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Veränderungsprozesse pädagogischer Institutionen Organisationstheoretische Reflexionen vor dem Hintergrund gestiegener Anforderungen von Eichler, Dirk (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 03.09.2008
  • Verlag: VS Verlag für Sozialwissenschaften (GWV)
eBook (PDF)
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Veränderungsprozesse pädagogischer Institutionen

Dirk Eichler entwickelt auf der Grundlage verschiedener Ansätze der Organisationstheorie ein Konzept für das Verstehen und das Begleiten des Wandels von pädagogischen Institutionen. Seine Arbeit ist anwendungsorientiert und betrachtet Veränderungsprozesse in Schulen und bei freien Jugendhilfeträgern.

Dr. Dirk Eichler promovierte als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Prof. Dr. Hans Merkens an der Freien Universität Berlin. Er ist als Berater im Kompetenzmanagement der Audi Akademie GmbH tätig.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 211
    Erscheinungsdatum: 03.09.2008
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783531910444
    Verlag: VS Verlag für Sozialwissenschaften (GWV)
    Größe: 1334 kBytes
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Veränderungsprozesse pädagogischer Institutionen

4 Veränderte Rahmenbedingungen pädagogischer Institutionen und die Bedeutung des organisationalen Wandels (S. 63-64)

Diese Arbeit sucht nach einer Interpretation von Veränderungsprozessen in pädagogischen Institutionen, doch zuvor müssen die Anlässe zu den Veränderungsprozessen thematisiert werden. Im bisherigen Verlauf wurden die veränderten Rahmenbedingungen von pädagogischen Institutionen, auf die sie reagieren müssen, nur angedeutet. In diesem Kapitel werden die Veränderungen in der Umwelt von pädagogischen Institutionen konkretisiert, welche für diese beobachtbar und folgenreich sein können. Um sie strukturiert erörtern zu können, wird auf die im zweiten Kapitel vorgestellte Analyse der Umweltebenen rekurriert.

Demzufolge können direkte oder indirekte Einflussgrößen auf organisationale Geschehnisse identifiziert werden. So lassen sich allgemeine Umweltentwicklungen von spezielleren differenzieren und damit unterschiedliche Anforderungen qualifizieren, die auf pädagogische Institutionen wie Schulen und freie Jugendhilfeträger einwirken können. Die folgende Darstellung greift das auf, setzt sich zunächst mit allgemeineren Veränderungen auseinander und geht dann über zur Diskussion speziellerer Umweltentwicklungen. Es wird nicht beansprucht, alle Herausforderungen darzustellen, sondern vielmehr nur einige wichtige zu diskutieren, mit denen pädagogische Einrichtungen konfrontiert sind. Werden bestimmte Ereignisse als relevant identifiziert, müssen sich pädagogische Institutionen zu diesen Umweltentwicklungen verhalten bzw. sich an sie anpassen. Am Ende des Kapitels wird damit begonnen, erste Interpretationsansätze von Veränderungsprozessen zu erörtern.

4.1 Veränderte globale Umweltbedingungen

Werden die globalen Rahmenbedingungen pädagogischer Institutionen mit dem zuvor diskutierten Umweltmodell (vgl. 2.3.1) analysiert, so lassen sich gravierende Veränderungen feststellen. Spätestens seit dem Ende der Nachkriegsordnung sind weltweite Prozesse im Gange, die sich unter dem Begriff der Globalisierung subsummieren lassen. Ökonomisch betrachtet sind neue, zuvor abgeschottete, Märkte erschlossen worden und neue Wettbewerbssituationen entstanden. Davon sind Staaten oder Regionen betroffen sowie infolgedessen auch Organisationen, als relevante Bestandteile moderner Gesellschaften.

Die Umwelt ist für viele Organisationen seither weniger stabil, weniger berechenbar, sondern vielmehr dynamischer, unkalkulierbarer geworden. Sie sind mit einer fast durchgehend wachsenden Wettbewerbsintensität konfrontiert (vgl. PAWLOWSKY 1998). In einer Analyse über die Auswirkungen weltweit veränderter Wettbewerbsbedingungen für überwiegend klassische, produzierende Industriebetriebe zählen BAETHGE/BAETHGE-KINSKY (1998) einige Veränderungsaspekte auf. So sind bei spielsweise tendenziell die Produktzyklen erheblich kürzer geworden, wodurch sich die Forderung nach Innovationen in immer kürzeren Zeitabständen stellt. Ferner hat sich der Druck auf Preisbildungen der Wettbewerber erhöht, was sich auf der Einnahmenseite mit einer größeren Unsicherheit bemerkbar macht. Zudem tragen technische Entwicklungen dazu bei, z. B. in der Informations- und Kommunikationstechnologie, räumliche Distanzen zu überwinden und die Erreichbarkeit zu erhöhen.

Damit können sowohl kooperative Vernetzungen als auch intensivere Konkurrenzsituationen hervorgerufen werden. Gleichzeitig wird der Qualität von Produkten eine hohe Bedeutung beigemessen, um ihren Absatz zu gewährleisten. WALGENBACH/BECK (2000: 348) sprechen diesbezüglich, zumindest für Deutschland, von einer "sozialen Bewegung", die zur breiten Anerkennung des Qualitätsmanagements führte. Und - schließlich - hat die Herstellung von Kundennähe bzw. die Ausrichtung auf die Kundenbedarfe noch an Bedeutung gewonnen, um im Wettbewerb bestehen zu können (vgl. BAETHGE/BAETHGE-KINSKY 1998).

Das deutet sich u. a. im Konzept

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