globales Lernen und internationale Bildungskooperationen.

Prof. Dr. Christel Adick lehrte Vergleichende Erziehungswissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum.

Produktinformationen

    Größe: 7706kBytes
    Herausgeber: Kohlhammer
    Untertitel: Eine Einführung
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 242
    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    ISBN: 9783170295056
    Erschienen: 11.09.2008
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Vergleichende Erziehungswissenschaft

2 Die Gegenstandsstruktur der Vergleichenden Erziehungswissenschaft

Können wir uns eigentlich international über Bildung und Erziehung verständigen? Mit dieser Frage beginnt dieses Kapitel, wobei allerdings nur ein Blick auf englisch- im Vergleich zu deutschsprachigen terminologischen Problemen geworfen wird. Im weiteren Fortgang wird nach dem Gegenstand der Vergleichenden Erziehungswissenschaft gefragt. Die Antwort darauf ist, dass es mehrere Gegenstandsbereiche gibt, deren Verhältnis zueinander geklärt wird. Im Anschluss daran wird kurz eine Kontroverse angesprochen, die von Zeit zu Zeit immer wieder aufkommt und die auch schon im vorigen Kapitel implizit angesprochen wurde: Soll sich diese wissenschaftliche Disziplin mit dem Vergleichen begnügen? Oder ist es auch ihre Aufgabe, sich internationalen Dimensionen von Erziehung und Bildung zu widmen? Nach der Lektüre des vorangegangenen Kapitels dürfte klar sein, welcher Position in diesem Buch gefolgt wird. Die Entscheidung für eine Verknüpfung von komparativ und international wird indessen noch eingehender begründet. Es ergeben sich daraus folgende spezifische Gegenstände der Vergleichenden Erziehungswissenschaft, die im Folgenden näher erläutert werden:

Erziehung und Bildung in - vom Betrachter aus gesehen - 'fremden' Ländern und Kulturen in komparativer Sicht,

Internationale Erziehung (d.h. die Praxen interkultureller bzw. internationaler Erziehung und Bildung und die auf sie gerichteten Pädagogiken),

Internationale Bildungspolitik (internationales Bildungsmonitoring, internationale Abkommen und Programme internationaler Organisationen).

'Internationale Erziehung' und 'Internationale Bildungspolitik' können dann wiederum vergleichend in den Blick genommen werden, wodurch sich eine Verschränkung der komparativen und der internationalen Perspektiven ergibt.

Erhebt man den Anspruch, die Gegenstandsstruktur eines Fachgebietes zu umreißen, dann stellt sich sogleich die Frage, wie denn ein solches Strukturmodell begründet werden kann. Hierzu muss in diesem Kapitel etwas weiter ausgeholt werden. Dies geschieht mit Blick darauf, wie entsprechende Diskussionen in der Allgemeinen Pädagogik bzw. Erziehungswissenschaft geführt wurden und werden. Es wird dabei auf unterschiedliche Reflexionsdimensionen, Theoriegrade und Wissensformen Bezug genommen, die bei der grundlegenden Trias 'Erziehung - Pädagogik - Erziehungswisssenschaft' ansetzen. Denn es geht im Folgenden darum, die heterogenen und teils in ihrer Zugehörigkeit zur Vergleichenden Erziehungswissenschaft umstrittenen Wissensbestände nicht bloss (additiv) zu benennen, sondern auch anhand bestimmter Kriterien zu differenzieren und zu ordnen. Die allgemeine Diskussion wird abschließend in ein für die Vergleichende Erziehungswissenschaft konzipiertes Strukturmodell überführt.

Dieses bildet sodann die Basis für die folgenden Kapitel dieses Buches.
2.1 Erziehung und Bildung im internationalen Diskurs

Die Vergleichende Erziehungswissenschaft bezieht sich, wie alle Subdisziplinen der Erziehungswissenschaft, letztendlich auf das, was man als 'die Erziehungswirklichkeit' oder als 'die gesellschaftliche Praxis der Erziehung' bezeichnen kann. Es stellt sich bei einer solchen Antwort aber sogleich die Anschlussfrage, was denn 'Erziehung' ist, sowie - wegen des internationalen Vergleichs - die weitere Frage, ob und welche Entsprechungen es für diesen Begriff in anderen Sprachen gibt. Hierzu hat Peter Menck einmal folgenden Gedankengang vorgelegt: "Der Gegenstand der 'Erziehungswissenschaft' ist, wie der Name sagt, zunächst einmal 'Erziehung'. Schön wäre es, wenn es dabei bleiben könnte und man einen Begriff für den Gegenstand hätte, so wie das die 'Politik' bei der Politikwissenschaft ist oder die 'belebte Natur' bei der Biologie. Die Erziehungswissenschaft hat zwei: 'E

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