text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

City Bound: Das Erleben und Lernen in der Großstadt von Grigowski, Stefanie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.07.2012
  • Verlag: Diplomica
eBook (PDF)
29,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

City Bound: Das Erleben und Lernen in der Großstadt

Ängste und Unsicherheiten aufgrund zunehmender Perspektivlosigkeit, mangelnde Motivation angesichts tiefer Unzufriedenheit, Ghetto-Bildungen, weil man sich unter Gleichgesinnten wohler fühlt, ein enorm steigender Werteverlust und die Überforderung durch Alltagssorgen sind erschütternde Feststellungen, die ich in meiner Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen täglich mache. Depression ist die neue Volkskrankheit in Deutschland. Der zunehmende Computer- und Fernsehgenuss fördert das Leben in fiktiven Welten und das passive Erleben. Glücksgefühle, Träume, Ziele und die Erfüllung wirklicher Grundbedürfnisse bleiben hierbei zunehmend auf der Strecke. Auf Bäume klettern, Hochsitze bauen, Murmel-Spiele im Sand und auf der Straße, mit den Nachbarskindern Ball spielen ist in Städten oft nur noch bedingt möglich und gewollt. Die Konsequenzen sind tragisch. Wie können wir dem entgegen wirken? Welche Optionen können hier noch greifen? City Bound soll eine mögliche Alternative zur Erlebnispädagogik in der Natur bieten, die das Handlungsfeld innerhalb einer Stadt begreift.Hier wird die Stadt in all ihrer Vielfalt zur wahren Herausforderung.

Stefanie Grigowski, geboren 1982 in Düsseldorf, arbeitet als Dipl. Sozialpädagogin und Konflikt- und Deeskalationstrainerin im Kinder- und Jugendbereich. Als Schulsozialarbeiterin und in ihrer derzeitigen Tätigkeit als stellvertretende Leitung einer Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung verfügt sie über viele Einblicke in Düsseldorfer Schulen, insbesondere Grundschulen, und in die Freizeitgestaltung der in Düsseldorf lebenden Kinder und Jugendlichen. Sie kämpft vor Ort für ein respektvolles und wertschätzendes Miteinander.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 112
    Erscheinungsdatum: 01.07.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783842831568
    Verlag: Diplomica
    Größe: 876kBytes
Weiterlesen weniger lesen

City Bound: Das Erleben und Lernen in der Großstadt

Textprobe: Kapitel 3, Erleben und Lernen in der Erlebnispädagogik: 3.1, Die wesentlichen Prinzipien der Erlebnispädagogik: Die Grundsätze der Erlebnispädagogik an sich, sind gleich. Einige Autoren erläutern mehr Prinzipien, die anderen weniger. Es ist in den Medien klar zu erkennen, dass sich die Erlebnispädagogik zu einem gigantischen Pol entwickelt hat. Es bleibt allerdings die Frage offen, inwiefern Anbieter die wesentlichen Prinzipien mit einfließen lassen. Anhand bedeutender Autoren der Erlebnispädagogik werden im Folgenden die wichtigsten Grundgedanken der Erlebnispädagogik aufgeführt. Das Erlebnis: 'Erlebnis wird als innerer, mentaler Vorgang gesehen, bei dem äußere Reize aufgrund von Wahrnehmung, Vorwissen und Stimmung subjektiv zu einem Eindruck verarbeitet werden.' Der Begriff Erleben steht für das Erfassen der Wirklichkeit und des menschlichen Bewusstseins. Erkenntnis beschreibt mit einem Wort das Erfassen der Wirklichkeit. Allerdings reicht die Erkenntnis alleine nicht aus, das subjektive Erleben vervollständigt erst das Begreifen der Wirklichkeit. Erleben steht im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Bewusstsein. Wenn etwas bewusst erlebt wird, ist es gleichzeitig gewollt erlebt, denn 'Wer etwas nicht sehen will, den kann man dazu auch nicht zwingen', behaupten Heckmair und Michl. Erleben in unserem Sprachgebrauch muss nicht alles meinen, was ins Bewusstsein gelangt. Es kann auch nur bestimmte Widerfahrnisse meinen, die sich aufgrund ihrer Besonderheit stark einprägen und emotional begleitet werden. Letztlich erhalten Menschen Eindrücke, haben Gefühle, wälzen Gedanken, machen Erfahrungen - und das tagtäglich. Dies sind alles Erlebnisse. Allerdings werden im alltäglichen Sprachgebrauch wichtige und unwichtige Erlebnisse ausdifferenziert und nur besonderen wird Aufmerksamkeit geschenkt. Schon in der Zeit der Reformpädagogik zwischen 1890 und 1933, in der man Zivilisation und Kultur kritisierte und nach neuen Lebensformen und neuen Formen der Erziehung suchte, wurde Erlebnisarmut in Schulen festgestellt. Das Erlebnis wurde Bestandteil von Therapien und anderen Konzepten, wie bereits bei Kurt Hahn erwähnt. Kurt Weis stellt Jahre später fest, dass der Begriff Erlebnis seinen inhaltlichen Wert verliert. Sämtliche Formen des Erlebens wie Rauch-, Ess-, Trink-, Fahr-, Flug- und Schlaferlebnisse werden für die Erwirtschaftung von Geldern genutzt. Kinder und Jugendliche brauchen Erlebnisse. Es ist eine automatische Reaktion von Kindern sich Erlebnisse zu suchen, um Langeweile beispielsweise stillen zu können. Eltern und Pädagogen sind in der Lage sinnvolle Erlebnisse für Kinder zu schaffen. Erleben fordert Feingefühl und Offenheit, so Heckmair, Michl und Walser. 'Ein wahres Erlebnis ist ein Geschenk, das aber auch zusammenhängt mit eigenem Bemühen und eigener Aufmerksamkeit.' Dadurch kann ein Erlebnis erst an Tiefe und somit an Qualität, statt Quantität gewinnen. Erlebnisse, sagt die Autorin Annette Reiners, 'spricht den Menschen in seiner Ganzheit an'. Gefühle, Stimmungen und Tendenzen begleiten das menschliche Wahrnehmen und ermöglichen somit ein sehr intensives Erleben. Erlebnisse dienen unbestritten der Bildung der persönlichen Identität. Erlebnisse bereichern, wenn völlige Ergriffenheit, Glücksempfinden und Staunen zugelassen werden können. In der Erlebnispädagogik dienen Erlebnisse dazu, sich Herausforderungen zu stellen, neue Möglichkeiten und Handlungsalternativen zu erfahren und Lösungsansätze für alltägliche Aufgabenstellungen zu finden. 'Erlebnisse werden so zu prägenden Selbst-Erfolgs-Erfahrungen', bestätigen die Autoren Andrea Zuffellato und Astrid Habiba Kreszmeier. 'Wer viel erlebt, dem wird viel einfallen,' so der Hirnforscher Frederic Vester. Der Augenblick: Der Augenblick meint einen bestimmten Moment in der Gegenwart, in dem Zukunft und Vergangenheit miteinander verschmelzen. Heckmair und Michl drücken sich folgendermaßen aus: 'Im Augenblick verschmelzen Zuku

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen