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Professionalisierung als Entwicklungsaufgabe Rekonstruktionen zur Berufseingangsphase von Lehrerinnen und Lehrern von Hericks, Uwe (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.11.2007
  • Verlag: VS Verlag für Sozialwissenschaften (GWV)
eBook (PDF)
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Professionalisierung als Entwicklungsaufgabe

Die auf Einzelfallstudien basierende rekonstruktive Untersuchung thematisiert subjektive Professionalisierungsprozesse von Lehrerinnen und Lehrern in den ersten Jahren ihres Berufs. Grundlage ist eine empirische Interviewstudie mit Lehrkräften mathematisch-naturwissenschaftlicher Fächer, die über zwei Jahre begleitet und regelmäßig zu ihren beruflichen Erfahrungen, Problemdeutungen, Bewältigungsstrategien sowie zu ihren Unterrichtsbildern und Fachkonzepten befragt wurden. Dr. Uwe Hericks ist Wissenschaftlicher Assistent und Privatdozent an der Fakultät für Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaft der Universität Hamburg.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 491
    Erscheinungsdatum: 04.11.2007
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783531900605
    Verlag: VS Verlag für Sozialwissenschaften (GWV)
    Größe: 29055 kBytes
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Professionalisierung als Entwicklungsaufgabe

7 Fallübergreifende Aspekte einer gelingenden Professionalisierung (S. 379-380)

In diesem Kapitel werden die drei Fallstudien unter übergreifenden Gesichtspunkten diskutiert. Der Fallvergleich lasst eine unterrichtliche Kernstruktur hervortreten, die das Tätigkeits- und Rollenbild als Lehrkraft einschließlich seiner institutionellen Verortung, das Fachkonzept und das Schulerkonzept der Berufseinsteiger miteinander verklammert und integriert. Die Falle beleuchten eine trianguläre Komplexität, eine Oszillation zwischen den eigenen Rollenvorstellungen, der Sache und den Schulerinnen und Schülern, die im ersten Abschnitt des Kapitels entwickelt und diskutiert wird. Die angesprochenen Aspekte werden anschließend systematisch auf die vier beruflichen Entwicklungsaufgaben und die zugehörigen theoretischen Diskurse des vierten Kapitels zurückbezogen. Dabei treten verschiedene verallgemeinerungsfähige Strukturmerkmale des Lelirerhandelns in den Fokus, die im zweiten his fünften Abschnitt des Kapitels entfaltet werden.

7.1 Die trianguläre Kernstruktur aus Tätigkeitsbild, Schülerkonzept und Fachkonzept

7.1.1 Das Verhältnis von eigener Rollenbestimmung als Lehrkraft und Schulerkonzept

Der Vergleich der Fallstudien lasst wichtige Unterschiede und Gemeinsamkeiten hinsichtlich der darin sich dokumentierenden Bernfsauffassungen, -habitus und Entwicklungslinien in den Blick geraten. In allen Fallstudien tritt Unterricht als der zentrale, die ganze Person involvierende Entwicklungsbereich von Lehrerinnen und Lehrem hervor. Von diesem Kernbereich aus erschließen sich die den vier Entwicklungsaufgaben zugeordneten beruflichen Anforderungen in ihrer Totalitat.

Der im Fallvergleich am deutlichsten ins Auge springende Aspekt scheint mir der Folgende zu sein: Wahrend Martina Watermann und Nicole Rosenbaum einen auf Schulereigentätigkeit orientierten Unterrichtsstil kultivieren, praktiziert Ulrich Peters einen lehrer- und erklärungsdominanten Unterricht. Die unterschiedlichen Unterrichtsstile haben erkennbare Implikationen sowohl für das Schiller- und Fachkonzept der Lehrkraft als auch für das eigene Rollenverständnis als Lehrerin oder Lehrer, wie im Folgenden zu zeigen sein wird.

Letzteres wiederum hat Auswirkungen auf die eigene Verortung in der Institution der Einzelschule und des Schulsystems insgesamt. Die hiermit angesprochenen strukturellen Implikationen lassen sich m.E. gut an zwei Transkriptstellen verdeutlichen. Ulrich Peters antwortet auf die Frage, wie er mit den Vorbehalten seiner Schülerinnen und Schiller dem Fach Physik gegenüber umzugehen versuche, wie folgt.

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