text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

STEP-Elterntraining - Wege zu erfüllten familiären Beziehungen Eine praktische Einführung für Eltern und Fachleute von Ehrlich, Barbara (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.06.2011
  • Verlag: Kohlhammer
eBook (PDF)
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

STEP-Elterntraining - Wege zu erfüllten familiären Beziehungen

Eltern sind heute mit großen Herausforderungen konfrontiert. Angesichts der Flut widersprüchlicher und verwirrender Informationen über Erziehung bietet das STEP-Elterntraining eine leicht erlernbare Methode. Sie hilft, Beziehungen zwischen Eltern und Kindern zu verbessern mit dem Ziel des gegenseitigen Respekts. Sie hilft Eltern, ihre Kinder zu verantwortungsbewussten Menschen zu erziehen. Forschungsergebnisse der Universität Bielefeld bestätigen, dass Eltern durch STEP das Vertrauen in ihre Fähigkeiten steigern und Überreaktionen und Dauerstress reduziert werden. Das Konzept und seine praktische Umsetzung stehen im Mittelpunkt des Buches.

Barbara Ehrlich arbeitet als Diplompsychologin und Therapeutin mit Eltern, die Unterstützung bei der Erziehung ihrer Kinder suchen, und mit Kindern und Jugendlichen mit Verhaltensstörungen. Dabei arbeitet sie eng mit Kinderärzten, Psychiatern und anderen Fachleuten zusammen. Sie gibt STEP-Elternkurse und bildet STEP-Kursleiter aus. Darüber hinaus ist sie in der Weiterbildung von pädagogischen Fachkräften tätig.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 112
    Erscheinungsdatum: 30.06.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783170228160
    Verlag: Kohlhammer
    Größe: 7607kBytes
Weiterlesen weniger lesen

STEP-Elterntraining - Wege zu erfüllten familiären Beziehungen

1 Prävention und die Bedeutung von Elterntraining

Fragt man Eltern, so ist der Wunsch nach Unterstützung und nach Erziehungsratschlägen groß. Die Flut an sich zum Teil widersprechenden Ratschlägen im Internet, in Zeitschriften und Büchern verstärken das Gefühl der Überforderung und Verunsicherung. "Du musst konsequenter sein!" - "Ihr müsst euer Kind mehr loben!" - "Richtet positive Spielzeiten ein!" - "Der Medienkonsum ist schuld!" So hören es viele Eltern von Lehrern, Erziehern, Nachbarn und Verwandten und fragen sich, was sie in der Erziehung bloß alles falsch machen. Nicht selten haben Eltern den Anspruch, perfekt zu sein oder alles unter Kontrolle zu haben. Auch die in unserer Gesellschaft bestehenden Forderungen nach Eigenverantwortlichkeit, nach Effektivität und danach, immer gut "funktionieren" zu müssen, verursachen zunehmendes Stresserleben. Selbstwertzweifel, Ohnmachtsgefühle oder chronische Unzufriedenheit und Verärgerung stellen sich ein, denn die von Eltern meist unreflektierten Vorstellungen über sich selbst, ihre Elternrolle und das Zusammenleben mit ihren Kindern passen oft nicht zur erlebten Realität, in der das Kind jeden Tag erneut beim Anziehen bummelt, nicht aufräumen will oder nicht von der Playstation wegzubringen ist.

Der Wunsch nach Entlastung und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen in dem Bewusstsein, dass die Erfahrungen der ersten Lebensjahre für die weitere Entwicklung ihrer Kinder einen entscheidenden Einfluss haben, löst bei vielen Eltern die Absicht aus, an einem Elterntraining teilzunehmen. Aber wie soll eine alleinerziehende Mutter die Zeit aufbringen, wo im Haushalt schon so viel unerledigt bleibt? Wie soll sie einen Babysitter finden? Wie die Kosten aufbringen bei ihren finanziellen Nöten? Wo und wie findet sie ein für ihren Bedarf angemessenes Angebot?

Die Teilnahme an einem Elternkurs wird in solchen Erziehungssituationen zwar erwogen, aber zuviel Scham und Schuldgefühle verhindern häufig eine Anmeldung. So äußern Eltern beispielsweise: "Klasse, dass es so was gibt, das ist sicher sehr hilfreich", um dann hinzuzufügen, dass sie selbst aber keinen Kurs benötigen.

Wenn Zeit, Ort und Kosten von Elternkursen jedoch die Teilnahme schon von vornherein verhindern, weil die Möglichkeiten der jeweiligen Zielgruppe nicht ausreichend berücksichtigt werden, wird die Chance vertan, dass die Teilnehmer in ihrer Elternrolle gestärkt werden und sie lernen können, mit den Herausforderungen der Kindererziehung sicherer umzugehen. Eltern brauchen gesellschaftliche Rahmenbedingungen, in denen sie ihre Erziehungsaufgabe besser wahrnehmen können. Dazu gehört auch, dass Elternkurse in Settings angeboten werden, in denen auch diejenigen Erziehenden erreicht werden können, die weniger Ressourcen haben als gut ausgebildete, in sicheren sozialen Verhältnissen lebende Eltern.

Das zunehmende Problembewusstsein der letzten Jahrzehnte hat aber auch positive Folgen: Kinder mit ihren individuellen Persönlichkeiten, ihren Bedürfnissen und Wünschen bekommen mehr Aufmerksamkeit, Achtung und Respekt. Verbunden mit der Zuwendung und Liebe ihrer Eltern, haben sie psychosoziale Kompetenzen entwickeln können, die sie widerstandsfähiger machen, um den gesellschaftlichen Forderungen nach beständigem Fitsein und Funktionieren standhalten zu können. Selbstbewusstsein, Verantwortungsbewusstsein, Flexibilität und Konfliktlösungskompetenz sind Eigenschaften von hohem gesellschaftlichem Wert. Da ist der Wunsch nach Erziehungsoptimierung, der gerade in der Mittelschicht zu beobachten ist, nur verständlich. Das Bedürfnis nach schnellen Ratschlägen und einfachen Antworten hat jedoch auch solche Erziehungskurse auf den Markt gebracht, die keine Prüfung hinsichtlich Qualität und Effektivität erfahren haben.

Erziehung gelingt nicht nach Rezept. Wenn Erziehende bereit sind, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen, mit ihren Gefühlen, Wertvorstellungen

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen